Bintje
Well-Known Member
Es gab einmal Zeiten, da haben sich kirchliche Hilfswerke und Einrichtungen den Anordnungen des Staates widersetzt, lebensunwertes Leben der Euthanasie auszuliefern, haben diese behinderten Menschen vielmehr in Versorgungskellern versteckt. (...)
Dünnes Eis, mein Freund, ganz dünnes Eis und dünnes Argument. Abgesehen von dem m.E. wirklich ausgesprochen schiefen Rückgriff auf die NS-Ära: Christentum bedeutet meines Wissens nicht (!), in einer Pandemie den Anspruch hochzuhalten, andere ggf. infizieren zu dürfen.
Es bedeutet, sich auch mal im richtigen Moment zurückzuhalten, aus Empathie und - zugegeben unpopulärer - Nächstenliebe.
Dafür kann man bitte auch mal Online-Gottesdienste abhalten. Und wenn sie dazu nicht fähig sind, sollen sie sich meinetwegen zum Teufel scheren!
Theatern und Universitäten mutet man ja auch den Lockdown zu.
Von meiner betagten Nachbarin hatte ich andernthreads kurz erzählt: Sie liegt noch immer in der Klinik.
Sehr unklar, wie es ausgeht; es geht ihr sehr schlecht; ihre Kinder rechnen stündlich mit traurigen Nachrichten und dürfen sie nicht besuchen, no way. Die Klinik weist sie ab.
Das finde ich extrem unethisch und beklemmend, zumal es Schnelltests gibt, die auch Krankenhauskonzernen zur Verfügung stehen.
Aber kerngesunde oder infizierte Leute (so genau ist das nicht auszumachen, erst recht nicht, wenn Freikirchen auch auf Anwesenheitslisten verzichten) dürfen gemeinsam in Gottesdiensten kuscheln. Du merkst den Unterschied? Guten Morgen!

