Für mich persönlich war die DDR immer ein eigenes Land, in dem die Einwohner so etwas wie Deutsch gesprochen haben, vergleichbar mit Österreich.
Das ist aber eine ganz andere Geschichte.
Ich finde es nur pervers, dass gerade im Osten, der Jahrzehnte lang (schon vor der Wende) auf Pump gelebt hat, jetzt diese dumpfe Fremdenfeindlichkeit herrscht. Und jetzt muss nicht wieder behauptet werden, dass dies in den alten Bundesländern genauso schlimm ist. Das stimmt nämlich nicht (vom Freistaat Bayern vielleicht mal abgesehen). Und es ist egal, ob wer deutsch, russisch, afrikanisch oder marsianisch ist. Es geht um Menschen in Not, die Hilfe brauchen.
Ein Schreiber von der Zeit forderte letztens noch den Säxit:
Sachsen
Dann geht doch!
Hass, Extremismus und Abschottung in Sachsen: Ist es Zeit für einen Säxit? Ein Kommentar von Stefan Schirmer
http://www.zeit.de/2015/34/sachsen-austritt-bundesrepublik-rechtsextremismus-pegida
Die Antwort kam auch prompt:
http://www.huffingtonpost.de/sabrin...rt-sachsen-_b_8021792.html?utm_hp_ref=germany
Ohne Zweifel ist der Rechtsradikalismus im Osten extremer, öffentlicher, realer.....das wird hier keiner ernsthaft bestreiten. Ebenso...und das ist das, was gerne ausgelassen wird.....ist der Linksextremismus extremer, öffentlicher, realer! Die ostdeutsche Demokratie ist eine junge und insofern noch nicht so abgeschliffen wie die westliche. Schauen wir in den Westen nach 25 Jahren Demokratie und wir sehen die NPD in sieben Landtagen. Wir sehen RAF und SPK etc. pp. Unter den Talaren den Muff von tausend Jahren. Der Osten ist wilder, aber, meines Erachtens, mehr links als rechts!
Naja, Rechtsradikalismus mit Linksextremismus zu relativieren, macht es auch nicht besser.