Der Tabubruch

Msane

Well-Known Member
Leider hat unsere Demokratie den Webfehler, dass sie sich selbst abschaffen kann. Hatten wir schon mal. wenn wir nicht aufpassen, tun wir es noch mal.

Wenn den Etablierten und ihrer Anhängerschaft die Demokratie so wichtig ist, dann sollten sie sich auch wie Demokraten verhalten
und den Wählerwillen akzeptieren, keine Wählerbeschimpfung betreiben und ganz wichtig, die eigenen Positionen kritisch hinterfragen.


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EnRetard

Well-Known Member
Das Volk ist der Souverän und stimmt per Wahlen ab, das ist zu akzeptieren, so funktioniert unsere Demokratie.


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Du hast meine Frage nicht beantwortet. Was bedeutet akzeptieren? Derzeit schließen sich die anderen Parteien zu Bündnissen gegen die AfD zusammen und bilden auch dann eine Regierung ohne die AfD, wenn diese die relative Mehrheit hat. Heißt "akzeptieren" für dich, eine*n Kandidat*in der AfD mitzuwählen, so wie die DNVP 1933 Adolf Hitler gewählt hat?
 

Msane

Well-Known Member
und was ist wenn das Volk einen schlechten, ja bösen Weg einschlägt? Ohne Panik verbreiten zu wollen, wir sind auf dem Weg dahin. Nicht nur wir, sondern in fast allen westlichen Ländern. Ist das dann auch noch zu akzeptieren?
Um das zu beantworten, müsstest du erst einmal "einen schlechten bösen Weg" definieren, denn je nachdem wen man
fragt, bekäme man der jeweiligen politischen Ausrichtung der befragten Person nach eine völlig andere Antwort.

Grundsätzlich aber gilt, alles was nicht gegen das Grundgesetz verstößt ist erlaubt.


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sommersonne

Well-Known Member
Um das zu beantworten, müsstest du erst einmal "einen schlechten bösen Weg" definieren, denn je nachdem wen man
fragt, bekäme man der jeweiligen politischen Ausrichtung der befragten Person nach eine völlig andere Antwort.

Grundsätzlich aber gilt, alles was nicht gegen das Grundgesetz verstößt ist erlaubt.


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Eine rechte Gesinnung wäre für mich der böse Weg, der war schon mal da mit verheerenden Folgen nicht für Deutschland.
 

Msane

Well-Known Member
Du hast meine Frage nicht beantwortet. Was bedeutet akzeptieren? Derzeit schließen sich die anderen Parteien zu Bündnissen gegen die AfD zusammen und bilden auch dann eine Regierung ohne die AfD, wenn diese die relative Mehrheit hat. Heißt "akzeptieren" für dich, eine*n Kandidat*in der AfD mitzuwählen, so wie die DNVP 1933 Adolf Hitler gewählt hat?

Da wir weder in der Weimarer Republik leben, noch ein Kandidat der AfD als Reichskanzler zur Debatte steht,
kann ich deine Frage nicht beantworten.



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EnRetard

Well-Known Member
Meines Wissens plant die AfD eine Kanzler*innen-Kandidatur und unsere Demokratie wird ebenso bedroht wie in den 1930er Jahren.

Was meinst du nun mit "akzeptieren"?
Bündnisse mit Leuten eingehen, die das Grundgesetz ganz oder in Teilen ablehnen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Bintje

Well-Known Member
Wenn den Etablierten und ihrer Anhängerschaft die Demokratie so wichtig ist, dann sollten sie sich auch wie Demokraten verhalten
und den Wählerwillen akzeptieren, keine Wählerbeschimpfung betreiben und ganz wichtig, die eigenen Positionen kritisch hinterfragen.
So lange ich meine Meinung aber behalten und, ganz wichtig, den Mund aufmachen darf, sehe ich darin kein großes Problem.
Diese Art Meinungsfreiheit existiert nämlich zumindest hierzulande bisher entgegen anderslautenden Märchen.

Aber ich frage mich, worauf du mit diesem Halbsatz hinauswillst? Worum geht es dir?

ganz wichtig, die eigenen Positionen kritisch hinterfragen.
Glaubst du denn, das sei grundsätzlich nicht der Fall? Nimmst du an, es gäbe nur Ideologie oder ein beliebig verschiebbares Juste Milieu innerhalb politischer Meinungsspektren? Oder geht es dir um Akzeptanz oder eine Haltung des Appeasements gegenüber identitären Aussagen und Forderungen?
Grundsätzlich aber gilt, alles was nicht gegen das Grundgesetz verstößt ist erlaubt.
Richtig, klar, da bin ich bei dir. Aber wie aushöhlbar das Grundgesetz ist, sieht man an der Geschichte und m.E. in Frage stehenden Gegenwart des Asylparagraphen. Man sieht es überdies an Aussagen der AfD, die permanent die Menschenwürde verletzen, also bereits den 1. Satz des Grundgesetzes - was den irrlichternden CDU-Chef offenbar so wenig abstieß, dass er ihnen vor ihrem Parteitag das Geschenk einer Kooperationsdebatte machte.

Zwar wundert mich nicht, dass Höcke heute verlangte, die EU abzuwickeln und aus der Nato auszutreten. Mich wundert aber, dass du vor dem Hintergrund solcher erwartbaren Zündeleien anscheinend möchtest, dass alle anderen in sich gehen, ihre gegenteiligen Überzeugungen sausen lassen und sich u.a. Höckes nationalistischer Hybris entweder anschließen oder einen schleimigen Kompromiss suchen.

Willst du das wirklich, geht es dir darum? Das kann ich nicht glauben. Aber falls es so wäre: -
Auf meinen geistigen Kotau davor kannst du lange warten. Der wird nicht stattfinden. Und anderes auch nicht.
 
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