AW: Weichei
Tja, so ist es nun mal: die Frauen sollen Kinder kriegen, jahrelang stillen, Nachtdienste schieben für weniger Geld als die Männer, die allein dann die vernünftigen Dienstpläne zu erstellen imstande sind
nein, Du auch hast mich missverstanden:
ein Grossteil der Ärzte, und darunter ganz speziell Frauen, arbeitet für
Institutionen: Uni-Kliniken, Krankenhäuser, andere Kliniken, Arbeitsmedizin, Gerichtsmedizin, usw.
da fallen, in den wichtigsten Institutionen, nur 1/3 der Stunden in der dankbaren Zeit von 8 bis 17 Uhr an! Der Rest ist Schichtdienst, und oft genug sind die anfallenden Arbeiten völlig unaufschiebbar und sogar erschwert (Beispiel von Erschwernis, ist nicht konstruiert, ist so bei Carnaval am Rhein, Oktoberfest in München usw. fast jeden Tag: wenn ein Trunkbold um 2 Uhr morgen in der Ambulanz mit einer aus dem Augenloch heraushängenden Auge nach Unfall oder Prügelei angeliefert wird, kotzt er oft zuerst den ganzen Raum voll. Nur in der Ambulanz gibt es nachts kein Putzpersonal sondern nur einen Arzt, das Mädchen für alles. Um den nächsten Patienten würdevoll genug behandeln zu können, muss der Arzt zuerst putzen, anstatt seine Arbeit tun, behandeln! auch mögen die Frauen, und das ist legitim, nicht so sehr diese unbequemen Nachtskandidaten, die zum Teil unter Drogeneinfluss unberechenbar und aggressiv werden!)
also sind die Frauen bald satt, diese Nachtdienste zu machen. ihre Kinder vermissen sie. ihre Ehepartner auch.
wenn man nur noch 20 % männlicher Ärzte wegen der kritischen Auswirkung des NC's hat, wird es, gleich wer sie ausarbeitet, immer mehr qualifizierte Kräfte, und man behandelt unter dramatischen Verhältnissen...
Du musst auch bedenken, dass gerade die männliche Ärzte sich eher niederlassen, und nicht mehr in obigen Institutionen nach einer gewissen Zeit verfügbar sind, weil im Ein-Mann-Unternehmen einer Arztpraxis die Ärztin nunmal dicke Probleme hat, wenn sie Wochen (Wochenbett, oder verordnetes Liegen vor der Entbindung, oder Erkrankung und Schicksalsschläge bei den eigenen Angehörigen, usw.) lang in ihrem Unternehmen ausfällt (es genüg nicht einen Messingschild und 4 Dübel 4 Schrauben zu kaufen: eine moderne Praxis zu kaufen, kostet enorm viel Geld, wofür man sich sehr schwer verschulden muss, wenn Papa nicht Millionär ist)! Eine angestellte Arbeitnehmerin dagegen kann sogar alle soziale Leistungen aus den Tarifvereinbarungen beanspruchen. Für die Institutionen bedeutet oft Ausfallzeit.
die Kinder einer Ärztin sind daher arm dran, wenn die Mutter voll arbeitet. und die Partner der Ärztin auch: im Krankenhaus Schichtdienst und Sachzwänge, in der eigenen Praxis Krankenbesuche manchmal dann, wenn die anderen Feierabend machen, sie sehen ihre Partnerin kaum. am besten haben sie genauso viel Arbeit wie sie, dann leiden nur die Kinder :roll: ...
wenn die Ärztin eine Teilzeitarbeit findet, fehlt der Gesellschaft dauernd eine halbe Ärztin und es werden nicht genug ausgebildet (enorm zu viele Lehrer, nicht genug Ärzte)!
deshalb ist diese NC-Regelung und sind diese Gleichberechtigungsansprüche manchmal schädlich für ein harmonisches Funktionieren der Gesellschaft

...
dadurch flüchten viele männliche Jungärzte weg ins Ausland (England, Schweiz, USA...), wo sie Goldbrücken erwarten, und oft viel bessere Arbeitsbedingungen (Ski-Unfälle nachts sind nicht so häufig usw.). der negativ wirkende Schneebald-Effekt nimmt zu: der Mangel beschleunigt sich systembedingt!