Wehleidiges Kind oder eiskalte Rabenmama?

AW: Wehleidiges Kind oder eiskalte Rabenmama?

Arbeite als Erzieherin, habe im Heim, in der KitA und in der Kinderpsychiatrie gearbeitet. Sage das nur, weil ich vielleicht zu pädagogisch rüberkomme.
Mein Bauch sagt mir, Dein Sohn testet aus. Für den Fall das.. . Vielleicht hat er eine Situation ( Fehrnseher, Gesprächsfetzen, Buch ) etwas erlebt, was ihm Angst macht, oder von dem er nich genau weiß, was es ist. Und er überprüft, wie die Reaktion ist. Wichtig: Ganz klar hat jede Mama ein Bauchgefühl, und im Prinzip weiß man ob die Kleinen echt was haben oder gerade " testen"
Lg Susan
 
AW: Wehleidiges Kind oder eiskalte Rabenmama?

Aha. Zufällig steht morgen eine Deutsch-Arbeit auf dem Programm, es geht um Gedichte.
Gedichte sind doof, findet das Kind. Aber der von Mama vermutete Zusammenhang zu seinem schweren Leiden ist geradezu beleidigend. Ehrabschneidend. Kind schmollt. Pause.

Liebe Anouk,

bei mir war es als Kind eher die Mathearbeit, von der ich Bauchweh und "hohes Fieber" bekam. Und natürlich wollte ich auch Mamas Aufmerksamkeit. Sie sollte mir zeigen, wie lieb sie mich hat, jetzt, wo ich doch "sterbenskrank" im Bett lag. Es ist eben einfach schön, von einer sich sorgenden, liebenden Mama getröstet und verwöhnt zu werden !
(Bei ner "Rabenmutter" würde man sich so was ja eher verkneifen...)

Leider ist aus mir aber trotzdem keine Schauspielerin geworden.
Und heute hab ich das schauspielen auch eher verlernt...
Weiss auch nicht, ob mir das in meinem Alter noch jemand abnehmen würde?
Tja, die Zeiten, wo man bei jedem Wehwehchen getröstet und verwöhnt wurde, sind eben leider Geschichte.

Irgendwie gönn ich das deinem Kleinen auch ein bisschen! :razz:
Auch wenn er mal flunkert...
 
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Das würde ich auch mal gern wissen ?? :smile:

Na Anouk, kommt da noch eine Fortsetzung? Oder tut heut was anderes weh?
 
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Ich würde sagen, diese Versuche mich um irgendwelche ungeliebten Arbeiten drücken zu müssen oder sei es der allgemeine Schulbesuch..... kenn ich irgendwoher :oops: :mrgreen:
 
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Bei diesem Thema merke ich, wie sehr ich von meiner eiskalten Rabenmama geprägt bin. In die Schule? Aber immer, und wenn der Kopf unter den Arm genommen werden muss. Und genauso mache ich das heute wohl auch. Der Gedanke, mein Sohn könnte zu krank sein, um in die Schule zu gehen, ist mir bisher noch nicht gekommen. Vor ein paar Wochen kam er allerdings seiner Banknachbarin. "So ein krankes Kind wie ihn könnte die Mama doch nicht in die Schule schicken" habe sie gesagt, gab mein Kleiner beim Abendessen zum besten. Meine Diagnose war: Rotznase, eher leichter Fall. Aber seitdem frage ich mich: War das einfach nur erzählt oder besonders raffiniert (aber leider trotzdem erfolglos) ausgedacht?
 
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Ich war als Kind chronisch krank :smile:
 
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Hi,

hier das Update: Kind sprang erstaunlich beweglich gegen 6.10 Uhr aus dem Bett und hatte sich mit seinem Schicksal (Deutsch-Arbeit!) abgefunden. Knöchel großflächig bläulich gefärbt, ziemlich geschwollen, aber es könnte erheblich schlimmer sein. Mama durchkramte hastig die Medizin-Kiste, kein Elastik-Verband vorhanden, also ab die Post (mit Wauwi an der Leine) Richtung gerade noch Notdienst habende Apotheke. Es war 20 vor 7, die Apotheke lag an der nächsten Ecke, die übernächtigt wirkende Angestellte bedauerte: leider-keine-Elastik-Binde-vorhanden-aber-wir können-bestellen.
Ach, danke, aber nein.
Punkt acht Uhr öffnete die 2. Apotheke regulär. Die Mathe-Stunde ging darüber den Bach runter. Kind wurde danach mit Heparin-Salbe und sorgsam bandagiert zur 2. Stunde kutschiert. Bis dahin glaubte ich noch an eine ernstzunehmende, stumpfe Verletzung.
Nix da!, kaum dem Auto entronnen (in die Klasse begleitet werden wollte er nicht, völlig uncool!), rannte er mit Stützverband versehen im Eiltempo Richtung Schuleingang.

Grrrr!, dachte ich bloß, Du Früchtchen!!

ps Deutsch lief wohl so lala. Halb gut, halb schlecht. :?

pps Wir waren nicht beim Arzt. Ich glaube, das ist unnötig. Der Knöchel hat was mitgekriegt, schon klar, aber die Schwellung ist dezent, der Bluterguss auch - aber weitaus dezenter als in vergleichbaren Fällen. Die Heparin-Salbe tut ihr übrigens. Und Söhnchens frühmorgendlicher Kommentar, ich möge über seinem Bett einen Haken in die Decke schrauben, um einen Flaschenzug daran zu befestigen, damit er sein Bein krankenhausmäßg daran aufhängen könne, war seit dem Nachmittag völlig vergessen.. :)

Stattdessen nervte er mit dem Wunsch, künftig auch noch Handball zu spielen. Es kann nicht so dramatisch sein.. :)
 
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:biggrin: :biggrin: :biggrin: sauberes früchten, dass da im eiltempo läuft, anouk!!!!
ach, und ich war früher schlimmer als manche jungs, alles erklettern, alles ausprobieren, und immer wieder blutverschrammt nach hause! geschadet hats mir nicht, obwohl meinen mama bestimmt auch immer kurz vor dem herzanfallstand!!!
 
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Ja, so sind die Kids mit ihren kleinen Tricks.
Mich haben meine Eltern auch immer in die Schule geschickt, es seit denn, ich hatte echt was schlimmeres mit Fieber, etc. Aber das ist ja dann sowieso klar, denn sonst würde man ja die anderen anstecken.
Allerdings haben es mir meine Eltern immer einigermaßen freigestellt wie schlecht es mir geht. Das heisst, wenn ich sagte ich kann nicht in die Schule gehen meinten sie nur: Okay, musst du wissen, aber denk an die sicher schwierigere Nachholklausur. Aber sie haben mich auch mal blau machen lassen, wenn sie wussten ich konnte es nicht. Das Gute daran ist, dass ich selbst gemerkt habe, dass es nichts bringt. Und der Druck meiner Eltern schulisch Hochleistungen zu bringen war nicht so groß. Dadurch habe ich für mich aber enorm gepaukt und gemerkt, wie sehr sie mich eben für gute Leistungen loben. Also ich fand das sehr gelungen. Wundert mich eigentlich heute noch, denn meine Eltern sind an sich seeehr streng gewesen.
 
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