Aussprache türkischer Namen - zuviel der Integration

Seither habe ich einen Sozialversicherungsausweis mit falschem Namen. :rolleyes: Mich deswegen mit den Behörden abzukaspern, denen ich augenblicklich ohnehin noch weniger Denkvermögen zutraute, kam für mich nicht in Frage.

Dann freu Dich schon mal drauf, dass Du Dich spätestens im Rentenalter mit den Behörden rumschlagen darfst, da Du nun zwei verschiedene Sozialversicherungsnummern hast. :cool:

Meine Meinung:

Nein, es ist nicht rassistisch, ausländische Namen falsch auszusprechen. Wenn man jedoch häufiger miteinander zu tun hat, finde ich es angemessen, sich nach der richtigen Aussprache zu erkundigen und sich zumindest zu bemühen.

Ich hab einen einfach auszusprechenden Nachnamen. Im Alltag (Beruf, Ärzte etc.) wäre es mir nicht wichtig, dass er richtig ausgesprochen wird. Privat hingegen schon, denn derjenige, der mich duzen darf sollte sich schon die Mühe machen, meinen Vornamen richtig auszusprechen. Ist für mich eine Frage des gegenseitigen Respekts.
 
Nein, es ist nicht rassistisch, ausländische Namen falsch auszusprechen. Wenn man jedoch häufiger miteinander zu tun hat, finde ich es angemessen, sich nach der richtigen Aussprache zu erkundigen und sich zumindest zu bemühen.
Das versteht sich doch von selbst.... am Arbeitsplatz u.Ä.
Aberf ich kann doch nicht von Lisschen Müller, die ich das erste mal treffe nicht erwarten, dass sie sofort weiss, wie mein Name ausgesprochen wird.
Da nun Rassismus zu unterstellen ist doch echt ein wenig zu viel.
 
Dann freu Dich schon mal drauf, dass Du Dich spätestens im Rentenalter mit den Behörden rumschlagen darfst, da Du nun zwei verschiedene Sozialversicherungsnummern hast. :cool:

Dann hab ich ja auch alle Zeit der Welt, Beamte anzukeifen, vielleicht hab ich sogar einen praktischen Gehstock, so als Verständigungshilfe. :D

Was die korrekte Aussprache von Namen angeht, bin ich ganz auf Deiner Seite. Es ist kein rassistischer Akt, wenn man ad hoc nicht weiß, wie ein Name richtig ausgesprochen wird. Ich sehe es aber auch als Selbstverständlichkeit an, dass ich im direkten Umfeld darauf achte und mich ggf. schlau mache. Sei dies nun im Freundes/Bekanntenkreis oder in beruflichen Belangen. Würde ich z.B. ein Interview mit Fatih Akın führen, fänd ich es nur angemessen, mich um eine korrekte Aussprache seines Namens zu bemühen und zwar im Vorfeld! Scheint aber eben für andere nicht selbstverständlich zu sein. Gibt genug Moderatoren, Sprecher und Reporter (oder auch so genannte) - manchmal hab ich den Eindruck, das werden immer mehr - die es nicht auf die Reihe kriegen, ausländische (respektive türkische) Namen richtig auszusprechen.
 
jeder sechste deutsche erwachsene liest wie ein zehnjähriger, aber er soll fremdsprachige namen richtig und akzentfrei aussprechen. ist das nicht ein bisschen viel verlangt?
an welchem punkt der konversation fragt man nach der richtigen aussprache? vor oder nach der begrüßungsformel?
 


Alltag in der Türkei:

"Ihren Namen bitte..."
(Anfängt, zu buchstabieren mit korrekt -türkischem Buchstabieralphabet)
"Wie bitte?"
(Wiederholt...kriegts nicht gebacken)
"Aber das ist doch kein Name."
"Das ist einer."
"Aber das ist kein türkischer Name."
(Nee, tut mir leid, habe die edlen Weihen des Türkentums nicht erhalten)
"Nein, das ist ein ausländischer Name. Soll ich Ihnen den rasch aufschreiben?"
"Wenn das ein ausländischer Name ist, dann ist das egal."
"Ah ja..."
"Ich muss eine Kopie des Passes machen."
"Ich habe eine kimlik numerasi, die steht doch da auf Ihrem Formular..."
"Aber wenn Sie doch kein Türke sind..."
"Nein, aber Ausserirdische mit Aufenthaltsgenehmigung haben solche Nummern auch. Die fangen dann eben mit 9 an. Aber die Verwendung ist exakt dieselbe."
"Wie können Sie denn eine kimlik numerasi haben, wenn Sie nicht türkisch sind? Moment, da muss ich mal nachfragen wie wir das jetzt machen..."

:cool::rolleyes::D:p

 
an welchem punkt der konversation fragt man nach der richtigen aussprache? vor oder nach der begrüßungsformel?

Das geht dann so: man stellt sich namentlich vor und sobald auch nur der Hauch eines fremdländisch klingenden Namen vom Gegenüber zu einem herüberwabert, nimmt man sofort Block und Stift, lässt sich diesen Namen aufschreiben und übt mit dem Gesprächspartner so lange die Aussprache, bis man es zehnmal fehlerfrei über die Lippen gebracht hat. Bei Namen aus anderen Schriftsystemen empfiehlt es sich, eine Diskussion über korrekte Transkriptionen anzuschließen. Ganz Weltgewandte lassen einfließen, wie furchtbar die japanische Eigenheit ist, ausländische Namen in der Silbenschrift Katakana zu notieren.
 
Alltag in der Türkei:

"Ihren Namen bitte..."
(Anfängt, zu buchstabieren mit korrekt -türkischem Buchstabieralphabet)
"Wie bitte?"
(Wiederholt...kriegts nicht gebacken)
"Aber das ist doch kein Name."
"Das ist einer."
"Aber das ist kein türkischer Name."
(Nee, tut mir leid, habe die edlen Weihen des Türkentums nicht erhalten)
"Nein, das ist ein ausländischer Name. Soll ich Ihnen den rasch aufschreiben?"
"Wenn das ein ausländischer Name ist, dann ist das egal."
"Ah ja..."
"Ich muss eine Kopie des Passes machen."
"Ich habe eine kimlik numerasi, die steht doch da auf Ihrem Formular..."
"Aber wenn Sie doch kein Türke sind..."
"Nein, aber Ausserirdische mit Aufenthaltsgenehmigung haben solche Nummern auch. Die fangen dann eben mit 9 an. Aber die Verwendung ist exakt dieselbe."
"Wie können Sie denn eine kimlik numerasi haben, wenn Sie nicht türkisch sind? Moment, da muss ich mal nachfragen wie wir das jetzt machen..."

:cool::rolleyes::D:p


ist das jetzt vor oder nach der begrüßungsformel. das ist immanent wichtig. denn die frage nach der richtigen aussprache und der herleitung des familienstammbaums als identitätsstiftendem merkmal sollte vor der begrüßung erfolgen, damit diese formvollendet vorgenommen werden kann.

ansonsten empfehle ich: non-verbale kommunikation. sanftes, energisches kopfnicken, wildes rumfuchteln mit händen und füßen, entnervtes augenrollen sind zwar wenig zielführend, aber kommunikationspolitisch unverfänglich.
 
Das geht dann so: man stellt sich namentlich vor und sobald auch nur der Hauch eines fremdländisch klingenden Namen vom Gegenüber zu einem herüberwabert, nimmt man sofort Block und Stift, lässt sich diesen Namen aufschreiben und übt mit dem Gesprächspartner so lange die Aussprache, bis man es zehnmal fehlerfrei über die Lippen gebracht hat. Bei Namen aus anderen Schriftsystemen empfiehlt es sich, eine Diskussion über korrekte Transkriptionen anzuschließen. Ganz Weltgewandte lassen einfließen, wie furchtbar die japanische Eigenheit ist, ausländische Namen in der Silbenschrift Katakana zu notieren.


diese japaner haben auch marotten. furchtbar. südkoreaner ebenfalls. aber auch diese nordamerikaner, die einen deutschen modeschöpfer dschub nennen und auch diese franzosen, die in eine deutsche stadt namens läbzíehgè reisen wollen.
 
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