Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

Heute Morgen war die Straßenbahn wieder voll mit Schülern, der Fahrer musste per Durchsage die Fahrgäste anhalten sich besser in der Bahn zu verteilen, nicht wegen Corona, sondern weil sonst niemand mehr reinpasste und noch ein Dutzend Personen von draußen reindrängten.
Sollten nicht Geschäfte und Schulen in NRW geschlossen sein?

Seltsamer Lockdown...
 
@Msane Wir haben keinen Schullockdown, wir haben einen Präsenzpflichtlockdown. Die Schüler müssen nicht, dürfen aber weiter zur Schule gehen. Im Frühjahr galt das ja nur für Kinder von Systemrelevanten. Montag eine Kindergärtnerin gehört: Die waren weiterhin zu 75% ausgelastet.
 
Laschet erklärte, dass Nordrhein-Westfalen so schnell wie möglich zurück zum Präsenzunterricht für alle Schüler wolle. „Wenn die Infektionszahlen es zulassen, werden die Schulen die Ersten sein, die wieder vollständig öffnen.“

WELT​
 
@Msane Wir haben keinen Schullockdown, wir haben einen Präsenzpflichtlockdown. Die Schüler müssen nicht, dürfen aber weiter zur Schule gehen. Im Frühjahr galt das ja nur für Kinder von Systemrelevanten. Montag eine Kindergärtnerin gehört: Die waren weiterhin zu 75% ausgelastet.

Ab Klasse 8 gibt's Distanzlernen, Klausuren finden aber regulär statt. Da sich vor Weihnachten die Klausuren knubbeln, taten sie bestimmt schon, als @Msane zur Schule ging, ist es kein Wunder, dass die Bahnen immer noch pickepackevoll mit SchülerInnen sind.
 
Hatten wir schon, dass Armin, die Lusche das Volk zum Boykott des Onlinehandels aufgerufen hat, weil der in D ja keine Steuern zahlen?
https://www.zeit.de/news/2020-12/15/laschet-gutscheine-kaufen-statt-online-geschenke
Aus den völlig falschen Gründen das Richtige. Die Zusteller ersaufen gerade in Paketen. Pure Lotterie, ob Pakete dieses Jahr noch ankommen. Da können sie nichts mehr für, die sind wirklich völlig überlastet.
 
Hmmmnaja. Unfähigkeit kommt natürlich noch hinzu.

Durch das verstärkte Aufkommen in der diesjährigen Weihnachtszeit rechne DHL mit Steigerungsraten von etwa 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, erklärte eine Konzern-Sprecherin.
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Wie rechnet sie das? o_O

Bereits der erste Lockdown im Frühjahr hatte der Branche Rekordaufträge beschert. So transportierte die DHL im März und April mit täglich neun Millionen Sendungen beinahe doppelt so viele Pakete wie im Vorjahreszeitraum. Auch bei Hermes gab es nach eigenen Angaben ein Plus von mehr als 40 Prozent.
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Wie will sie in der Vorweihnachtszeit auf nur +20% kommen? Aber anyway. Ob sie damit rechnet oder nicht. Die haben ohnehin keine Chance.

Ein Paketzusteller schafft es, ca. 250 Pakete am Tag zuzustellen. Rechnet man dafür vier Stunden – die anderen vier holt er ja 250 rein –, sind das über 60 Pakete in der Stunde. Wohlbemerkt, fahren muß er ja auch noch. Ein Ungelernter schafft 50 am Tag. Und gescheite Paketlieferwagen, also mit Regalen, gibt es auch nicht unbegrenzt zuzumieten, auch da ist ein Flaschenhals.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war in den 90ern als Student Teilzeitmitarbeiter bei UPS. Harter Job, gutes Geld (übertariflich), faire Verträge (fest angestellt). Nicht so ein Drecksausbeuterladen wie DHL. Wir haben abends 17-20.00 Uhr die braunen Autos ausgeladen, die Pakete über Bandanlagen nach Postleitzahlen sortiert, in Container verladen und durch Deutschland verschickt.

Schnitt war damals ~12.000 Pakete am Tag. Vorweihnachtszeit, ab Mitte November, 16.000 Minimum bis Mittwoch/Donnerstag 18.000. Also ein Drittel bis die Hälfte mehr.

Am Arsch werden sie im Januar sein. Ab 22. Dezember hatten wir 5000 Pakete täglich bis 2. Januar, ab dann 8000, langsam steigernd auf 10.000. Der ganze Körper arbeitet darauf hin, sich ab Weihnachten umfänglich erholen zu können. Das wird dieses Jahr entfallen, wenn dann noch Berge nichtzugestellter Pakete warten. In der zweiten Januarwoche werden die Krankmeldungen eintrudeln wie Altpapier.
 
Das sehen nicht alle so:

"Ob tatsächlich bereits Triagen in Zittau durchgeführt werden mussten, ist bislang unklar. Das Klinikum Oberlausitzer Bergland schreibt am Mittwochmittag dazu in einer Presseerklärung:
"Richtig ist, dass der Aufwuchs an Patienten mit COVID-19 sowohl zu hohen Auslastungen auf den extra eingerichteten Infektionsstationen, als auch in den Intensivstationen führt."

https://www1.wdr.de/nachrichten/steigende-zahlen-sorge-triage-100.html

In NRW besteht jedenfalls keine Gefahr einer Triage laut Laumann und Lauterbach.
 
Wobei ich im Zweifel eher einem Chefarzt aus der Praxis glaube als einem Pressesprecher, der noch ganz andere Rücksichten zu nehmen hat. Ist aber letztlich auch egal. Die Zahlen bilden ja immer das Geschehen ab von vor zwei Wochen. Daß es dieses Jahr noch in Sachsen zur Triage kommen wird, ist sicher.
 
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