Bintje
Well-Known Member
Falls es noch nicht zu euch vorgedrungen ist, am Freitag wurden sämtliche Tafeln geschlossen.
Viele Mitarbeiter sind ebenso wie viele Bedürftige Ältere, und gehören selbst zur Risikogruppe, ohne diese müssen sie den Betrieb einstellen.
Arme Familien, Rentner, Obdachlose, Flüchtlinge und was da noch alles an Bedürftigen Gruppen gibt die auf das Angebot der Tafeln angewiesen sind, sind damit ab morgen von der Versorgung abgeschnitten.
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Ab nächster Woche wird es auch bei uns interessant, da wird die Zahl der Infizierten jeden Tag steil ansteigen.
Alle müssen sich jetzt am Riemen reissen und wirklich nur wenn es absolut notwendig ist das Haus verlassen.
Beides muss ich jetzt leider mal einrahmen.
Hab gerade mit meiner Schwester gesprochen, Fachärztin mit Hochrisikopatienten (ausnahmslos Krebskranke).
Sie kann wie ihre Kolleg:innen vor Arbeit nicht mehr aus den Augen gucken; es gebe allgemein viel zu wenig Schutzmaterial, der Virus sei hochinfektiös, und es müssten dringlich flächendeckende Ausgangssperren her.
Sie war schon dankbar, weil es ihr eben gelungen ist, über private Kanäle noch 2 (in Worten: zwei!) Schutzmasken für alle aufzutreiben. Kollegen hätten zwar vorausschauend bestellt, aber da sei viel zu wenig gekommen, und sie sagt, "wenn's richtig losgeht, haben wir nichts mehr", könnten weder sich selbst noch Patienten schützen.
Über unseren Gesundheitsminister wollte sie sich gar nicht äußern, weil sie nur noch 'nen Hals hat. Und erst recht: wenn sie hört und sieht, wie Leute noch sorglos in Kinos oder Muckibuden pilgern (in der Metropole, in der sie lebt, ist das noch möglich) oder (ich zitiere) "in Cafés kuscheln, sich anhauchen und die neuesten Panikgerüchte erzählen". Sie war geladen wie ein Torpedo, stinksauer. O-Ton: Wenn die Leute sich weiter so benehmen und nicht mal daheim bleiben und die Hände in den Hosentaschen lassen, breche das ganze System zusammen. Das sei den Leuten schlicht nicht klar! Man könne es abfedern, wenn die Leute mitziehen würden und die Lage ernst nähmen, aber das täten sie nicht; das Ego gehe vor. Nebenbei sei ihr schleierhaft, warum es noch keine speziellen Ambulanzen und zentrale Sammlungen für Schutzmaterial, Desinfektionsmittel usw. gebe.
Ihre Ansage: Selbstdisziplin, nur zum Einkaufen raus, Öffis und ähnliche Menschenansammlungen meiden!
Gebe ich hier nur mal weiter, das war der Tenor.