Der Kampf um Akzeptanz

Stephanie

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AW: Der Kampf um Akzeptanz

@Kleopatra:
Die Nationalität ist nicht entscheidend, nein. Und mein Brüderchen hat das eben erkannt. Er hat gesehen, daß es mit einem Deutschen schiefgehen kann, und dafür mit einem Türken sehr gut klappen kann. Weil der Mensch zählt. Tut mir leid, wenn das evtl. falsch rübergekommen ist.

Danke jedenfalls für eure lieben Wünsche! Ich fühle mich gerade rundum glücklich und wohl.

LG, Stephanie
 

Stephanie

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AW: Der Kampf um Akzeptanz

So, bin mal wieder hier hereingestolpert. War ja wirklich schon lange nicht mehr hier. Liegt aber wahrscheinlich daran, daß ich momentan mehr in anderen Foren herumhänge, in denen es um ganz andere Sachen geht.

Wir werden nämlich heiraten!!! Dieses Jahr schon!
Letztes Jahr auf Rock im Park habe ich bei Regen und Matsch einen Antrag von ihm bekommen. Und ich habe "ja" gesagt.
Nun stecken wir gerade voll in der Organisation.
Läuft bisher alles ganz gut. Nur sein Papa jammert immer, warum wir denn so klein feiern wollen. Wir werden nämlich nur 80 Gäste einladen. Mir reicht das ja. Aber er hätte halt gerne noch Geschäftspartner usw. eingeladen. Aber das haben wir nicht eingesehen. Das ist unsere Hochzeit, wir zahlen auch alles selbst, dann wollen wir auch einladen, wen wir wollen.
Ansonsten klappt aber alles ganz gut.
Außerdem überlegen wir jetzt auch noch, ob wir uns nicht ein nettes kleines Häuschen kaufen sollen. Wäre halt eine tolle Altersvorsorge. Und wenn wir das jetzt nicht machen, wann dann? Der Kredit muß ja schließlich abgezahlt werden.

Ihr seht, es ist viel passiert. Und es scheint wirklich alles gut zu werden. Meine Eltern freuen sich sehr für mich.

Liebe Grüße an Euch alle!
Stephanie
 

yysemosyy

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AW: Der Kampf um Akzeptanz

Hallo an alle!

Ich weiß gar nicht, wo ich jetzt anfangen soll. Ich schildere euch einfach mal meine Situation.
Seit ein paar Wochen bin ich mit F. zusammen. Wir haben uns im Internet kennengelernt. Und nachdem wir uns einige Male getroffen haben, ist bei mir irgendwann der Funke übergesprungen. :) F. ist in Deutschland geboren und lebt hier auch schon immer. Er empfindet Deutschland als seine Heimat. Mit seiner Religion nimmt er es nicht so genau, weswegen ich mir deswegen auch keine Gedanken mache.
Was mir aber zu schaffen macht, sind meine Eltern. Ich habe mich lange nicht getraut ihnen zu sagen, daß mein neuer Freund ein Türke ist. Mein Vater arbeitet bei der Polizei und ist leider nicht ganz unvoreingenommen. Leider bekommt er durch die Arbeit halt nur die negativen Seiten mit. Letzte Woche war es dann so weit. Mein Vater hatte inzwischen anderweitig mitbekommen was Sache ist (mein kleiner Bruder konnte mal wieder die Klappe nicht halten), und hat mich spätabends angerufen (ich wohne ja schon lange nicht mehr zuhause). Er wollte bestätigt wissen, was er eh schon wußte. Und dann ging es los: Ob ich mir das denn wirklich gut überlegt hätte. Und ich müsse immer damit rechnen, daß sich das alles ändern kann. Auch soll ich an unsere zukünftigen Kinder denken. Wie sollen sie erzogen werden? In welchem Glauben. Ein guter Freund wollte mit mir demnächst nach Nürnberg fahren. Er hat das jetzt abgeblasen, weil er keine Lust drauf hat, daß irgendwann ein "3er BMW vor seiner Haustür steht ... die sind doch so eifersüchtig". - Hallohoo???
Ich bin jetzt 27. Und manchmal bin ich zwar wirklich naiv, aber bei der Sache habe ich wirklich ein gutes Gefühl. Ich habe mir das alles wirklich schon gründlich überlegt. Viele Freunde von mir stehen da auch hinter mir. Aber es schockiert mich schon, wie tief diese Vorurteile bei manchen sitzen. Dabei kennen sie F. gar nicht.
Gut, ich bin schon etwas ins Grübeln gekommen. An gemeinsame Kinder habe ich jetzt nach so kurzer Zeit ehrlich gesagt noch keine Gedanken verschwendet. Aber es würde mich schon interessieren, wie denn das so ist, wenn ein Partner Christ und der andere Muslime ist. Wir sind jetzt zwar beide nicht sehr religiös, aber ich weiß auch nicht so recht, was denn da auf mich zukommen würde.

Das ist jetzt alles sehr verwirrend, ich weiß. Ist auch ziemlich viel für mich. Fühle mich stellenweise leicht überfordert. Und dadurch, daß wir noch nicht sehr lange zusammen sind, weiß ich noch nicht so recht, wie weit ich F. löchern kann, ohne ihn zu verletzen.
Die Bemerkungen der anderen machen mich stellenweise fassungslos. Ich bemerke, daß ich stellenweise schon richtig trotzig reagiere.

So, ich danke euch erst mal für's zuhören. Vielleicht ergibt sich ja eine Diskussion.
Liebe Grüße
Stephanie

Immer piano Canim :wink: Ihr seid erst seit ein paar Wochen zusammen. Das kommt alles mit der Zeit und wenn ihr beide merkt, es wird ernst, dann könnt ihr euch über solche Zukunfts"dinger" unterhalten und austauschen.
Klar macht sich deine Familie Sorgen. Kommt ihr vom Land?
ABER: Ihr beide lebt zusammen. Ihr beide seid verliebt und evtl. wird Liebe daraus und eine wunderbare Beziehung.
Ihr müsst über das Gerede der anderen drüber stehen.
Lasst euch beiden Zeit :wink:
 

yysemosyy

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AW: Der Kampf um Akzeptanz

So, bin mal wieder hier hereingestolpert. War ja wirklich schon lange nicht mehr hier. Liegt aber wahrscheinlich daran, daß ich momentan mehr in anderen Foren herumhänge, in denen es um ganz andere Sachen geht.

Wir werden nämlich heiraten!!! Dieses Jahr schon!
Letztes Jahr auf Rock im Park habe ich bei Regen und Matsch einen Antrag von ihm bekommen. Und ich habe "ja" gesagt.
Nun stecken wir gerade voll in der Organisation.
Läuft bisher alles ganz gut. Nur sein Papa jammert immer, warum wir denn so klein feiern wollen. Wir werden nämlich nur 80 Gäste einladen. Mir reicht das ja. Aber er hätte halt gerne noch Geschäftspartner usw. eingeladen. Aber das haben wir nicht eingesehen. Das ist unsere Hochzeit, wir zahlen auch alles selbst, dann wollen wir auch einladen, wen wir wollen.
Ansonsten klappt aber alles ganz gut.
Außerdem überlegen wir jetzt auch noch, ob wir uns nicht ein nettes kleines Häuschen kaufen sollen. Wäre halt eine tolle Altersvorsorge. Und wenn wir das jetzt nicht machen, wann dann? Der Kredit muß ja schließlich abgezahlt werden.

Ihr seht, es ist viel passiert. Und es scheint wirklich alles gut zu werden. Meine Eltern freuen sich sehr für mich.

Liebe Grüße an Euch alle!
Stephanie

uuuupppsss, hätte wohl weiter lesen müssen. SORRY!!!
Herzlichen Glückwunsch!!!

Lg, Kariema.
 

Stephanie

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AW: Der Kampf um Akzeptanz

Seit langem melde ich mich mal wieder.
Unsere Hochzeit ist inzwischen schon wieder 4 Monate her. Und ich möchte euch kurz schreiben, wie wunderbar das alles geklappt hat. Meine stockkatholische Oma hat sich bestens mit meiner Schwiegermutter verstanden. Die Onkel der türkischen Verwandtschaft haben den Deutschen mal gezeigt, wie man so richtig feiert. Es war eine grandiose Stimmung. Und wer sich mit Worten nicht verständigen konnte, hat das eben mit Händen und Füßen getan.

Ich möchte hier nur einmal - zwischen all den Problemchen, die hier so geschildert werden - ein Beispiel bringen, wie es auch laufen kann. Klar ist mein Mann sehr gut integriert. Aber gegen Vorurteile ist kein Kraut gewachsen.
 
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