Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

Immerhin sechs Millionen Alarme sind mit der App verschickt worden, seitdem sie im Einsatz ist.
Übrigens, nur, weil ich euch momentan nicht mit der App nerve, heißt das nicht, daß ich nicht dran bleibe :p

Die von @Berfin1980 so sehnlichst erwünschte Kontakttagebuchfunktion ist überraschend schnell drin. Richtig klar ist mir noch nicht, was die da machen; äußerst mißlungene Kommunikation. Ich werde berichten.

Ich hatte mir ja ein Gastro-Feature gewünscht, so etwas.(Verlinkt um paar Ecken auf diese App.)

Stellt sich heraus: An so etwas basteln sie auch. Und sie übererfüllen derzeit ihren Plan, muß man ihnen lassen.
 
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Glaubst du, die App kann, egal, wie scharf sie gestellt ist, bei den aktuellen Infektionszahlen noch irgendwas bringen? Selbst wenn jeder Kontakt ermittelt würde, wie viele Leute sollen unter Quarantäne gestellt werden?
 
80 Wochen sind viel zu lange. Das sind noch mehr als anderthalb Jahre! Impfung wird einen Teil beitragen, aber die Durchseuchung ist geplant, ja. Das muß man so feststellen. :confused::eek:
Auch wenn manche hier das nicht einsehen wollen, Israel kriegt es hin und diese Regierung wird zwischen April, wenn Israel durch ist, und April 2022, wenn wir hoffentlich durch sind, weitaus mehr Tote zu verantworten haben als das israelische Militär und sämtliche palästinensischen Terroristen zusammen. Ich weiß, der Vergleich ist extrem polemisch.
 
Glaubst du, die App kann ... noch irgendwas bringen?


Ich sagte es schon: Nach meiner Ansicht wird sie sehr wenig bringen. Sie ist gebaut für den Weg der Tröpfcheninfektion, das Problem aber ist die Aerosolinfektion. Die Original-App ... nun, wenn 3 Millionen Warnungen verschickt worden sind, dann sind das immerhin 3 Millionen Gewarnte. Das ist nicht nichts. Das ist eine Hausnummer. Aber bei 80 Millionen Betroffenen ... 20 Millionen mal ist sie heruntergeladen worden, nicht alle sind in Betrieb. (Ich habe drei heruntergeladen. Eine davon in Betrieb. Die auf meinem betagten Aldi-Tablet ist mit diesem stillgelegt, die auf meinem neuen Huawei läuft auch mit der aktuellen Version nicht, obwohl sie könnte; ihr freier Bruder tut es ja). Sie ist inzwischen mit den meisten ausländischen EU-Apps kompatibel; diese aber werden noch weitaus weniger genutzt.

Da sie aber so überraschend erfolgreich ist und nun mal da ist, bietet sich an, zu fragen, welch weitere nützliche Apps man mit ihr als Upgrates mitverschicken kann, die man als „zusätzliches Feuature“ verkauft, obwohl sie es im eigentlichen Sinne nicht sind (sondern eben neue Apps). Und diese doofe Zettelwirtschaft in den Gastronomien zu beenden, finde ich zum Beispiel wirklich toll: Die nicht nur lästig, sondern datenschutzrechtlich äußerst übel ist – nicht auf irgend einem Papier, sondern ganz konkret, wenn der Aushilfskellner in einem unbeobachteten Moment mit seinem Smartphone flugs die Kontaktdaten einer hübschen Studentin in seiner Kundschaft abblitzt –, und zudem noch unnötig konfliktträchtig – was macht derselbe Kellner, wenn er sieht, daß irgend ein Witzbold, Querdenker oder Datenschutz-Fetischist mit „Donald Duck, Entenhausen“ unterzeichnet?

Auch die Kontakttagebuchfunktion ist sehr, sehr nützlich, auch wenn die wohl weniger genützt wird, weil macht Zusatzarbeit, statt daß sie Arbeit abnimmt. Schaden kann es nicht, wenn es datenschutzkonform durchgeführt wird, woran ich meine begründeten Zweifel habe (was ist jetzt mit Datenexport auf Whatsapp?), und jedes beim Gesundheitsamt eingereichte Kontakttagebuch eines Infizierten hilft – Zumindest den aufgezeichneten Kontakten, und es entlastet die Gesundheitsämter bei der Kontaktermittlung.

Genial ist eine Kombi: Die von Smudo projektierte Gastro-App ist ja nicht nur für Profis; jede WG-Party kann so unkompliziertest ihre Gäste anonym erfassen ohne lästige Listen und Diskussionen; eigentlich sogar eine sommerliche Spätie-Party.

Kann natürlich sein, daß solche Zusatz-Features, die wirklich nützlich sind, die Ursprungs-App noch einmal beliebter macht. Wenn ich sie mir nicht aus staatsbürgerlichem Pflichtbewusstsein installiere, sondern weil sie wirklich praktisch ist im Biergarten. Ob sie noch auf zehn Millionen weitere Downloads kommen? Selbst wenn: Sie erfaßt eben keine Aerosol-Superspreader-Ereignisse ... hmmm, die Gastro-App (so nenne ich sie, Arbeitstitel) natürlich schon; auch ein Pfingstkirchen-Gottesdienst-Event könnte sich ja mit ihr unkompliziert erfassen.

Nein. Game-Changer wird die App auch damit nicht. Nicht einmal ein so wichtiger „Baustein“, wie erhofft. Aber ein nützlicher Begleiter und Helfer, das schon. Und etwas, woran man sich sogar erfreuen könnte.
 
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sind in diesem Falle ja nicht die Bundesrepublik Deutschland, sondern die EU.

Was mich ja verblüfft hat und anscheinend wirklich ein unbeachtetes Meisterstück nicht zuletzt der EU-Präsidentschaft, also der Merkel-Administration, ist: Daß sie insbesondere die Verteilung so geräuschlos hingekriegt haben. Italien etwa hätte ja argumentieren können: Wir stehen wirtschaftlich eh am Rand, gut, daran sind wir jetzt auch nicht unbeteiligt, aber Corona hat gerade uns unvorhergesehen und besonders brutal erwischt. Deutschland ist wirtschaftlich stärker und hatte zudem seine Chance, es besser zu machen als wir. Wir möchten mit dem Impfstoff bitte bevorzugt werden, um als am massivsten Gebeutelte auch wenigstens als Erste aus der Sache wieder rauszukommen und uns wirtschaftlich nicht vollends zu ruinieren.

Die haben sich anscheinend geeinigt auf den Königssteiner Schlüssel, habe ich jetzt mehrfach gelesen. Den Königssteiner Schlüssel kenne ich aus der Flüchtlingsverteilung: Flüchtlinge werden verteilt auf die Landkreise gemäß einer Formel, in der die wichtigsten Größen Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft sind.

Ich weiß noch nicht, was genau ich damit sagen will :)
 
80 Wochen sind viel zu lange. Das sind noch mehr als anderthalb Jahre! Impfung wird einen Teil beitragen, aber die Durchseuchung ist geplant, ja. Das muß man so feststellen. :confused::eek:

Guckt mal: Dies "schrub" ich bereits Anfang März. ;)

Nee, neenee, das war die sog. Hongkong-Grippe: https://de.wikipedia.org/wiki/Hongkong-Grippe
(...)
Trotzdem, an solche Ausbrüche muss ich momentan öfters denken. So ähnlich kommt mir das im Augenblick auch vor. Nur, dass die Menschen es mittlerweile nicht mehr gewöhnt sind und wahrscheinlich auch deshalb so phobisch reagieren.

In der dritten Aprilwoche nahm sich dann der "Spiegel" des Themas an.

https://www.spiegel.de/geschichte/p...uetete-a-00000000-0002-0001-0000-000170518603

Und Ende April gab es noch einen Text dazu:

https://www.merkur.de/welt/corona-d...rippe-pandemie-epidemie-tote-zr-13699108.html

Auszug: "Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe ebenfalls über die schwerste Grippe, die Deutschland in der Nachkriegszeit traf. Die Hongkong-Grippe mit der Bezeichnung A1/1968 H3N2 sorgte dafür, dass im Winter 1969/70 Schulen geschlossen wurden und in manchen Wirtschaftsbereichen die Produktion heruntergefahren wurde - jedoch zumeist nur als Reaktion auf einen Ausbruch in dem Betrieb oder in einer Schule. Nicht präventiv aus Gesundheitsvorsorge.

Die Zustände in den Kliniken seien teilweise verheerend gewesen. Es mussten Notbetten aufgestellt werden, teilweise lagen Erkranke auf Fluren und in Badezimmern. In West-Berlin herrschte ein Bestattungsnotstand, berichtet der Spiegel. Särge mussten in Gewächshäusern des Gartenbauamts Wedding oder in der Wilmersdorfer Bezirksgärtnerei gelagert werden.

Hongkong-Grippe in München: Kliniken „randvoll belegt“

Auch in München seien alle Kliniken „randvoll belegt“, meldete das Münchner Krankenhausreferat damals. Rund 30 Prozent der Schwestern erkrankten und fielen aus. Zustände, die an gegenwärtige Bilder aus italienischen Kliniken erinnern - und Deutschland ohne Shutdown möglicherweise auch beim Coronavirus gedroht hätten.
[...]

Politiker reagierten empathielos auf die Hongkong-Grippe - man setzte auf Herdenimmunität

Wissenschafts- und Medizinhistoriker wie David Rengeling, Malte Thießen oder Wilfried Witte recherchierten, wie die Bundesrepublik mit dem damaligen Ausbruch umging. Ihr Ergebnis ist erschütternd: Politiker und Behörden hätten mit einer erstaunlichen Empathielosigkeit reagiert. [...]
Damals setzte die Politik auf Herdenimmunität*. Es gab keinen Shutdown des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens*. Ausgestanden war die Hongkong Grippe in Deutschland erst im Winter 1970. Bis dahin hatte eine ausreichend große Bevölkerungszahl mittlerweile Antikörper entwickelt und war immun. Die Ausbreitung des Virus wurde gestoppt."

Dazu muss man ergänzen, dass es während der Hongkong-Grippe irgendwann einen Impfstoff gab. Der wurde damals z.B. in größeren Firmen von Betriebsärzten angeboten. Die Leute ließen sich impfen und arbeiteten weiter.

Tatsächlich habe ich beim Corona-Ausbruch nicht unbedingt damit gerechnet, dass es einen Impfstoff geben würde. Ich dachte, es wird wohl auf Therapien hinauslaufen, verbesserte Behandlungsmöglichkeiten - aber Chancen auf Impfstoffe habe ich als sehr gering angesehen. Wenn man weiß, dass normalerweise 93 oder 94 % aller zur Zulassung angemeldeten Impfstoffe spätestens beim Paul-Ehrlich-Institut durchfallen, weil sie zu wenig bringen oder zu unsicher sind, kann man die Leistung von Biontech gar nicht hoch genug bewerten. Hut ab! Natürlich hatten sie das Glück, auf seit längerem bekannte Forschungsergebnisse über mRNA aufsatteln zu können, aber sie hatten auch in einem sehr frühzeitigen Moment haargenau den richtigen Instinkt.

Es wird in Zukunft mehr Impfstoffe geben; spätestens im Mai/Juni dürften etliche davon auf dem Markt sein.
Auch konventionelle, also welche, die nicht auf der mRNA-Technologie basieren.
Das ist sensationell geschwind. Auch deshalb halte ich es für aktionistischen Quark, über Zwangslizenzen für ein ausgesprochen innovativ wirkendes Produkt mit augenblicklichem Alleinstellungsmerkmal nachzudenken. Denn dieses Alleinstellungsmerkmal dürfte Biontech a) in Kürze so oder so verlieren, und b) würden Ausbau und nötige Sicherheitsprüfungen der nötigen Infrastruktur bei eilends per Zwangslizenz beglückten Buden vermutlich weitaus länger benötigen als die Markteinführung von Konkurrenzprodukten.
 
Als SAP-Hoppe im Juli meinte, sein Curevac würde Jan/Feb liefern , andere schon wohl Nov/Dez, da war das für mich so die Deadline. Das hatte ich ihm geglaubt, weil einfach, der wird sich auskennen.


Hopp: Der Stand beim Impfstoff ist nach wie vor positiv. Und ich bin zuversichtlich, dass im Januar beziehungsweise Februar schon breitflächig geimpft werden kann mit dem, was meine Firma Curevac liefert. Es wäre sicher schön, wenn wir schon im Oktober oder November einen Impfstoff von einer der vielen forschenden Firmen hätten, denn die Welt ist groß genug mit ihren acht Milliarden Einwohnern, da braucht es sowieso zwei Jahre, bis alle Menschen geimpft sind. Ich glaube aber fest daran, dass im Januar oder Februar der Curevac-Impfstoff zur Verfügung steht.
Januar/Februar? Andere schon Oktober/November?
Indien: Hold my beer.
 
Sie selber werden sich nicht erfassen. Gott sieht alles! Oder so ähnlich...
Gott ist nicht das Problem. Der ist informiert, klar. Ich sehe das Problem wieder einmal bei den Gesundheitsämtern. Ich bezweifle, daß sie schon die digitale Infrastruktur haben, über die Gott ihnen die Besucherdaten des Pfingstgemeinden-Superspreader-Events mal so eben übermitteln kann ... :mad: DANKE MERKEL !!1!!!11!!!!!
 
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