AW: Alkohol am Arbeitsplatz
Primär sind die Arbeitskollegen zu sensibilisieren. Sie sollten das ganze Problem nicht verniedlichen ("Rotnäschen") und auch nicht totschweigen. Den Betroffenen ist schon ziemlich geholfen, wenn sie auf ihre Sucht angesprochen werden. Meist ändert sich dann etwas.
Das habe ich anders erlebt, unter anderem mit einem Layouter, der jeden Morgen eine mit Stroh-Rum versetzte Thermoskanne mit Tee mitbrachte (btw, es gab natürlich eine Teeküche..) und ab einer bestimmten Uhrzeit nur noch Blödsinn produzierte. :icon_eyecrazy: Was echt schade war, er konnte nämlich sehr viel und zauberte einem in nüchternem Zustand die schönsten Seiten hin. Aber wegen seiner Ausfälle, die nur mühsam auszubügeln waren, hab ich die Zusammenarbeit mit ihm irgendwann vermieden, die Arbeit lieber anderen gegeben oder selbst erledigt und ihn in einer ruhigen Minute darauf angesprochen. Bei der Gelegenheit erfuhr ich, dass sein Ressortleiter das auch schon getan hatte. Leider änderte sich: gar nichts! Aber später hörte ich, sie hätten ihn vor die Alternative gestellt, entweder rausgeschmissen zu werden oder eine Entziehungskur zu machen. Zum Glück entschied er sich dann für letzteres. Ob's auf Dauer geholfen hat, weiß ich nicht.
In anderen Ressorts wurden solche Probleme teils noch aktiv von Kollegen gefördert, die gern einen mittranken. Und zwar nicht nur ausnahmsweise anlässlich von Geburtstagen o.ä., sondern täglich quasi als verbindendes Ritual. Müßig zu erwähnen, dass Alkohol natürlich offiziell verboten war.