Aussprache türkischer Namen - zuviel der Integration

Nee. Das passiert überall auf der Welt mit fremdländischen Namen. Ich versteh nicht, warum die Frau so ein Faß aufmacht. Soll in Deutschland jetzt aufgrund der Türkischstämmigen das i ohne Punkt, das s und c mit Häkchen und das YUMUSCHAAAAK-JEEEE eingeführt werden, damit alle happy sind?
Nachtrag: Bin gleich wieder da, ich muss mal kurz um den Block laufen und einen Paniktanz aufführen, weil das SCH in meinem Namen so oft als S mit Häkchen geschrieben wird. Da haben sie mich doch glatt assimiliert, die Türken....

Meine Güte, hat die Frau sonst keine Probleme?

Meine seit der Kindheit in der Türkei lebende Tante wurde hier in Deutschland geboren und ging auch die ersten Jahren hier zur Schule. Wenn sie jemand fragt, was ihr "Memleket" ist, antwortet sie stets und stolz "Coburg". Und jedes mal bei Behördengängen staucht sie die Beamten zusammen, dass dieser Ort nicht "Çoburg" heisst sondern "Coburg" und in Deutschland liegt. Ich glaube nicht, dass diese Frau ein Fass aufmacht. Es sollte einfach die Höflichkeit gebieten, dass man nachfragt, wenn jemand einen Namen hat, welchen man nicht aussprechen kann. Ich für meinen Teil habe sicher andere Probleme, dennoch gefällt es mir nicht, wenn man mich "Mairselle", "Maseu" oder sonst was nennt.
Atilla ist ja glücklicherweise ein Name, den fast jeder aussprechen kann. Meine Frau bekommt aber z.B. prinzipiell Werkstatt-Rechnungen an "Gülein" geschickt (sie heisst Gülcin) oder auch "Gülsin" von der Versicherung. o_O Sollte eigentlich nicht zu schwer sein, aus den vorhandenen Dokumenten den richtigen Namen abzuschreiben.
 
Atilla ist ja glücklicherweise ein Name, den fast jeder aussprechen kann. Meine Frau bekommt aber z.B. prinzipiell Werkstatt-Rechnungen an "Gülein" geschickt (sie heisst Gülcin) oder auch "Gülsin" von der Versicherung. o_O Sollte eigentlich nicht zu schwer sein, aus den vorhandenen Dokumenten den richtigen Namen abzuschreiben.

Doch, ist es offenbar. Schade, dass ich keine Briefumschläge mit aparten Schreibweisen meines Namens gesammelt habe; der überfordert offenbar etliche Leutchen. Zumindest auf Anhieb. Wenn ich ihn am Telefon buchstabiere oder lustige kleine Eselsbrücken baue, läuft's wesentlich besser, ansonsten: Katastrophe. :confused: :D
 
hat was mit Respekt zu tun. Ich bestehe auch auf die Richtigkeit und gebe mir Mühe schwierige Namen richtig auszusprechen. Bei Bourdieu, Tocqueville, Versage oder Montesquieu etc geht es doch auch! Wenn man sich unsicher ist, dann kann man nachfragen. Das ignorieren der Aussprache ist nicht nur ein Zeichen von Desinteresse, sondern verdammt arrogant!

Ich bestehe darauf. Die Mühe muss sein!
 
Das ignorieren der Aussprache ist nicht nur ein Zeichen von Desinteresse, sondern verdammt arrogant

Ich hab einen Vornamen aus 7 Buchstaben und einen Doppelnachnamen mit 10 Buchstaben. Ich habe keine Lust den Leuten jedesmal erklären zu müssen, wie man die Namen richtig ausspricht. Dafür nehme ich mir keine Zeit, also mit Arroganz hat das nix zu tun. Die Leute haben's außerdem sowieso bis zum nächsten mal vergessen.. Z.b. beim Hausarzt, da wird er auch regelmäßig falsch gerufen, die Namen in der falschen Reihenfolge etc., wieso soll ich da jedesmal eingreifen, ich weiß doch, dass ich gemeint bin.

Aber trotzdem würde ich meinen Namen nicht "eindeutschen". Ich spreche ihn so aus, wie er im türkischen ausgesprochen wird und gut ist.
 
Mein Nachname wurde in Deutschland von Biodeutschen regelmässig falsch geschrieben, daher erwarte ich kaum, dass den in der Türkei jemand richtig schreibt. Ich rege mich da auch nicht grossartig drüber auf, weise nur darauf hin, wenn es um offizielle Papiere geht. Aber wenn mir da jemand sagt "Macht nix, man weiss ja, wer gemeint ist", sollen sie halt selber schauen, wie sie damit klar kommen. Wenn mir eines Tages einer kommt und sagt ersetz das SCH durch ein S mit Häkchen dran, sollen sie machen. Meine Identität bin immer noch ich selbst und nicht ein paar Buchstaben auf einem Papier.

Wer sich mal Nachnamenshistorien anschaut, wird feststellen, dass sich Schreibweisen über Jahrhunderte geändert haben. Sie haben sich Regionen angepasst oder neuen sprachlichen Gegebenheiten. Sprache ist nun einmal etwas Dynamisches, sie passt sich der Weltgegend an, in der man lebt. Die Auswanderer nach US wurden ja schon als Beispiel angeführt. Gemäß alten Passagierlisten sind aus unserer Familie im 19. Jahrhundert auch sehr viele ausgewandert. Da müssen genug Nachkommen vorhanden sein, doch man findet den Namen nicht mehr. Der wird auch modifiziert worden sein. Und diese Modifikation stört mich nur aus einem Grund: was mache ich, wenn in Amerika ein kinderloser Milliardär verstirbt und ich nachweislich die einzige in Frage kommende Verwandtschaft und somit Alleinerbin bin, aber mich niemand findet, weil die Türken meinen Nachnamen auf allen offiziellen Papieren verhunzt haben? :D:D:D
 
hat was mit Respekt zu tun. Ich bestehe auch auf die Richtigkeit und gebe mir Mühe schwierige Namen richtig auszusprechen. Bei Bourdieu, Tocqueville, Versage oder Montesquieu etc geht es doch auch! Wenn man sich unsicher ist, dann kann man nachfragen. Das ignorieren der Aussprache ist nicht nur ein Zeichen von Desinteresse, sondern verdammt arrogant!

Ich bestehe darauf. Die Mühe muss sein!
So sehe ich das auch.ICH habe einen Allerweltsname,aber ich sie sehe wie meine Tochter sich mit ihrem angeheirateten Namen quält.Das ist echt übel,was manche daraus machen:eek:Du wirst bspw.automatisch zur Lachnummer,wenn du im Wartezimmer sitzt und da trötet die Arzthelferin ihre Version des Namens in die Runde:(Noch schlimmer ist, wenn man mehrmals wiederholt wie der Name richtig ausgesprochen wird und es immer die Gleichen sind, die es einfach nicht verstehen oder nicht verstehen wollen.
 
Gerade die Arzthelferinnen wissen meistens gar nicht , wo ihnen der Kopf steht.
Die haben wichtigeres zu erledigen und einfach keine Zeit sich auch noch die Aussprache der Namen zu merken, von Menschen die man evtl. einmal im halben Jahr sieht.
Anders wäre es, wenn es um Menschen geht, die den Namen täglich aussprechen müssen und des nicht lernen.

Wie gesagt, manchmal erwartet man einfach zu viel von seinen Mitmenschen.
 
komisch, in meiner Umgebung machen sich alle die Mühe. Warum? weil ich darauf wertlege.

Für den einen ist es wichtig, für den anderen nicht. Menschen passen sich seinem Gegenüber an. Wenn ich in meiner Wohnung mit Schuhen rumlaufe, dann macht mein Gast das bei mir auch, obwohl er das in seiner eigenen Bude nicht mschen würde!

Was ich damit sagen will, du bestimmst selber wie viel Wert andere Menschen auf etwas legen was dir wichtig ist!
 
Meist ist das alles doch gar nicht bös gemeint.
Die Merkel heisst auf englisch ja auch "Mörkel" und der Schröder Schroder. Das sit eben so.
Es gibt so viel wichtigere Dinge im Leben.

Hauptsache sich empören, das vermittelt mir der verlinkte Artikel.
 
hat was mit Respekt zu tun. Ich bestehe auch auf die Richtigkeit und gebe mir Mühe schwierige Namen richtig auszusprechen. Bei Bourdieu, Tocqueville, Versage oder Montesquieu etc geht es doch auch! Wenn man sich unsicher ist, dann kann man nachfragen. Das ignorieren der Aussprache ist nicht nur ein Zeichen von Desinteresse, sondern verdammt arrogant!

Ich bestehe darauf. Die Mühe muss sein!
Eben, so sehe ich das auch!
 
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