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bonjour

die Meisten leben hier in D und denken, alles was in D gilt, gilt überall :mrgreen:

wenn man etwas zu D sagen darf, darf man das stereotypisch zu F, B, NL, ... und CH auch sagen.

ist es richtig oder ist es naiv?

die deutschen Kapitalisten haben mal Arbeitnehmer von ausserhalb holen müssen. es wurde beiderseits nicht getan, was vereinbart war. daraus entsteht heute im Nachhinein eine Verwicklung sowie eine schicksalhafte Bindung.

war es in der Schweiz auch so? seit wann???

ich weiss nur, dass ich in 1981/82 einen guten Arbeitsplatz bei BBC bekommen hatte. kurz bevor ich den Betrieb verliess (ich war so gut wie angestellt), fragte ich, zum Glück, nach einigen praktischen Details.

- wie sieht es aus mit Wohnen (im Konzern, wo ich war, gab es eine eigene Immobilien-Abt., die auch günstig Miet-Wohnungen vermittelte)?
- wie sieht es aus mit der Arbeitszeit?

beide Antworten vom indischen ( :!: ) Abteilungsleiter waren hochinteressant:

- no Wohnung in der CH, Du musst täglich zwischen Baden und Deutschland pendeln (70 km, eine sehr belastete Strasse, speziell im Winter)...

- das schweizerische Büropersonal lässt die Bleistifte um 16 h 15 äusserst pünktlich fallen. falls ein Grossprojekt noch termingerecht raus muss, so um einen Ausschreibungstermin einzuhalten, muss der (ausländische) Projekt-Ingenieur notfalls über Nacht den Kopierer speisen, was gar nicht seine Arbeit sein sollte, das ist Wahnsinn beim Gehalt, und hinterher zum Schlafen nach D zurückpilgern!

das Gespräch nahm sofort einen anderen Verlauf und endete mit einem "danke" von mir :mrgreen:

ich habe es nie bereut.

aber eine Lehre daraus gezogen:

die Schweiz ist kein Einwanderungsland. derjenige, der dahingeht, findet Brennesel und Distel jede Menge. das saftige Gras ist für die schweizerischen Tiere!

jetzt sind ein paar Einwanderer aus ferneren Ländern empört, weil Schweizer nicht so fügsam sind, wie Deutschen, und fühlen sich diskriminiert!

warum?

muss jedes Land sich zwingend als Einwanderungsland anbieten, und wie es mit Gegenseitigkeit damit aus?

und falls, ist es für immer?

salut


Bonjour

Dass es 1981/82 so war, glaube ich gerne, vor allem in einem Konzern wie BBC (heute ABB). Seit Langem aber mit Sicherheit nicht mehr.

Pendeln tun nach wie vor viele, sei es von der deutschen Grenze in die Schweiz (zwecks tieferen Mieten in D und anderen Vorteilen) bzw. von anderen Schweizer Städten in die Wirtschaftsmetropole Zürich (aus Bern, Basel und St. Gallen, durchnittlich 100km pro Weg bzw. 1.5 - 2h im Zug / Bus pro Weg bzw. Auto inkl. Stau bzw. im Extremfall exkl. Stau). Und ich bin mir sicher, dass die Anzahl der pendelnden Schweizer bei Weitem überweigt. Auch Schweizer nützen je länger je mehr die Vorteile von tieferen Mieten ausserhalb der Wirtschaftsmetropole Zürich. Und zwar nicht wegen einem Vorteil, sondern als notwendiges Übel (die Mieten sind für den 08/15 Schweizer in Zürich und näherer Umgebung einfach nicht mehr zahlbar).

Im Weiteren würde ich es allgemein so ausdrücken: je grösser die Unternehmung für die man arbeitet, je besser kann man sich verstecken, egal ob Schweizer oder Ausländer. Je kleiner die Firma, je grösser der Druck für jeden Einzelnen. "eight to five" Jobs gibt es heute beinahe nicht mehr. Egal was der Vertrag sagt, fühlt man sich durch Aussagen und andere Gegebenheiten dazu verpflichtet, bedeutet mehr zu leisten. Auch wohl im Zusammenhang damit, bei der nächsten Streichung von Arbeitsplätzen nicht dazu zu gehören (sprich: Motivation Existenzängeste).

Und es ist unbestritten meiner Meinung nach, dass gewisse Ausländergruppen mit entsprechenden Namen (bei uns eher Kosovo Albaner bzw. Mitbürger aus dem ehemaligen Jugoslawien betroffen) es bedeutend schwerer haben, eine Stelle zu finden. Hoch Qualifizierte sind davon nicht betroffen, Unqualifizierte auch nicht - aber die in der Mitte (z.B. kaufmännische Angstellte). Und dabei sind es in der Mehrzahl nicht einmal mehr Ausländer, sondern 2. / 3. Generation mit ausländischem Namen.

Die Schweiz ist in gewissem Sinne ein Einwanderungsland. 2007 waren es ca. 1.7 Millionen Ausländer, die hier leben (nicht nur arbeiten, leben). Die Zahl wird sich in der Zwischenzeit erhöht haben, wobei der Trend beispielsweise bei den Deutschen Staatsbürgern bereits wieder rückläufig ist, wohl aus der Erkenntnis, dass doch nicht alles Gold ist was glänzt.

Türken gehören hier nicht zur typischen Einwanderergruppe. Es gibt verschwindend wenige im Vergleich zu Deutschland. Die hier am schlechtesten integrierten Ausländergruppen sind Portugiesen, Italiener und Spanier. Einfach deshalb, weil diese Leute von Anfang an nie vorhaben bzw. hatten, hier ihren Lebensabend zu verbringen. Allerdings ging und geht bei vielen der Schuss nach hinten los: ihre Kinder und Enkelkinder sehen sich und sind in der Regel Schweizer und haben nicht im Traum vor, in ihre Ursprungsländer zurück zu gehen. Was ihre Eltern und /oder Grosseltern verlanlasst, deshalb ebenfalls hier zu bleiben. Nach wie vor ohne grosse Sprachkenntnisse und Kontakt zu Schweizern (ausser ihren Kindern / Enkelkindern).

Die besten, integrierten Gruppen sind jene Nationalitäten, von denen es kaum welche gibt hier einerseits (wie Türken, Afrikaner aus gewissen Staaten Afrikas) und andererseits solche, die eine Rückkehr per se ausschliessen (wie z.B. Menschen aus Sri Lanka).

Es gibt ohne Zweifel grosse Lücken in Sachen Integration verursacht durch die Politik und dem Lauf der Zeit. Im Gegensatz zu Deutschland ist ein Familiennachzug nach wie vor ohne Kenntnisse einer der Landessprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch oder Romanisch) möglich. Und ich wiederhole hier auch gerne, was ich schon geschrieben habe im Verlauf meiner Zeit im Forum: Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Ohne Sprachkenntnisse, keine Integration.

Brennesseln und Disteln gibt es zu Hauf, nicht nur für Ausländer. Wie schon erwähnt, es ist nicht alles Gold was glänzt.
 
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Bonsoir Lale

ich habe diese Diskussion wegen dem Streit um DonAttila, wo Vanararat eine in meinen Augen vollkommen verständliche Haltung vertritt. DonAttila hat vielleicht Gründe unzufrieden zu sein, kann aber nicht deshalb rund um sich schlagen, wie er sich in jedem 2. seiner Wortmeldungen oder mehr gemacht hat. Hier die Wortmeldungen aus 2 Diskussionen, die besonders lehrreich sind:

Zitat Post DonAttila:

SCHWEIZ! Und so wie die Stimmung hier ist kann man beim besten Willen nicht von "Akzeptanz" reden, das ist ja wohl ein schlechter Witz, gegen uns wird hier NUR gehetzt, obwohl die Leute hier keinerlei hintergrundwissen über den Islam werden und auch keineleri Differenzierung mehr gemacht wird zwischen "normalen" gemäßigten Moslems und Fanatikern! BOAH WIE MICH SO EIN GELABER RASEND MACHT

Zitatende Post DonAttila


Mit dem oben zitierten Post von DA, die mich im anderen Thread zum bewussten, kritisierten Statement veranlasst hat (an dem ich - Achtung: aufgrund der hier zitierten Aussage und Inhalt - nach wie vor fest halte), musste ich zu jenem Zeitpunkt davon ausgehen, dass DA in der Schweiz lebt (zumal auch Angaben in seinem Profil zum Aufenthaltsort fehlen. In der Zwischenzeit weiss ich aufrund weiterer Posts, dass er in Bayern lebt). Und aufgrund dessen - mit einem angenommenen Lebensort "Schweiz" bzw. aufgrund der Schreibweise wie oben ausgewiesen (will keine Fehler mehr machen) - habe ich geschrieben, dass er halt auswandern muss (damit es ihm besser geht), da die Zustände hier für ihn schier unterträglich scheinen. Daran halte ich weiter fest.

Auch halte ich nach wie vor daran fest, dass ein Nicolas Blancho (Schweizer und Konvertit) mit seinen Gefolgsleuten besser nach Saudi-Arabien auswandert, damit er dort seine Aufassung und Interpretation des Islam leben und ausleben kann, inkl. der Scharia - da es auch für ihn hier schier unterträglich sein muss zu leben.

Auch wenn Ausländer hier teilweise auf kommunaler Ebene Mitspracherecht haben und abstimmen dürfen auf kommunaler Ebene (finde ich gut und richtig), so bleibt es dabei: Ausländer - egal wo - geniessen ein Gastrecht. Mit dem Gastrecht ist automatisch das Mitspracherecht eingeschränkt. Salopp: take it or leave it.
Wenn ich 20 oder mehr Jahre in einem Land Gastrecht geniesse, jedoch die Staatsbürgerschaft (dann mit den vollen Rechten und Pflichten) nicht annehme, dann muss ich mit den Konsequenzen des Gastrechtes leben oder eben: auswandern.

Die vorgenannten, zitierten Aussage von DA ist einfach nicht zutreffend. Es wird hier NICHT NUR gehetzt (Achtung: NICHT NUR). Es gibt Hetze von Seiten der SVP und ihr nahe stehenden Parteien, die gerne von bestimmten Medien und Bevölkerungsgruppen aufgegriffen wird und somit gestärkt das Bild (Achtung: Ironie in Bezug auf "Bild") in den Medien des Islamisten (nicht Muslime) aufbauscht. Und nicht nur gegen Muslime (denn von der SVP wird zwischen Muslimen und Islamisten kein Unterschied gemacht), sondern gegen Ausländer im Allgemeinen. Die nächste Initiative ist in Arbeit, die sogenannte "Ausschaffungsinitiative" (wird wieder viel Wirbel darum geben).

Was ich von der Minarett-Abstimmung gehalten habe, habe ich in einem anderen Thread dargelegt und auch wenn es Sol nun in die Sätze bringt (bzw. dazu verleitet, auf die Tastatur einzuhämmern): es gibt ein Baurecht, immer noch, nach wie vor. Glaube ist etwas, dass man nicht in Bauwerke (Achtung: Baurecht) tragen muss bzw. nicht mit Bauwerken signalisieren muss. Glaube bedarf keiner Gebäude. Mein Glaube gehört mir und den muss ich weder nach Aussen tragen noch in ein Gebäude. Glaube ist eine Sache des Herzens und nicht von Gebäuden, mit oder ohne Turm, mit oder ohne Minarett.

Und die SVP hat mit ihren Kampagnen nur deshalb Erfolg, weil andere Parteien kein oder wenig Gegensteuer geben (vermutlich ist es ihnen aufgrund der Kampagnen der letzten Jahrzehnte einfach zu blöd) und auf die Neutralität (Achtung Ironie) der Schweizer zählen. Und dies ist mehr als nur ärgerlich. Die SVP und ihr nahestehende Parteien schüren bewusst "Ausländer nehmen Schweizern die Arbeit weg" bzw. "der Islam überrennt Europa bzw. will die Schweiz einnehmen" (ev. lebt hier ein Ur-Ur-Ur-Enkel von Sarladin oder Kara Mustafa, ich habe keine Ahnung).

Es gibt sehr wohl viele Leute, die eine Differenzierung zwischen Moslem und Islamisten machen können (aber natürlich nicht die Boulevardmedien und / oder die von mir hier angeführten politischen Parteien).
Grundsätzlich und in der Tat ist es so, dass der 08/15 Muslim sowie auch der 08/15 Christ hier keinerlei Probleme hat, sei er Ausländer oder Schweizer. Und die Akzeptanz ist durchaus und klar vorhanden.

Ich arbeite - wie schon erwähnt - in der Nähe der Moschee in Zürich MIT Minarett. Heute ist wieder Freitag (Freitagsgebet) und die Gläubigen werden - wie üblich - die Parkplätze der evangelischen Kirche auf der gegen über liegenden Strassenseite benutzen. Man hat keine Probleme damit, weder gestern, noch heute. Toleranz und leben und leben lassen vor der Haustüre.

VanArarat
 
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Teilzitat
Die nächste Initiative ist in Arbeit, die sogenannte "Ausschaffungsinitiative" (wird wieder viel Wirbel darum geben).

VanArarat

Der Verein Secondos Plus lanciert mit Vizepräsident Ivica Petrusic laut einem Zeitungsbericht in sechs Kantonen eine Kampagne gegen die Ausschaffungsinitiative. Unterdessen will die SVP tausende Helfer mobilisieren.

Hier gehts weiter: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz...en-die-Ausschaffungsinitiative/story/16005453

Weiterer Artikel zur Initiative: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/SVP-provoziert-mit-Plakatkampagne/story/22368544

Und noch einer: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz...ine-einfache-Loesung-vor/story/19582832?track

Teilzitat aus dem ersten Artikel des Tagesanzeigers "Secondos bekämpfen die Ausschaffungsinitiative" in Bezug auf die SVP Kampagne UND den Gegenvorschlag der bürgerlichen Parteien:

Dieser Vorschlag schliesse sich im Wesentlichen den Zielen der SVP an: «Beide machen keine Unterscheidung zwischen Ausländern, die erst seit kurzem in der Schweiz sind, und Secondos, die hier geboren und aufgewachsen sind», zitiert die Zeitung Petrusic, «wir wehren uns vehement dagegen, dass Secondos ausgeschafft und in ein für sie fremdes Land abgeschoben werden können.»

Und somit auch hier wieder die Frage, warum auch sogenannte Secondos (2. Generation und sicher auch 3. Generation) hier 20 oder mehr Jahre leben, OHNE die Staatsbürgerschaft anzunehmen, mit allen Rechten und Pflichten.

Nun kann man sich natürlich auf jene Standpunkt stellen, dass Kinder ja in der Regel keine Wahl haben, ihre Eltern / Grosseltern haben sich damals entschieden, in ein fremdes Land zu ziehen (egal in welches und egal aus welchen Gründen). Und auch hier jedoch: der 08/15 Secondo wird auch ohne Staatsbürgerschaft keine Probleme haben, hier zu leben.

Im Grundsatz finde ich den Vorschlag richtig, dass schwer kriminelle Ausländer ausgeschafft werden können. Was mich aber sehr stört, ist die Art und Weise der SVP typischen Kampagne.

VanArarat
 
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bonjour Vanararat

es gab in Frankreich eine eher lustige Sache an den frz. Nachrichten von gestern den 9.10.

Eine europäische Staatsbügerschaft wird oft kreuz und quer an Leuten gegeben, die die Voraussetzungen nicht erfüllen, und muss dann, wenn es erkannt wird, zurückgenommen werden (auch wenn der betroffene Arme etwaige anderweitige Rechte sicherzustellen :mrgreen: ). so eine Sperrung (Richtigstellen der Personalien durch Entzug der zu Unrecht dokumentierten Staatsangehörigkeit) kann jederzeit beim Anfordern neuer Personalausweise geschehen.

Dies geschah beispielsweise der Tochter eines ehemaligen Beraters des damals französischen Präsidenten Charles de Gaulle passiert! Beide Eltern hatten die franz. Staatsbürgerschaft übernommen. Nur keiner erfüllte die Voraussetzung, dass irgend einer seiner Ahnen, auf französischen Boden geboren sein sollte. Das Bodenrecht, die Bodenbindung. Dadurch hatten die Kinder der französischen Eltern, interviewt wurde eine Frau Isabelle Wolf oder Wolff, also auch deutscher Abstammung, keinen Anspruch auf die französische Staatsangehörigkeit durch Geburt (aber wohl durch Einbürgerung, Stück für Stück, also jedes Kind einzeln). Siehe, falls jemand auf franz. die Sendung hören will (bleibt eine kleine Woche online), ab der 22, Sendungsminute (von 34 Minuten, also spät, gegen Ende) anhören; ein Zeitzähler erscheint am Bildschirm.

Salut
 
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bonjour Vanararat

es gab in Frankreich eine eher lustige Sache an den frz. Nachrichten von gestern den 9.10.

Eine europäische Staatsbügerschaft wird oft kreuz und quer an Leuten gegeben, die die Voraussetzungen nicht erfüllen, und muss dann, wenn es erkannt wird, zurückgenommen werden (auch wenn der betroffene Arme etwaige anderweitige Rechte sicherzustellen :mrgreen: ). so eine Sperrung (Richtigstellen der Personalien durch Entzug der zu Unrecht dokumentierten Staatsangehörigkeit) kann jederzeit beim Anfordern neuer Personalausweise geschehen.

Dies geschah beispielsweise der Tochter eines ehemaligen Beraters des damals französischen Präsidenten Charles de Gaulle passiert! Beide Eltern hatten die franz. Staatsbürgerschaft übernommen. Nur keiner erfüllte die Voraussetzung, dass irgend einer seiner Ahnen, auf französischen Boden geboren sein sollte. Das Bodenrecht, die Bodenbindung. Dadurch hatten die Kinder der französischen Eltern, interviewt wurde eine Frau Isabelle Wolf oder Wolff, also auch deutscher Abstammung, keinen Anspruch auf die französische Staatsangehörigkeit durch Geburt (aber wohl durch Einbürgerung, Stück für Stück, also jedes Kind einzeln). Siehe, falls jemand auf franz. die Sendung hören will (bleibt eine kleine Woche online), ab der 22, Sendungsminute (von 34 Minuten, also spät, gegen Ende) anhören; ein Zeitzähler erscheint am Bildschirm.

Salut

Re-bonjour :)

Die Schweiz erlaubt Mehrfach-Staatsbürgerschaften ohne Einschränkungen, auch für Deutsche im Übrigen (seit 2007).

Aberkannt wird die Schweizer Staatsbürgerschaft selten, jedoch sind entsprechende Grundlagen vorhanden. Ich bin mir sicher, dass die Staatsbürgerschaft bzw. die Bestimmungen dazu genau eingehalten werden bzw. die Voraussetzungen genau geprüft werden.

Diskriminierungen werden allerdings - wie einige Gemeinden und auch die SVP erfahren mussten - nicht geduldet.

Wiki sagt (und erspart mir Tipperei):

http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer_Bürgerrecht

daraus der Abschnitt - im Zusammenhang mit den "Secondos" Zitat:

Wiederholt gab es Bestrebungen, in der Schweiz aufgewachsenen, jugendlichen Ausländern die erleichterte Einbürgerung zu ermöglichen. Entsprechende Verfassungsänderungen scheiterten jedoch in den Abstimmungen von 1983, 1994 und 2004.

Zitatende

und im Zusammenhang mit der Diskriminierung, Zitat:

Als Reaktion auf das Bundesgerichtsurteil von 2003, welches Urnenabstimmungen über Einbürgerungen als verfassungswidrig erklärte,[5] wurde die Eidgenössische Volksinitiative «für demokratische Einbürgerungen» von der Schweizerischen Volkspartei lanciert.[14] Diese verlangte folgende Verfassungsbestimmung: «Die Stimmberechtigten jeder Gemeinde legen in der Gemeindeordnung fest, welches Organ das Gemeindebürgerrecht erteilt. Der Entscheid dieses Organs über die Erteilung des Gemeindebürgerrechts ist endgültig.» Die Initiative wurde am 1. Juni 2008 vom Stimmvolk verworfen. Eine gleichartige Initiative der SVP, die sich jedoch auf den Kanton Zürich bezog, wurde in letzter Instanz durch das Bundesgericht ungültig erklärt,[15] weil sie, gleich wie die Einbürgerungs-Abstimmung in Emmen, der Bundesverfassung widersprach.


Zitatende

Erklärung: es gab Gemeinden, die Bürger aus dem ehemaligen Jugoslawien nur aufgrund des Namens und Herkunft nicht einbürgern wollten. Und dabei anonyme Abstimmungen anlässlich einer dazu einberufenen Gemeindeversammlung durchführten.

Was die Aberkennung betrifft, so sind nach wie vor Diskussionen im Gange, die heute bestehende Frist von 5 Jahren (ab Ausstellungsdatum des Passes) auf 8 Jahre zu erhöhen. Dies würde ich sehr begrüssen, insbesondere im Zusammenhang mit Scheinehen (vor allem in Bezug auf einseitig geführte Scheinehen, wie ich es erlebt habe).

VanArarat
 
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