Wieder Ärger mit den Kollegen...

habe ich das jetzt richtig verstanden, dass du nur wegen dieser seltenen Briefe jeden nachmittag da aufschlagen sollst?

Ja !!

Nur für die Telefonzentrale wäre Nachmittags sowieso jemand da, nämlich die Dame aus der Personalabteilung, aber wenn ICH mal nicht da bin, soll immer NOCH jemand da sein, der Briefe schreiben kann, und das kann sie eben nicht und muß es auch nicht lernen. Sie wird 60 und da muß das eben nicht mehr sein, meint sie selber und Kumpel Junior-Chef meint das dummerweise auch. Das einzige was sie am PC kann, ist ihre Lohnabrechnung und sonst hat sie weder jemals was von Word oder Office gehört.

Nochmal zur Erklärung:

ICH (Rechnungsabteilung) arbeite NUR Nachmittags, 12.30 bis 16.30 Uhr
Kollegin, die mich vertreten sollte, arbeitet von 7 bis 12 Uhr
Kollegin, die mit dem Nervenzusammenbruch :O) die Junior nicht will, von 9 bis 13 Uhr
Kollegin Personalabteilung von 9 - 16.30 Uhr.
Polen + Ukranine (Angebote + Zeichnerin) sind die einzigen Vollzeiter von 7 bis 16.30Uhr, aber die fallen ja als Vertretung weg...
 
Gibt es keine Möglichkeit, den Senior auf Deine Seite zu ziehen und mit ihm das Gespräch zu suchen? Gesichtet wird er doch noch im Betrieb?

Leider eher nein. Seit er nicht mehr kann, hat der Junior bei allem das letzte Wort.

Da er meine Kollegin, die mich eben Nachmittags nicht vertreten will, eh schon auf dem Kicker hat, will ich eigentlich nicht, dass es da so ein großes Trara gibt und sie nachher noch wegen mir rausfliegt.
 
Ich würde folgendermaßen vorgehen:

1) Überlegen, ob jemand als Verbündete(r) für dich in Frage kommt

2) Noch mal zum Chef gehen, mit der schriftlichen Vereinbarung, höflich darum bitten, dass er mit dir und den Kolleginnen gemeinsam eine Lösung, die allen, aber vor allem auch dir, gerecht wird. Darauf hinweisen, dass du seit 23 Jahren da arbeitest, was du schon alles für den Laden getan hast usw.
- Keinen neuen Schnellschuss zulassen, sondern einen Termin vereinbaren, bis zu dem er sich was überlegen soll.

wenn das zu nichts führt
3) ihm vorschlagen, die beiden Nachmittage ohne Tausch auf vormittags zu verlegen und die Briefe von zu Hause aus zu schreiben. Dabei solltest du ihm genau erklären können, dass und wie das funktioniert.

Bleibt das ohne Erfolg
4) tu das, was der Doc vorgeschlagen hat.

Außerdem solltest du trotzdem mit dem Betriebsrat sprechen, auch wenn der blöd ist. Ihm deine Situation schildern und um Hilfe bitten. Und wenn´s nur ist, damit der sich nicht übergangen fühlt und von der Seite schießt. Aber bloß nicht erzählen, was du selbst unternehmen willst.
 
wenn das zu nichts führt
3) ihm vorschlagen, die beiden Nachmittage ohne Tausch auf vormittags zu verlegen und die Briefe von zu Hause aus zu schreiben. Dabei solltest du ihm genau erklären können, dass und wie das funktioniert.



Das wäre auch meine Idee gewesen, nach dem Vorschlag zum Gespräch mit dem Senior.
Es könnte ja vielleicht auch generell darüber diskutiert werden, ob und welchen Teil der Arbeit Sabine als Homeoffice machen kann. In der Firma meiner Mutter gab es so einen Fall. Die Frau hat Präsenzzeiten im Büro und erledigt den Rest der Arbeit als Homeoffice. Klappt wunderbar seit ein paar Jahren.
 
Das wäre auch meine Idee gewesen, nach dem Vorschlag zum Gespräch mit dem Senior.
Es könnte ja vielleicht auch generell darüber diskutiert werden, ob und welchen Teil der Arbeit Sabine als Homeoffice machen kann. In der Firma meiner Mutter gab es so einen Fall. Die Frau hat Präsenzzeiten im Büro und erledigt den Rest der Arbeit als Homeoffice. Klappt wunderbar seit ein paar Jahren.

Klar könnte man. Aber das alles setzt Wohlwollen beim Chef voraus und das sehe ich nicht. Sabines Chef will einfach, dass sie weiter funktioniert, ohne das er aktiv werden muss.
 
Klar könnte man. Aber das alles setzt Wohlwollen beim Chef voraus und das sehe ich nicht. Sabines Chef will einfach, dass sie weiter funktioniert, ohne das er aktiv werden muss.

So ist es leider.

Homeoffice ist´ne Idee. Da müßte ich allerdings sämtliche Baustellen-Daten, wie Auftraggeber, Adresse, E-Mail, Auftragsdaten, Aktenzeichen etc. pp. auch zu Hause haben. Aber das sollte eigentlich, wenn ich so länger darüber nachdenke, kein Problem sein. Vor allem, da sowas im halben Jahr vielleicht 3 Mal vorkommt...

Muß ich mir tatsächlich mal genau überlegen, wie sowas zu händeln ist.

Danke schon mal für alle Eure Vorschläge und Anregungen !!
 
Sabine , bei jeden Deiner Threads hat es den Anschein, dass Dein Chef Dich loswerden will. Wahrscheinlich hat er Schiss vor der Abfindung, die vielleicht mal irgendwann fällig wird.
Ich würde an Deiner Stelle niemals an Kündigung denken! Mach ihm selbst das Leben schwer mit Docs Unterstützung und falls er mal irgendwann entnervt kündigt, hast Du alle Zeit der Welt Dir was neues zu suchen.
Mach alles schriftlich fest, Terminbitte an ihn, berufen auf die Aussage des Seniorchefs usw
 
Sabine , bei jeden Deiner Threads hat es den Anschein, dass Dein Chef Dich loswerden will...

Das hat nicht nur den Anschein, dass will er schon seit ich damals schwanger geworden bin :eek:

Keiner der Kolleginnen hat kleine Kinder. 2 haben gar keine, bei den anderen 3 waren die schon groß, als sie hier anfingen. Ich bin die einzige mit Kindergarten- bzw. bald Schul-Kind.

Kurze Meldung über den aktuellen Stand, der noch keiner ist:

Heute habe ich die Kollegin wiedergesehen, die vom Junior von vorne herein ausgeschlossen wurde von der Nachmittagsvertretung, weil sie angeblich mit dem Diktiergerät nicht umgehen könnte und auch sonst (angeblich) nervlich etwas angeschlagen wäre.

Sie hat wohl heute morgen schon davon gehört, dass wir schon über andere Zeiten gesprochen haben letzte Woche und mich angesprochen, als ich dann Mittags kam. Ich habe gemeint, sie brächte sich keine Sorgen machen, sie bräuchte die Vertretung nicht zu übernehmen. Ich habe allerdings nur gesagt, dass der Junior meint, sie kann das Diktiergerät nicht bedienen, von den Nerven habe ich nichts erwähnt.
Jedenfalls war sie total pikiert, dass der Junior ihr das nicht zutraut. Sie meint, sie würde gerne den Dienst für mich übernehmen an 2 Nachmittagen und außerdem hätte sie schon öfter am Diktiergerät geübt und außerdem kann man das ja auch lernen! (Meine Worte)

So, nun müssen wir das nur noch dem Junior verklickern, der heute wohl aber nicht mehr ins Büro kommt. Der kann ja wohl nicht NEIN sagen, wenn meine Kollegin sich extra als meine Vertretung anbietet ??? Aber möglich ist bei dem natürlich alles...
 
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