Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

10 Tage Corona-Krise und wir sind schon wieder bei Alle Arbeitslosen sind arbeitsscheu und Jeder ist seines Glückes Schmied? Ich kotze gleich.
@sommersonne meinte soviel ich weiß die Rentner mit Renten, die den Lebensunterhalt nicht decken. Und auch Alleinerziehende sind häufig auf Sozialleistungen angewiesen. Darüber hinaus gibt es pflegende Angehörige, die nicht arbeiten können, chronisch Kranke und Leute, deren Lohn nicht ausreicht, um über die Runden zu kommen. Die alle sind Tafel-Kundschaft.
...und was hat das mit dem fehlenden sozialen Netz in der DDR zu tun? Auch da gab es Rentner mit zu wenig Rente, Alleinerziehende mit geringen Einkommen, aber eben kein soziales Netz welches jene aufgefangen hätte!
 
Bitte um Entschuldigung. Weiss nicht wie es im Westen war. Aber im Osten waren alle gleich. Alle haben genauso verdient wie die anderen. Manche haben aus ihren Lohn nix gemacht, getrunken usf. Andere haben gespart und kamen nach 1990 besser dran.

PS Ich meine hier nicht die Kadern, die besser verdienten, weil Politik... Ich meine die einfachen Leute.
 
Wie soll ich anfangen?
Einer meiner Onkel war 1945 Direktor einer Versicherungsfirma in Cluj / Klausenburg. Diese Firma wurde nationalisiert. Er musste die Firma liquidieren und sie in die staatliche Versicherungsfirma bringen. Da er aber aus der Bourgeoisie stammte, hatte er kein Recht auf Pension (@Skeptiker meinst Du Altersrente???)
Nun hatte aber mein Onkel glück, obwohl er ohne Vater war. Als Waise, als Kind, bekam er von der Griechisch-kath. Kirche ein Stipendium, Volkswirtschaft in Wien zu studieren. Er wollte aber Musik studieren. Das ging aber nicht. Mit dem Stipendium studierte und promovierte er in Volkswirtschaft. Aber nahm auch an den Vorlesungen in Musik teil, ohne Prüfungen geben zu können.
Im Jahr 1952, als seine alte Versicherungsfirma in die staatliche Versicherungsfirma aufgenommen wurde, ging mein Onkel zur Prüfung zur Philarmonie in Cluj und wurde als Violonist angestellt. Es war 1952. Der Onkel war 1888 geboren. Erst 1964 ging mein Onkel in die Rente.
Mein Onkel bekam 1957 ein Lohn von 700 Lei. Als Violonist in der Philarmonie.
Ein Uni-Assistent bekam damals 800 Lei.
Ein Chef der Buchhalterei einer Firma 850 Lei.
Ein Uni-Prof 3800 Lei.
Eine meiner Tanten, die nicht qualifizierte Arbeiterin war, verdiente 590 Lei.
Eine Skoda aus der CSSR kostete 38.000 Lei.
Und die Miete für etwa 120 qm Wohnung im Zentrum von Cluj kostete im Monat 219 Lei.
Das alles kenne ich aus Belege, die ich im Haus habe (außer Skoda-Preis. Dieses wurde mir vermittelt).
 
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...und was hat das mit dem fehlenden sozialen Netz in der DDR zu tun? Auch da gab es Rentner mit zu wenig Rente, Alleinerziehende mit geringen Einkommen, aber eben kein soziales Netz welches jene aufgefangen hätte!
Die Zone mag ein wirtschaftlicher Schlampladen gewesen sein, die in legendärer Weise bei der Versorgung der Bevölkerung mit mehr als dem Allernötigsten versagt hat. Aber sie hat es geschafft, Frauen das Arbeiten zu ermöglichen und bereits in den 1950er Jahren massenhaft Frauen in verantwortlichen Positionen beschäftigt. Dass Ostrenten mies waren trifft zu, ist aber eine weitaus geringere Schande als im reichen Kapitalistendeutschland.
 
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