Grundsätzlich bin ich für Inklusion und zwar in allen Bereichen. Wir müssen weg vom "getrennten" Gedanken: Alte ins Altersheim, Kinder in Kindergärten, Kleinkinder in Kinderkrippen, Behinderte in Behinderteneinrichtungen usw.
Inklusion an den Regelschulen wurde allerdings am Schreibtisch geplant und die Umsetzung ist mehr als Schwierig. Tatsache ist, dass es sich um Sparmaßnahmen handelt, werden doch keine zusätzlichen Gelder zur Verfügung gestellt. Hausfrauen werden als Schulbegleiter eingestellt.
Ich habe nichts gegen Hausfrauen, um Gottes Willen, aber wozu brauchen wir dann überhaupt noch Ausbildungen im Heilpätdagogischen Sektor? Ich erlebe es hier vor Ort, dass ein autistischer Junge von einer unausgebildeten Hausfrau in der Mittelschule begleitet wird. Sie ist extrem überfordert und dieser Junge erlebt, dass er nicht mithalten kann im Sozialen Gefüge einer Klassengemeinschaft. Wenn Inklusion, dann richtig, dann müssen auch Lehrer so ausgebildet werden um alle in ihren Fähigkeiten zu fördern. Wenn inklusion, dann muss sich das ganze Schulsystem ändern. In Montisorischulen ist Inklusion schon lange kein Thema mehr und in den Ländern in denen die Pisa-Studie gut abschneidet ist dieses System schon lange umgesetzt, auch später in den verschiedenen Arbeitsbereichen.
Wir müssen weg davon, dass jeder das gleiche können muss, wie es an den Schulen schon gelehrt wird. Jeder Mensch hat Fähigkeiten, die ein anderer nicht hat und das macht uns als Menschen reicher.