AW: "Alevita", was ist das?
Was für ein gigantischer Blödsinn. Wenn für euch Hasret Ali Keremullahi Vecce so wichtig ist wieso folgt ihr nicht ihm?
Sie hat es verstanden.
Ali, Du hast keine Ahnung von der Materie:
"Sayyid" ist der Titel, den in der islamischen Kultur die Nachfahren von Hassan (r.a) tragen, dem Enkel unseres Propheten (s.a.w.s), Sohn seiner Tochter Fatima (r.a). In früheren Zeiten wurden auch die Nachfahren von Hussein (r.a), dem anderen Enkel des Propheten (s.a.w.s), als Sayyiden tituliert. Später jedoch wurden diese als Scharifen bezeichnet. Heute ist diese Unterscheidung verschwunden. Die Linien beider gesegneter Enkel des Propheten (s.a.w.s) werden in der muslimischen Welt als Sayyiden bezeichnet.
Das arabische Wort "Sayyid" entspricht dem deutschen "Herr", "Oberhaupt" oder "Führer". In den Hadithen wird der Begriff benutzt im Sinne von "Stammeshäuptling" oder auch "herausragendes Mitglied einer Gemeinschaft".
Sayyiden werden in manchen islamischen Ländern auch als "Habib", "Emir" oder "Mir" bezeichnet. Den großen Islamgelehrten Imam al-Bukhari und al-Tirmidhi zufolge wurde dieser Titel zuerst vom Propheten (s.a.w.s) selbst verwendet und zwar für Hassan (r.a). Rasul al-Akram sagt, daß, als der Prophet (s.a.w.s) eines Tages auf der Kanzel saß, er in den Reihen der Menge auf Hassan (r.a) zeigte und dabei sprach:
"Dieser meiner Enkel ist ein Sayyid. Wir wollen hoffen, daß Allah durch ihn Frieden stiftet zwischen zwei muslimischen Gemeinschaften". (al-Bukhari, Sulh, 9; Fada’il al-Ashab, 22; Tirmidhi, Manaqib, 31)
In einem weiteren Hadith sagte unser Prophet (s.a.w.s): "Hassan und Hussein sind die beiden Sayyiden der jungen Menschen des Paradieses". (Tirmidhi, Manasik, 31)
Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) verkündete außerdem die frohe Botschaft, daß der gesegnete Mahdi, der in der Endzeit kommen und von allen Muslimen freudig erwartet wird, ebenfalls von ihm abstamme:
"Wir sind die Sayyiden des Volkes des Paradieses, der Söhne von Abd al-Muttalib. Ich, Hamza, Ali, Jaffar, Hassan, Hussein, und der Mahdi." (Ibn Majah, 34)
Die Muslime haben die Zuneigung und die Liebe, die sie für den Propheten (s.a.w.s) empfinden, immer auch auf die Sayyiden ausgedehnt. Aufgrund ihrer tiefen Liebe für die Familie des Propheten (s.a.w.s) haben die Muslime die Nachkommen seiner Enkelkinder immer sehr hoch geschätzt. Die Sayyiden genossen eine privilegierte Behandlung in fast allen islamischen Ländern, und man räumte ihnen verschiedene Vorteile und Sonderrechte ein.
Der offensichtlichste Ausdruck dessen waren die in früheren Zeiten vorhanden gewesenen besonderen Institutionen, die sich mit den Angelegenheiten der Sayyiden befaßten, und die Tatsache, daß das Oberhaupt dieser Institutionen (der Naqib al-Ashraf) einen der höchsten Ränge innehatte.
Im Zeitalter der vier rechtgeleiteten Kalifen reisten die Muslime weit umher, um die Botschaft der islamischen Morallehre zu verbreiten. Diese Missionsreisen wurden zu Zeiten Omars (r.a) und Uthmans (r.a) erheblich ausgeweitet. Viele Sayyiden befanden sich unter denen, die sich aufmachten, der Menschheit die moralischen Werte des Quran zu vermitteln. Im allgemeinen ließen sie sich in den Ländern nieder, in die sie reisten, und vermischten sich mit der örtlichen Bevölkerung. Wie viele anderen muslimischen Emigranten verließ jedoch die große Mehrheit der Sayyiden Arabien wegen des harten Regimes der Omayyaden, die nach der Zeit der vier rechtgeleiteten Kalifen die Macht an sich gerissen hatten.
Nach dem Martyrium von Hassan (r.a) und Hussein (r.a) wurde die Auswanderungsbewegung noch stärker und man erreichte die Grenzen des islamischen Staates jener Zeit: Den Maghreb (Marokko), den Kaukasus, Transoxianien, Khurasan, Tabaristan, und den Jemen. Dank dieser Migrationsbewegung wurden zahlreiche Dynastien begründet, wie die Idrisiden in Marokko, die Süleymanen im Jemen und die Zaydis im Iran.
Viele Sayyiden ließen sich in den mongolischen und den Turk-Gebieten nieder und verschmolzen mit der lokalen Bevölkerung. Manchmal nahmen sie ihre Plätze unter den Gründern neuer Staaten ein, wie in der Nogay Dynastie im Kaukasus.
Als einziger Erbe des osmanischen Reiches ist der größte türkische islamische Staat, die Türkei, ein Land, in dem sich zahlreiche Sayyiden niedergelassen haben. Sie leben heute hauptsächlich in Ankara, Siirt, Sanliurfa, Erzurum, Elazig, Erzincan, Adana, und Igdir. Die meisten von ihnen kamen im Zuge der ersten Einwanderungen von Sayyiden nach Anatolien. Doch die Einwanderungsbewegung auf türkischen Boden ging weiter. Besonders während des osmanisch-russischen Krieges und des russisch-kaukasischen Krieges verließen viele kaukasische Sayyiden ihre Heimat und siedelten in Zentral-Anatolien.
Im türkischen islamischen Staat waren Soldaten die respektiertesten, angesehensten und prominentesten Mitglieder der Gesellschaft. Für Staatsbedienstete und die Öffentlichkeit waren die Sayyiden Mitglieder der militärischen Klasse und genossen hohe Wertschätzung. Der Staat befreite sie von allen Steuern und Abgaben und gewährte ihnen Pensionen, damit ihr finanzieller Staus gesichert war.
Gelegentlich verstießen die lokalen Behörden gegen diese Rechte und versuchten, Steuern von Sayyiden und Scharifen zu erheben. Doch die Zentralregierung verhinderte dies. Zahlreiche Dekrete der Sultane ordneten an, daß die Nachkommen des Propheten (s.a.w.s) nicht schlecht behandelt werden durften, sondern man ihnen höchsten Respekt entgegen zu bringen habe. Viele osmanische Historiker wie Evliya Celebi, stellen fest, daß die Sayyiden im allgemeinen bescheiden waren und moralischen Werten folgten, die sie ihren Status nur zögerlich bekannt machen ließen. Im Lauf der Zeit tauchten jedoch auch Menschen auf, die aus dem Sayyiden-Status Kapital schlagen wollten.
Als die Zahl falscher Sayyiden ("Mutasayyid") stieg, ergriff das Osmanische Reich Schritte, um das starke Sinken des Steueraufkommens zu stoppen und den Status des Sayyiden zu schützen. Jeder, der behauptete, Sayyid zu sein, wurde genauestens befragt. Eine Behörde, die Naqib al-Ashraf, wurde eingerichtet, Abstammungsnachweise und Genealogie der Sayyiden und Scharifen aufzuzeichnen und zu bewahren. Dies geschah während der Regierung von Sultan Celebi Mehmet. Der Sultan Mehmet der Eroberer löste die Behörde wieder auf, und sie wurde unter Sultan Beyazid II erneut eingerichtet.
Besondere Ermittlungsbeamte, die "Naib" (abgeleitet von Naqib al-Ashraf, der in Istanbul lebte und als Oberhaupt der Sayyiden angesehen wurde) wurden ernennt und in die Provinzen geschickt, um falsche Sayyiden zu enttarnen.
Diese Beamte führten Untersuchungsaufzeichnungen, die auf existierenden Beweisen für den Sayyiden-Status basierten. Anhand dieser Aufzeichnungen war es für die Zentralbehörde ein leichtes, festzustellen, ob jemand, der behauptete, Sayyid zu sein, ein Betrüger war oder nicht. Der Chef dieser Institution, der Naqib al-Ashraf, spielte eine wesentliche Rolle am osmanischen Hof.
Bestieg ein neuer Sultan den Thron, so war dieser Beamte der erste, der ihm seine Loyalität versicherte. Bei offiziellen Anlässen eröffnete er die Zeremonie mit einem Gebet, wenn der Sultan den Empfangssaal verließ und sich auf den Thron setzte.
Ich möchte mal gerne ein paar Infos zu diesem Thema weitergeben, damit der Unterschied zwischen den Aleviten und den übrigen Moslems klar wird.
Es ist richtig das Hz. Ali für Aleviten sehr wichtig ist. Es ist nicht ganz richtig wenn jedoch behauptet wird das er für die Sunniten ebenfalls sehr wichtig wäre. Vielmehr haben Sunniten niemals die nähe von Hz. Ali zu Mohammed und seine so stark prägende Art am Anfang des Islam niemals verkraftet.
Was für ein gigantischer Blödsinn. Wenn für euch Hasret Ali Keremullahi Vecce so wichtig ist wieso folgt ihr nicht ihm?
Ihr seit keine Muslime, so leid es mir tut:damit der Unterschied zwischen den Aleviten und den übrigen Moslems klar wird.
Ein Großteil der Aleviten vertritt die Position, dass das Alevitentum ein eigenständiger Glaube ist. Wir sind demnach Aleviten und keine Muslime!
Sie hat es verstanden.
Ali, Du hast keine Ahnung von der Materie:
"Sayyid" ist der Titel, den in der islamischen Kultur die Nachfahren von Hassan (r.a) tragen, dem Enkel unseres Propheten (s.a.w.s), Sohn seiner Tochter Fatima (r.a). In früheren Zeiten wurden auch die Nachfahren von Hussein (r.a), dem anderen Enkel des Propheten (s.a.w.s), als Sayyiden tituliert. Später jedoch wurden diese als Scharifen bezeichnet. Heute ist diese Unterscheidung verschwunden. Die Linien beider gesegneter Enkel des Propheten (s.a.w.s) werden in der muslimischen Welt als Sayyiden bezeichnet.
Das arabische Wort "Sayyid" entspricht dem deutschen "Herr", "Oberhaupt" oder "Führer". In den Hadithen wird der Begriff benutzt im Sinne von "Stammeshäuptling" oder auch "herausragendes Mitglied einer Gemeinschaft".
Sayyiden werden in manchen islamischen Ländern auch als "Habib", "Emir" oder "Mir" bezeichnet. Den großen Islamgelehrten Imam al-Bukhari und al-Tirmidhi zufolge wurde dieser Titel zuerst vom Propheten (s.a.w.s) selbst verwendet und zwar für Hassan (r.a). Rasul al-Akram sagt, daß, als der Prophet (s.a.w.s) eines Tages auf der Kanzel saß, er in den Reihen der Menge auf Hassan (r.a) zeigte und dabei sprach:
"Dieser meiner Enkel ist ein Sayyid. Wir wollen hoffen, daß Allah durch ihn Frieden stiftet zwischen zwei muslimischen Gemeinschaften". (al-Bukhari, Sulh, 9; Fada’il al-Ashab, 22; Tirmidhi, Manaqib, 31)
In einem weiteren Hadith sagte unser Prophet (s.a.w.s): "Hassan und Hussein sind die beiden Sayyiden der jungen Menschen des Paradieses". (Tirmidhi, Manasik, 31)
Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) verkündete außerdem die frohe Botschaft, daß der gesegnete Mahdi, der in der Endzeit kommen und von allen Muslimen freudig erwartet wird, ebenfalls von ihm abstamme:
"Wir sind die Sayyiden des Volkes des Paradieses, der Söhne von Abd al-Muttalib. Ich, Hamza, Ali, Jaffar, Hassan, Hussein, und der Mahdi." (Ibn Majah, 34)
Die Muslime haben die Zuneigung und die Liebe, die sie für den Propheten (s.a.w.s) empfinden, immer auch auf die Sayyiden ausgedehnt. Aufgrund ihrer tiefen Liebe für die Familie des Propheten (s.a.w.s) haben die Muslime die Nachkommen seiner Enkelkinder immer sehr hoch geschätzt. Die Sayyiden genossen eine privilegierte Behandlung in fast allen islamischen Ländern, und man räumte ihnen verschiedene Vorteile und Sonderrechte ein.
Der offensichtlichste Ausdruck dessen waren die in früheren Zeiten vorhanden gewesenen besonderen Institutionen, die sich mit den Angelegenheiten der Sayyiden befaßten, und die Tatsache, daß das Oberhaupt dieser Institutionen (der Naqib al-Ashraf) einen der höchsten Ränge innehatte.
Im Zeitalter der vier rechtgeleiteten Kalifen reisten die Muslime weit umher, um die Botschaft der islamischen Morallehre zu verbreiten. Diese Missionsreisen wurden zu Zeiten Omars (r.a) und Uthmans (r.a) erheblich ausgeweitet. Viele Sayyiden befanden sich unter denen, die sich aufmachten, der Menschheit die moralischen Werte des Quran zu vermitteln. Im allgemeinen ließen sie sich in den Ländern nieder, in die sie reisten, und vermischten sich mit der örtlichen Bevölkerung. Wie viele anderen muslimischen Emigranten verließ jedoch die große Mehrheit der Sayyiden Arabien wegen des harten Regimes der Omayyaden, die nach der Zeit der vier rechtgeleiteten Kalifen die Macht an sich gerissen hatten.
Nach dem Martyrium von Hassan (r.a) und Hussein (r.a) wurde die Auswanderungsbewegung noch stärker und man erreichte die Grenzen des islamischen Staates jener Zeit: Den Maghreb (Marokko), den Kaukasus, Transoxianien, Khurasan, Tabaristan, und den Jemen. Dank dieser Migrationsbewegung wurden zahlreiche Dynastien begründet, wie die Idrisiden in Marokko, die Süleymanen im Jemen und die Zaydis im Iran.
Viele Sayyiden ließen sich in den mongolischen und den Turk-Gebieten nieder und verschmolzen mit der lokalen Bevölkerung. Manchmal nahmen sie ihre Plätze unter den Gründern neuer Staaten ein, wie in der Nogay Dynastie im Kaukasus.
Als einziger Erbe des osmanischen Reiches ist der größte türkische islamische Staat, die Türkei, ein Land, in dem sich zahlreiche Sayyiden niedergelassen haben. Sie leben heute hauptsächlich in Ankara, Siirt, Sanliurfa, Erzurum, Elazig, Erzincan, Adana, und Igdir. Die meisten von ihnen kamen im Zuge der ersten Einwanderungen von Sayyiden nach Anatolien. Doch die Einwanderungsbewegung auf türkischen Boden ging weiter. Besonders während des osmanisch-russischen Krieges und des russisch-kaukasischen Krieges verließen viele kaukasische Sayyiden ihre Heimat und siedelten in Zentral-Anatolien.
Im türkischen islamischen Staat waren Soldaten die respektiertesten, angesehensten und prominentesten Mitglieder der Gesellschaft. Für Staatsbedienstete und die Öffentlichkeit waren die Sayyiden Mitglieder der militärischen Klasse und genossen hohe Wertschätzung. Der Staat befreite sie von allen Steuern und Abgaben und gewährte ihnen Pensionen, damit ihr finanzieller Staus gesichert war.
Gelegentlich verstießen die lokalen Behörden gegen diese Rechte und versuchten, Steuern von Sayyiden und Scharifen zu erheben. Doch die Zentralregierung verhinderte dies. Zahlreiche Dekrete der Sultane ordneten an, daß die Nachkommen des Propheten (s.a.w.s) nicht schlecht behandelt werden durften, sondern man ihnen höchsten Respekt entgegen zu bringen habe. Viele osmanische Historiker wie Evliya Celebi, stellen fest, daß die Sayyiden im allgemeinen bescheiden waren und moralischen Werten folgten, die sie ihren Status nur zögerlich bekannt machen ließen. Im Lauf der Zeit tauchten jedoch auch Menschen auf, die aus dem Sayyiden-Status Kapital schlagen wollten.
Als die Zahl falscher Sayyiden ("Mutasayyid") stieg, ergriff das Osmanische Reich Schritte, um das starke Sinken des Steueraufkommens zu stoppen und den Status des Sayyiden zu schützen. Jeder, der behauptete, Sayyid zu sein, wurde genauestens befragt. Eine Behörde, die Naqib al-Ashraf, wurde eingerichtet, Abstammungsnachweise und Genealogie der Sayyiden und Scharifen aufzuzeichnen und zu bewahren. Dies geschah während der Regierung von Sultan Celebi Mehmet. Der Sultan Mehmet der Eroberer löste die Behörde wieder auf, und sie wurde unter Sultan Beyazid II erneut eingerichtet.
Besondere Ermittlungsbeamte, die "Naib" (abgeleitet von Naqib al-Ashraf, der in Istanbul lebte und als Oberhaupt der Sayyiden angesehen wurde) wurden ernennt und in die Provinzen geschickt, um falsche Sayyiden zu enttarnen.
Diese Beamte führten Untersuchungsaufzeichnungen, die auf existierenden Beweisen für den Sayyiden-Status basierten. Anhand dieser Aufzeichnungen war es für die Zentralbehörde ein leichtes, festzustellen, ob jemand, der behauptete, Sayyid zu sein, ein Betrüger war oder nicht. Der Chef dieser Institution, der Naqib al-Ashraf, spielte eine wesentliche Rolle am osmanischen Hof.
Bestieg ein neuer Sultan den Thron, so war dieser Beamte der erste, der ihm seine Loyalität versicherte. Bei offiziellen Anlässen eröffnete er die Zeremonie mit einem Gebet, wenn der Sultan den Empfangssaal verließ und sich auf den Thron setzte.