Wo ist das Paradies?

F

~FiNi~

Guest
AW: Wo ist das Paradies?

ne ganze zeit lang war es in der türkei...und das wird auch das land sein, in das ich gehe..vorerst..

ob sich das nochmal im leben ändert?..möglich..

was ist denn an deutschland noch paradisisch?..ausser unserer vermeindlichen freiheit..

hier leben ca 80 millionen menschen nebeneinander her..jeder macht sein ding, in erster linie arbeiten..
es gibt kein miteinander mehr, keine guten familienstrukturen..
nur noch stress, hektik, einheitsgrau.


ich wäre nicht zurückgegangen, hätte ich in der türkei eine anständige arbeitserlaubnis bekommen können...an arbeit hat es da jedenfalls nicht gemangelt für mich..
 
F

~FiNi~

Guest
AW: Wo ist das Paradies?

ausserdem wäre das paradies....wenn jeder mensch ohne grenzen überall hingehen könnte...
das wäre paradisisch und nicht alle kilometer irgendwelche grenzen von und für menschen..
 
P

Pit 63

Guest
AW: Wo ist das Paradies?

mein Problem ist nun zu verstehen, warum so viele über das soziale / politische System in DE meckern ... aber keine echte Alternativen nennen können ... d.h. sie nennen keine Länder, in denen definitiv ALLES besser ist ... und sie ergreifen auch keine politischen Aktivitäten um das ihrer Ansicht nach marode System zu ändern ....

WAS ALSO WOLLEN DIESE LEUTE ???? .......
Im Hinblick auf die persönliche Freiheit und die soziale Sicherheit bietet Deutschland im internationalen Vergleich nach wie vor höchsten Standard. Die Frage ist deshalb mehr als nachvollziehbar.

Ich würde zwischen zwei Typen bzw. Motivationslagen unterscheiden, die sich häufig auch überschneiden und einen Mischtypus bzw. eine Schnittmenge bilden.

Zum einen ist da der Pessimist, der aufgrund seiner persönlichen Prägung/Konditionierung nur das negative wahrnimmt. Dieser Typus ist persönlich frustriert und agiert seine innere Negativität aus, indem er sie permanent nach aussen projiziert. Er nimmt in der Folge im Aussen nur das Negative wahr. Das Prinzip der Resonanz führt dazu, dass seine innere Negativität stets die Entsprechung im Äusseren sucht.
Der Pessimist hat ein ausgeprägtes Mangelbewusstsein, ist verbittert, fühlt sich ohnmächtig, der Ungerechtigkeit des Lebens ausgeliefert und ist deshalb insgesamt mehr oder weniger schlecht drauf. Bei den anderen Menschen bzw. in der Welt, in der er lebt, sucht er permanent vermeintlich objektive Begründungen dafür, dass sein persönliches Leben oder das Leben an sich so miserabel ist.

Zum anderen gibt es den "Prediger".
Dieser Typus definiert sich über seine weltanschauliche Überzeugung, den Glauben an einen Gott oder eine politische Ideologie.
Der Prediger predigt so gerne, weil er das Bedürfnis hat, andere abzuwerten um sich selbst aufzuwerten. Die Selbstaufwertung durch Fremdabwertung ist bei ihm mehr oder weniger identitätsstiftend. Deshalb pflegt der Prediger auch permanent seine Feindbilder- und die Feinde müssen zahlreich sein, sonst funktioniert es nicht.
Dem Prediger geht es um Selbstdarstellung und Selbstwertgefühl, um die Bedeutung der eigenen Person für die Welt. Der Prediger liebt das Gefühl, auf der Kanzel zu stehen und andere zu verurteilen. Es braucht das Gefühl, mit dem Finger auf die Schlechtigkeit der unter ihm stehenden Menschen zu zeigen. Deshalb empört er sich, prangert an, kritisiert und moralisiert. Sein Lebenszweck scheint darin zu bestehen, all den vermeintlich bösen Menschen und ihren schlechten Taten ununerbrochen den Spiegel vorzuhalten.

Ein Paradies sehe ich übrigens nirgendwo, nur die Wunschvorstellung, besseres Wetter zu haben, weniger arbeiten zu müssen und in der Folge einfach positiver und entspannter zu leben.

 

fritztotila

Active Member
AW: Wo ist das Paradies?

Wo ist das Paradies??? Im Himmel
ach so..... hier unten

Italien wäre nicht schlecht, Rechtsstaat und Sozialsystem mit unserem vergeleichbar, Klima besser
 

Majnomon

Well-Known Member
AW: Wo ist das Paradies?

Berlin ist mein Arkadien! Die geilste Stadt der Welt. THIS ist paradise! Nirgendwo sonst will ich leben. Weder in Istanbul, Rom, Paris, London, was auch immer.



Allerdings träume ich von einer kleinen Mittelmeerzuflucht, gerne in der Türkei, einem Ort, den ich regelmäßig besuchen würde, im späten Herbst oder Winter.

Wobei für den Winter die Türkei eigentlich nicht südlich genug ist.
 

Strassenhund

Well-Known Member
AW: Wo ist das Paradies?

Ich finde den Text im Grunde ganz gut, erlaube mir jedoch ein paar Anmerkungen zu machen:

Ich würde zwischen zwei Typen bzw. Motivationslagen unterscheiden, die sich häufig auch überschneiden und einen Mischtypus bzw. eine Schnittmenge bilden.

Die zwei Typen, von denen hier die Rede ist existieren nicht, denn es gibt weder den Optimist, oder den Pessimist, sondern Milliarden facettenreicher Individuen, bei denen zugegeben häufig eine Tendenz oder Grundstimmung festzustellen ist. Dies meinst Du vermutlich mit Mischtypus, oder Schnittmenge?

Wenn Du nun die beiden Enden der Skala, als Beispiel, hernimmst, beschreibst Du ein Idealbild oder Horrosszenario. Dabei stört mich das totalitäre Schwarz-Weiss-Bild, wie ich nachfolgend mit den Fett-Markierungen hervorheben möchte.

Zum einen ist da der Pessimist, der aufgrund seiner persönlichen Prägung/Konditionierung nur das negative wahrnimmt. Dieser Typus ist persönlich frustriert und agiert seine innere Negativität aus, indem er sie permanent nach aussen projiziert. Er nimmt in der Folge im Aussen nur das Negative wahr. Das Prinzip der Resonanz führt dazu, dass seine innere Negativität stets die Entsprechung im Äusseren sucht.

Solche Entsprechungen finden wir ebenfalls in Buchreligionen und diese sind für die Kriegstreiberei auf diesem Planeten mitverantwortlich. Solange wir in Dualitäten denken ist das Paradies in weiter Ferne, würde ich mal einfach so aus dem Handgelenk behaupten. :)

Der Pessimist hat ein ausgeprägtes Mangelbewusstsein, ist verbittert, fühlt sich ohnmächtig, der Ungerechtigkeit des Lebens ausgeliefert und ist deshalb insgesamt mehr oder weniger schlecht drauf. Bei den anderen Menschen bzw. in der Welt, in der er lebt, sucht er permanent vermeintlich objektive Begründungen dafür, dass sein persönliches Leben oder das Leben an sich so miserabel ist.

Ich schätze, dass selbst Dieter Nuhr gelegentlich optimistisch ist :)

Zum anderen gibt es den "Prediger".
Dieser Typus definiert sich über seine weltanschauliche Überzeugung, den Glauben an einen Gott oder eine politische Ideologie.
Der Prediger predigt so gerne, weil er das Bedürfnis hat, andere abzuwerten um sich selbst aufzuwerten. Die Selbstaufwertung durch Fremdabwertung ist bei ihm mehr oder weniger identitätsstiftend. Deshalb pflegt der Prediger auch permanent seine Feindbilder- und die Feinde müssen zahlreich sein, sonst funktioniert es nicht.
Dem Prediger geht es um Selbstdarstellung und Selbstwertgefühl, um die Bedeutung der eigenen Person für die Welt. Der Prediger liebt das Gefühl, auf der Kanzel zu stehen und andere zu verurteilen. Es braucht das Gefühl, mit dem Finger auf die Schlechtigkeit der unter ihm stehenden Menschen zu zeigen. Deshalb empört er sich, prangert an, kritisiert und moralisiert. Sein Lebenszweck scheint darin zu bestehen, all den vermeintlich bösen Menschen und ihren schlechten Taten ununerbrochen den Spiegel vorzuhalten.

Die Prediger hast Du ganz toll beschrieben. Chapeau! ich würde mich zu letzteren zählen, wobei ich mich in den letzten Jahren immer mehr um praktische Dinge kümmere.

Ein Paradies sehe ich übrigens nirgendwo, nur die Wunschvorstellung, besseres Wetter zu haben, weniger arbeiten zu müssen und in der Folge einfach positiver und entspannter zu leben.

Im letzten Absatz bin ich jedoch gar nicht mit Dir. Ich sehe das Paradies ÜBERALL und zwar, weil ich die vielen Nuancen und Facetten des Lebens akzeptiere und nicht mehr be- oder verurteile. Weil ich nicht mehr für jede Frage eine Schublade öffne und weil ich mich traue über all meine Unzulänglichkeiten zu lachen.

Nicht immer, aber immer öfter ;-)
 

alterali

Well-Known Member
AW: Wo ist das Paradies?

Berlin ist mein Arkadien! Die geilste Stadt der Welt. THIS ist paradise! Nirgendwo sonst will ich leben. Weder in Istanbul, Rom, Paris, London, was auch immer.



Allerdings träume ich von einer kleinen Mittelmeerzuflucht, gerne in der Türkei, einem Ort, den ich regelmäßig besuchen würde, im späten Herbst oder Winter.

Wobei für den Winter die Türkei eigentlich nicht südlich genug ist.

Ein Paradies, von dem man eine Auszeit nimmt?
 
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Pit 63

Guest
AW: Wo ist das Paradies?

Ich finde den Text im Grunde ganz gut, erlaube mir jedoch ein paar Anmerkungen zu machen:



Die zwei Typen, von denen hier die Rede ist existieren nicht, denn es gibt weder den Optimist, oder den Pessimist, sondern Milliarden facettenreicher Individuen, bei denen zugegeben häufig eine Tendenz oder Grundstimmung festzustellen ist. Dies meinst Du vermutlich mit Mischtypus, oder Schnittmenge?

Wenn Du nun die beiden Enden der Skala, als Beispiel, hernimmst, beschreibst Du ein Idealbild oder Horrosszenario. Dabei stört mich das totalitäre Schwarz-Weiss-Bild, wie ich nachfolgend mit den Fett-Markierungen hervorheben möchte.

Solche Entsprechungen finden wir ebenfalls in Buchreligionen und diese sind für die Kriegstreiberei auf diesem Planeten mitverantwortlich. Solange wir in Dualitäten denken ist das Paradies in weiter Ferne, würde ich mal einfach so aus dem Handgelenk behaupten. :)

Die Prediger hast Du ganz toll beschrieben. Chapeau! ich würde mich zu letzteren zählen, wobei ich mich in den letzten Jahren immer mehr um praktische Dinge kümmere.

Im letzten Absatz bin ich jedoch gar nicht mit Dir. Ich sehe das Paradies ÜBERALL und zwar, weil ich die vielen Nuancen und Facetten des Lebens akzeptiere und nicht mehr be- oder verurteile. Weil ich nicht mehr für jede Frage eine Schublade öffne und weil ich mich traue über all meine Unzulänglichkeiten zu lachen.

Keine Widerspruch, an keiner Stelle des Zitierten, auch nicht im Hinblick auf den letzten Absatz.
Ich erlaube mir daher, Deine Ausführungen als weiterführende Ergänzung bzw. Erläuterung zu betrachten.
 
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