Wenn den Etablierten und ihrer Anhängerschaft die Demokratie so wichtig ist, dann sollten sie sich auch wie Demokraten verhalten
und den Wählerwillen akzeptieren, keine Wählerbeschimpfung betreiben und ganz wichtig, die eigenen Positionen kritisch hinterfragen.
So lange ich meine Meinung aber behalten und,
ganz wichtig, den Mund aufmachen darf, sehe ich darin kein großes Problem.
Diese Art Meinungsfreiheit existiert nämlich zumindest hierzulande bisher entgegen anderslautenden Märchen.
Aber ich frage mich, worauf du mit diesem Halbsatz hinauswillst? Worum geht es dir?
ganz wichtig, die eigenen Positionen kritisch hinterfragen.
Glaubst du denn, das sei grundsätzlich nicht der Fall? Nimmst du an, es gäbe nur Ideologie oder ein beliebig verschiebbares Juste Milieu innerhalb politischer Meinungsspektren? Oder geht es dir um Akzeptanz oder eine Haltung des Appeasements gegenüber identitären Aussagen und Forderungen?
Grundsätzlich aber gilt, alles was nicht gegen das Grundgesetz verstößt ist erlaubt.
Richtig, klar, da bin ich bei dir. Aber wie aushöhlbar das Grundgesetz ist, sieht man an der Geschichte und m.E. in Frage stehenden Gegenwart des Asylparagraphen. Man sieht es überdies an Aussagen der AfD, die permanent die Menschenwürde verletzen, also bereits den 1. Satz des Grundgesetzes - was den irrlichternden CDU-Chef offenbar so wenig abstieß, dass er ihnen vor ihrem Parteitag das Geschenk einer Kooperationsdebatte machte.
Zwar wundert mich nicht, dass Höcke heute verlangte, die EU abzuwickeln und aus der Nato auszutreten. Mich wundert aber, dass du vor dem Hintergrund solcher erwartbaren Zündeleien anscheinend möchtest, dass alle anderen in sich gehen, ihre gegenteiligen Überzeugungen sausen lassen und sich u.a. Höckes nationalistischer Hybris entweder anschließen oder einen schleimigen Kompromiss suchen.
Willst du das wirklich, geht es dir darum? Das kann ich nicht glauben. Aber falls es so wäre: -
Auf meinen geistigen Kotau davor kannst du lange warten. Der wird nicht stattfinden. Und anderes auch nicht.