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Ich habe gesagt "wäre unter Umständen erforderlich". Nichts von unfreiwillig. Ich will Grundrechte wahren. Vor allem das auf Leben und Gesundheit, aber auch alle anderen.
Hier sieht es (Stand heute) zum Beispiel so aus: alle Schulen und Kitas sind dicht, Großveranstaltungen, Messen, Konzerte, Lesungen usw. wurden gecancelt; den Museen, Theatern und Opernhäusern sind öffentliche Veranstaltungen per Erlass untersagt. Kommunalen und freien Kultureinrichtungen sowie Volkshochschulen und weiteren Bildungseinrichtungen wurde unter Verweis auf diesen ministeriellen Erlass "dringend empfohlen",
die Schließung ganzer Kultur- und Bildungseinrichtungen "zu prüfen".
Dadurch fallen schätzungsweise auch viele Sprachkurse flach.
In Kliniken und Altenheimen gelten zum Teil ausgesprochen restriktive, unterschiedliche Besuchsregelungen. Besucher dürfen z.B. nur noch in strikt limitierten Ausnahmen in die Geriatrie, auf geriatrische Stationen und in Altenheime. Außerdem müssen sie ihre Kontaktdaten hinterlassen.
Eine geriatrische Klinik hat für den Draht zu Angehörigen alle Telefone kostenlos freigeschaltet. Immerhin.
Und in Busse darf man wie in anderen Städten auch ab sofort nur noch hinten einsteigen.
Die Fahrer:innen werden abgeschottet und sollen keine Fahrkarten mehr verkaufen.
Nur in den Märkten geht es noch zu wie eh und je. Allerdings: wieder leergeräumte Regale.
Seit dem Shutdown hamstern die Leute wieder.
"Jetzt wird es gruselig", sagte mein Lieblingskioskbetreiber heute und schaute ganz traurig. "Ja", sagte ich, weil ich nicht wusste, was ich sagen sollte, " - irgendwie surreal. Trotzdem, wir sehen uns wieder!" Da lächelte er.
Lächeln. Zuversichtlich bleiben, aufmuntern, ein klein bisschen Mut machen. Mehr kann man im Moment nicht tun, glaube ich.