Alkohol am Arbeitsplatz

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pauline09

Guest
AW: Alkohol am Arbeitsplatz

Primär sind die Arbeitskollegen zu sensibilisieren. Sie sollten das ganze Problem nicht verniedlichen ("Rotnäschen") und auch nicht totschweigen. Den Betroffenen ist schon ziemlich geholfen, wenn sie auf ihre Sucht angesprochen werden. Meist ändert sich dann etwas.

Das habe ich anders erlebt, unter anderem mit einem Layouter, der jeden Morgen eine mit Stroh-Rum versetzte Thermoskanne mit Tee mitbrachte (btw, es gab natürlich eine Teeküche..) und ab einer bestimmten Uhrzeit nur noch Blödsinn produzierte. :icon_eyecrazy: Was echt schade war, er konnte nämlich sehr viel und zauberte einem in nüchternem Zustand die schönsten Seiten hin. Aber wegen seiner Ausfälle, die nur mühsam auszubügeln waren, hab ich die Zusammenarbeit mit ihm irgendwann vermieden, die Arbeit lieber anderen gegeben oder selbst erledigt und ihn in einer ruhigen Minute darauf angesprochen. Bei der Gelegenheit erfuhr ich, dass sein Ressortleiter das auch schon getan hatte. Leider änderte sich: gar nichts! Aber später hörte ich, sie hätten ihn vor die Alternative gestellt, entweder rausgeschmissen zu werden oder eine Entziehungskur zu machen. Zum Glück entschied er sich dann für letzteres. Ob's auf Dauer geholfen hat, weiß ich nicht.
In anderen Ressorts wurden solche Probleme teils noch aktiv von Kollegen gefördert, die gern einen mittranken. Und zwar nicht nur ausnahmsweise anlässlich von Geburtstagen o.ä., sondern täglich quasi als verbindendes Ritual. Müßig zu erwähnen, dass Alkohol natürlich offiziell verboten war.
 

Leo_69

Well-Known Member
AW: Alkohol am Arbeitsplatz

Das Einstiegsalter der Trinker sinkt ja auch immer mehr...
 

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Lumiukko

Well-Known Member
AW: Alkohol am Arbeitsplatz

Ein Arbeitgeber muss niemanden "enttarnen". Was ist das denn für ne Einstellung? Soll vielleicht auch noch das Denunziantentum im Betrieb gefördert werden?
Man sollte viel mehr präventiv auf die Mitarbeiter zugehen, den Betriebsmediziner mit einbinden und über eine Betriebsvereinabrung zu Alkohol, Drogen und Sucht genau regeln, wie mit alkoholkranken Mitarbeitern umgegangen werden muss.
Ziel ist es, dass die Betroffenen Hilfe bekommen, von ihrer Sucht loszukommen. Nicht sie zu kriminalisieren!!

Das Problem ist, es wird nichts helfen. Natürlich ist kriminalisieren falsch, es ist eine Krankheit. Aber "Helfen davon loszukommen" ist oft vergebens, weil die Entscheidung sich helfen zu lassen und diese Hilfe wirklich anzunehmen nur von den betroffenen selbst kommen kann und kommen muss, da diese sonst immer wieder rückfällig werden. Hier gibt es den berühmten Spruch: "Man muss erstmal ganz unten angekommen sein, ..."

Hilfe anbieten, ja. Hilfe aufzwingen, nein.
 
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