Coronavirus Covid-19 ---- Sind die Maßnahmen angemessen?

Es wird in Zukunft mehr Impfstoffe geben; spätestens im Mai/Juni dürften etliche davon auf dem Markt sein.
Auch konventionelle, also welche, die nicht auf der mRNA-Technologie basieren.
Das ist sensationell geschwind. Auch deshalb halte ich es für aktionistischen Quark, über Zwangslizenzen für ein ausgesprochen innovativ wirkendes Produkt mit augenblicklichem Alleinstellungsmerkmal nachzudenken. Denn dieses Alleinstellungsmerkmal dürfte Biontech a) in Kürze so oder so verlieren, und b) würden Ausbau und nötige Sicherheitsprüfungen der nötigen Infrastruktur bei eilends per Zwangslizenz beglückten Buden vermutlich weitaus länger benötigen als die Markteinführung von Konkurrenzprodukten.

Der konventionelle Vektor-Impfstoff von Astra-Zeneca ist wesentlich weniger effektiv als die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna. Die kolportierten 60 bis 70% würden mehr Erkrankte, mehr Tote und die Unerreichbarkeit der Herdenimmunität, die Fauci inzwischen bei 70-90% ansetzt, bedeuten. Es ist schlicht unethisch, die einen mit den hochwertigen mRNA-Impfstoffen zu versorgen und die anderen mit dem minderwertigen Impfstoff von Astra Zeneca. Die "Triage", wer den guten und wer den schlechteren Impfstoff bekommt, also wem Lebenschancen vorenthalten werden, wird mit Sicherheit noch endlos viele Gerichtsverfahren und ganz hässliche Auseinanderssetzungen in der Öffentlichkeit nach sich ziehen. --- Ob Zwangslizenzen oder vertragliche Lösungen, eine vollständige und viel schnellere Versorgung von allen, die wollen, mit dem hochwertigen Impfstoff, ist ohne Alternative, wenn man unabsehbaren Schaden abwenden will.
 
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Der konventionelle Vektor-Impfstoff von Astra-Zeneca ist wesentlich weniger effektiv als die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna.
Aber er ist eben konventionell. Mach das auf freiwilliger Basis: Und ich z.B. würde trotz der geringeren Wirksamkeit den Oxford-Impfstoff bevorzugen.

Nicht jetzt wegen Bill Gates will uns alle verchippen! oder Die wollen unsere Gene manipulieren!- Flachsinn. Es ist fatal genug, daß wir nicht abwarten können, ob Impfstoffe Langzeitwirkungen haben. Die mRNA-Technologie ist vollkommen neu. Wenn es da unvorhergesehene Langzeitfolgen gibt, dann müssen die erst einmal erforscht werden, und wie man sie bekämpft. Bei konventionellen Impfstoffen weiß man zumindest: Mist, das hatten wir dannunddann schon einmal gehabt.

Von daher glaube ich: Wenn man das gut macht, und das kann man bei Herrn Spahn inzwischen ausschließen, dann würde man im Sommer die Wahl haben zwischen einen nicht so wirksamen, aber konventionellen Impfstoff sofort und einen wirksameren Wirkstoff erst in zwei Monaten.

Zusätzlicher Faktor: Von einigen Impfstoffen wissen wir, daß sie nicht nur vor einer Krankheit schützen, sondern auch vor einer Infizierung. Und damit vor Infektiösität. Vom Biontech-Impfstoff wissen wir das noch nicht. Heißt: Auch ein, nein, gerade ein Biontech-Geimpfter wird weiterhin Maske tragen müssen – Zum Schutz der Anderen. Weil er asymptotisch infektiös sein könnte, was man mutmaßlich nie erfahren wird, nicht einmal im Rückblick, weil kein Anlaß besteht, ihn zu testen. Auch das wird viele dazu bewegen, einen anderen Impfstoff zu wählen.

Kann sein, der Biontech-Impfstoff trägt zum Erreichen der Herdenimmunität genau gar nichts bei. Ist nicht geprüft.
 
Wäre ich 70+ wären mir eventuelle Langzeitfolgen als Nebenwirkung egal, da die verbleibende Lebenszeit überschaubar ist und die Familienplanung dürfte auch schon lange abgeschlossen sein.
Also den neuen mRNA Wirkstoff von Biontech um eine Covid-19 Erkrankung möglichst zu vermeiden.
Allen anderen die jünger und keine Risokopatienten sind, sollten den konventionellen Impfstoff von Astrazeneca wählen.
Schlußendlich ist es auch eine Frage der Verfügbarkeit.


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Aus einem anderem Forum (geht dort eigentlich um die App):

Die Gesundheitsämter kommen bei der Kontaktverfolgung nicht mehr hinterher. Es wird (mind. in Niedersachsen) nur noch symptombezogen getestet. K1-Kontakte (Kontakte von positiv getesteten Personen) werden nicht mehr pauschal getestet - und das konsequent: Auch wer in der App eine rote Warnmeldung bekommt, wird ab Januar NICHT MEHR GETESTET. Logischerweise wird auch keine Quarantäne ausgesprochen - wer dann der Arbeit fernbleibt, obwohl er nicht krank ist, kann gekündigt werden, setzt also sich einem hohen Risiko aus. Wer zur Arbeit geht, setzt die Kollegen einem hohen Risiko aus.
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Wenn wir jetzt so weit überfordert sind, daß wir so wenige Tests haben (genauer: so viele potentiell Infizierte), daß nicht einmal mehr eine App-Alamierung dazu berechtigt, einen zu kriegen – mit der beschriebenen Folge, daß ich trotz App-Alarm zur Arbeit gehen muß!, dann sind wir wirklich wieder tief weit unten :( Wir waren mal in der Lage, jeden zu testen, der auch nur aus einem Problemland kam.
 
Weil er asymptotisch infektiös sein könnte, was man mutmaßlich nie erfahren wird, nicht einmal im Rückblick, weil kein Anlaß besteht, ihn zu testen. Auch das wird viele dazu bewegen, einen anderen Impfstoff zu wählen.
Genau das wäre ein Anlass ihn zu testen.

Mach das auf freiwilliger Basis: Und ich z.B. würde trotz der geringeren Wirksamkeit den Oxford-Impfstoff bevorzugen.
Gute Idee, das freiwillig zu machen, aber ein Impfstoff mit 60-70% Wirksamkeit würde die gewünschte Herdenimmunität nicht bringen und er würde schwere Erkrankungen und Todesfälle eben nur um ein Drittel bis zwei Fünftel reduzieren. Der Vorschlag von @Msane, mRNA-impfstoffe nur an >70 zu verimpfen, weil die die mutmaßliche Langzeitfolgen wohl nicht mehr erleben würden und das Risiko, an Covid 19 zu versterben um ein Vielfaches höher ist als bei Jungen, klingt verlockend, lässt aber außer Acht, dass es auch unter den 50-70jährigen zu vielen schwerwiegenden und tödlichen Verläufen kommt. Die Grenze sollte also niedriger angesetzt werden und alle Altersgruppen sollten die Wahl haben, die auch nicht durch Anreize wie einen früheren Termin manipuliert werden dürfte.
 
Genau das wäre ein Anlass ihn zu testen.
Wann? Wie oft? Warum? Im Januar werden, siehe oben, nicht einmal mehr Menschen getestet, bei denen die WarnApp eine hochriskante Begegnung meldet.
ein Impfstoff mit 60-70% Wirksamkeit würde die gewünschte Herdenimmunität nicht bringen
Ein Biontech-Wirkstoff vielleicht noch weniger. Man weiß es nicht.
 
Wann? Wie oft? Warum? Im Januar werden, siehe oben, nicht einmal mehr Menschen getestet, bei denen die WarnApp eine hochriskante Begegnung meldet.

Man muss es wissen und wird es herausbekommen. Stichproben reichen. Woher hat der Forist bei heise eigentlich seine Weisheit über die neue Testpolitik im wenig betroffenen Niedersachsen? Ein Beleg ist das für mich nicht.

Ein Biontech-Wirkstoff vielleicht noch weniger. Man weiß es nicht.
Man wird es rausfinden. Falls der Biontech/Pfizer-Impfstoff kein steriler solcher sein sollte, wird er aussortiert werden, sobald es einen sterilen gibt.
 
"... Mehrere Bundesländer melden Lieferengpässe
Allerdings häufen sich die Meldungen über Lieferengpässe. Gleich mehrere Bundesländer berichten von Verzögerungen bei den Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer. ..."

https://www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Sachsen-Corona-Impfungen-kommen-nur-schleppend-voran

Dazu paßt auch noch:
https://www.rnd.de/politik/verwirru...cht-nachschub-4J65IRWFLVC4FHNK2MLR2LTJCA.html

Wenig überraschend. Das "Wall Street Journal" berichtete schon Anfang Dezember von Qualitätsproblemen bei einem Zulieferer von Biontech: Mit dem Ergebnis, dass statt 100 vorerst nur 50 Millionen Impfdosen ausgeliefert werden konnten/können. Seitdem war klar, dass es sich verzögern würde. Das wurde auch mehrfach kommuniziert, auch in deutschen Medien.

https://www.wsj.com/articles/pfizer...s-11607027787?reflink=desktopwebshare_twitter

https://www.focus.de/gesundheit/new...n-dem-hersteller-zutaten-aus_id_12737840.html

Dummerweise beißt sich die vorübergehende Knappheit mit einer hohen Erwartungshaltung bei verbreiteten Maximalansprüchen an schnellstmögliche Versorgung ("ich zuerst! - und wehe!, ich bekomme nicht sofort einen Impftermin!"): Einerseits begreiflich, weil kein Mensch Bock hat auf die blöde Seuche; andererseits schüttele ich manchmal den Kopf über das, bitte verzeiht, "typisch deutsche" Gemecker, Genörgel und Gemotze, wenn was nicht so läuft wie geplant. Oder erwartet. Oder erhofft. Uns geht's hier noch xmal besser als vielen anderen Ländern.

Natürlich tröstet das niemanden, der gerade einen lieben Menschen begraben musste oder täglich darum fürchtet, sich selbst und/oder andere anzustecken, aber ganz ehrlich?
Ich find's schon sehr geil, dass es inzwischen einen und in absehbarer Zeit weitere Impfstoffe gibt. Der Rest ist auch eine Frage von Geduld und persönlicher Einstellung. Das Glas ist halbvoll, nicht halbleer.

Der konventionelle Vektor-Impfstoff von Astra-Zeneca ist wesentlich weniger effektiv als die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna. (....)Es ist schlicht unethisch, die einen mit den hochwertigen mRNA-Impfstoffen zu versorgen und die anderen mit dem minderwertigen Impfstoff von Astra Zeneca. [....]

Entschuldige, aber irgendwie scheint bei Dir noch nicht angekommen zu sein, dass die Tatsache, dass es überhaupt einen Impfstoff gibt, der zudem in Rekordgeschwindigkeit auf den Markt kam, schon ein Giga-Erfolg ist: Punkt 1. Punkt 2: Ein Impfstoff, der zu 60 - 70% wirksam ist oder sein soll, ist keineswegs "minderwertig", sondern entspricht - in guten Jahren! - ziemlich genau der durchschnittlichen Wirksamkeit von Grippe-Impfungen. In weniger erfolgreichen Jahren kann das sogar deutlich darunter liegen.
Trotzdem ist bekannt, dass Menschen, die trotz Impfung an Influenza erkranken, weniger schwer erkranken und andere nicht mehr anstecken (können). Jawohl, richtig gelesen. Warum schreibe ich das? Weil es sich um ein Virus handelt, das mutiert. Wie auch Sars Cov-2. Womit ich (wohlgemerkt!) Corona nicht mit einer Grippe gleichsetze, sondern nur an die diesen Erregern innewohnende Fähigkeit zur Mutation erinnere.

Darum kann man es m.E. nur als außerordentlichen Glücksfall betrachten, bei Corona einen Impfstoff am Start zu haben, der gegenwärtig eine 95%-ige Schutzwirkung entfalten soll. Ob es unter geänderten Umständen - Mutation, wohl absehbar weitere Mutationen usw. - tatsächlich bei einer einer so hohen Schutzwirkung bleiben wird, erscheint unklar (vermutlich eher nicht).

Und nach allem, was ich gelesen habe, kann man bisher noch gar nicht sagen, ob Geimpfte weiterhin infektiös sind oder wie z.B. bei der Influenza-Impfung definitiv nicht mehr (Studien wird's wohl in absehbarer Zeit geben..). @Alubehütet hat das oben besser beschrieben. Wenn man all das weiß, wird es letztlich zu einer Abwägungsfrage, ob man auf einen konventionellen Impfstoff oder auf einen mit mRNA-Technologie setzen mag. Wobei du vermutlich gar nicht die Wahl haben wirst, weil normalerweise halt verimpft wird, was zugelassen und lieferbar ist. Wie auch immer: Einen derzeit weniger wirksamen Impfstoff, der auf einer gut erforschten und erfolgreich angewandten Technologie beruht, a priori als "minderwertig" zu deklassieren, weil Biontech mit fabelhaften 95% an den Start geht, erscheint mir einigermaßen schräge. Allerdings glaube ich auch nicht an wunderbare Wunder und beispielsweise daran, dass die Seuche mit Fingerschnipp und Pieks verschwunden sein wird.
 
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Aus einem anderem Forum (geht dort eigentlich um die App):

Die Gesundheitsämter kommen bei der Kontaktverfolgung nicht mehr hinterher. Es wird (mind. in Niedersachsen) nur noch symptombezogen getestet. K1-Kontakte (Kontakte von positiv getesteten Personen) werden nicht mehr pauschal getestet - und das konsequent: Auch wer in der App eine rote Warnmeldung bekommt, wird ab Januar NICHT MEHR GETESTET. Logischerweise wird auch keine Quarantäne ausgesprochen - wer dann der Arbeit fernbleibt, obwohl er nicht krank ist, kann gekündigt werden, setzt also sich einem hohen Risiko aus. Wer zur Arbeit geht, setzt die Kollegen einem hohen Risiko aus.
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Wenn wir jetzt so weit überfordert sind, daß wir so wenige Tests haben (genauer: so viele potentiell Infizierte), daß nicht einmal mehr eine App-Alamierung dazu berechtigt, einen zu kriegen – mit der beschriebenen Folge, daß ich trotz App-Alarm zur Arbeit gehen muß!, dann sind wir wirklich wieder tief weit unten :( Wir waren mal in der Lage, jeden zu testen, der auch nur aus einem Problemland kam.

Meines Wissens werden symptomlose Kontaktpersonen hier auch nicht mehr getestet, schon länger nicht mehr. Sie müssen in Quarantäne! Aber so lange sie keine Symptome haben, werden sie nicht getestet. Es geht nicht ums Testen an sich, sondern um Laborkapazitäten.

Wenn die App rot leuchtet: Hausarzt anrufen und sofort ab in Quarantäne. Fertig.
 
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