Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?


Leider melden sie nicht, was genau sie testen: Den Virus selber, oder dagegen gebildete Antikörper. Antikörper bildet der Körper erst nach einigen Tagen, nachdem er schon infiziert und vor allem: Zur Virenschleuder geworden ist.
Den Virus selber. :)

Der STERN hat nachgefragt.

Getestet werde direkt auf das Viren-Erbgut, erklärte eine Sprecherin dem stern.​
 
Der wird doch wohl nicht Opfer seines Herdenimmunitätskurses !?!
Er hat sich noch zu einer Zeit unvernünftig verhalten, als bekannt war, dass Menschenansammlungen in Innenräumen riskant sind. Dann hat er sich weiter unvernünftig verhalten, als er mit Fieber weitergearbeitet hat. Es ist allgemein bekannt, household knowledge, dass schon verschleppte Erkältungen ansonsten gesunde Menschen ins Krankenhaus, im Extremfall unter die Erde bringen können. Mit der Binse, dass in Ermangelung eines Impfstoffs nur Herdenimmunität die Krise beenden kann, hat das nichts zu tun.
 
Zwei längere gute Stücke zum Threadthema.

Die junge Bevölkerung bewegt sich frei, für Risikogruppen gilt eine Kontaktsperre. Die Stimmen, die für ein Ende des Total-Lockdowns werben, werden lauter. Doch wie praktikabel ist die Alternative?
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Alexander Kekule in der ZEIT findet das gut

Wir haben etwa 82 Millionen Bundesbürger. Nehmen wir an, 70 Prozent (also gut 57 Millionen*) infizieren sich und etwa 20 Prozent der Corona-Infizierten (knapp 11,5 Millionen*) müssen ins Krankenhaus – wovon wiederum jeder Vierte auf einer Intensivstation betreut werden muss. In diesem Fall bräuchten wir Intensivbetten für etwa 2,9 Millionen Personen. Wenn man weiterhin annimmt, dass jeder im Durchschnitt zehn Tage auf einer Intensivstation behandelt wird, käme man auf etwa 29 Millionen benötigte Tage.

Selbst wenn Deutschland seine (auf dem Papier vorhandenen) 28.000 Intensivbetten auf 56.000 verdoppeln und davon vier Fünftel (also 44.800) nur für Corona-Patienten verwenden würde, müssten diese gleichmäßig auf ungefähr ein Jahr und neun Monate verteilt werden*, damit die Versorgung nicht zusammenbricht. Um zusätzlich zeitliche und örtliche Spitzenbelastungen abzupuffern, wäre mehr Zeit erforderlich – so lange kann der Lockdown offensichtlich nicht aufrechterhalten werden.
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Experten sind gegenüber dem SPIEGEL skeptisch

Laut Robert Koch-Institut (RKI) zählen allerdings viel mehr Menschen zur Risikogruppe als nur die über 70-Jährigen. Das Institut nennt "ältere Personen ab 50 bis 60 Jahren". Ab diesem Alter steigt das Risiko, an einer Infektion zu sterben, wobei es mit Anfang 50 immer noch deutlich geringer ist als mit Anfang 60 oder sogar Anfang 70 (siehe Grafik oben).

Bezöge man zumindest die über 60-Jährigen in die Schutzgruppe ein, müssten 23,4 Millionen Menschen von der restlichen Bevölkerung abgetrennt werden. Hinzu kämen Raucher. Sie zählen laut RKI ebenfalls zur Risikogruppe.

Ungefähr ein Viertel der Menschen unter 60 Jahren raucht in Deutschland. Das wären 14,9 Millionen Menschen, die isoliert leben müssten. Insgesamt käme man damit auf 38,3 Millionen Personen in der Risikogruppe. Jüngere Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthmatiker, Diabetiker, Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebspatienten sind da noch nicht eingerechnet.

Ganz grob überschlagen, müsste man also wohl mindestens die Hälfte der Bevölkerung langfristig vom öffentlichen Leben trennen, nimmt man die Idee ernst.
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Zuletzt bearbeitet:
Scholz und Maas haben einen gemeinsamen offenen Brief in verschiedenen europäischen Tageszeitungen veröffentlicht.

Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) bietet schon jetzt die Möglichkeit, dass die Euroländer gemeinsam und zu den gleichen günstigen Konditionen Kapital aufnehmen. Für Italien würde dies 39 Milliarden Euro an frischem Geld bedeuten, für Spanien 28 Milliarden Euro. Diese Mittel sollten für alle notwendigen Aufwendungen im Kampf gegen Corona genutzt werden dürfen.
Wir brauchen keine Troika, keine Kontrolleure, keine Kommission, die Reformprogramme für ein Land entwickelt, sondern schnelle und zielgenaue Hilfen. Genau das kann der ESM bieten, wenn wir ihn vernünftig weiterentwickeln.

Darüber hinaus schlagen wir einen paneuropäischen Garantiefonds vor, der Kredite absichern kann, mit dem die Europäische Investitionsbank (EIB) kleine und mittelständische Unternehmen in den Ländern mit Liquidität versorgt. Damit ließen sich über nationale Geschäftsbanken oder Förderinstitute Brückenfinanzierungen, längere Kreditlaufzeiten und neue Kredite absichern. Und mit dem Vorhaben SURE (Support mitigating Unemployment Risks in Emergency), das jetzt von der EU-Kommission aufgegriffen worden ist, können EU-Mitglieder finanziell unterstützt werden, die ähnlich wie bei der in Deutschland etablierten Kurzarbeiter-Regelung Unternehmen unter die Arme greifen, damit diese trotz Konjunktureinbrüchen an ihren Beschäftigten festhalten.
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