Der Umgang mit Protesten

Ich möchte nicht relativieren, was in der Türkei geschieht. Ich möchte nur begreifen, was da passiert, und da helfen mir Vergleiche, wie sie beispielsweise Decebal und Melli liefern. Ob die Vergleiche was bringen, weiß ich nicht.


Eine 30 Tausend Mann Alltagsdemo gegen Armut, die durch ein paar Testostoron und Nervenkitzel gesteuerte Jugendliche in Gewalt endet, kannst du nicht nehmen, um ein Massenprotest bei denen 7 Millionen gut gebildeter und situierter Menschen auf der Straße gegen , aus ihrer Sicht, diktatorische Regierung protestieren, zu verstehen.

Vergleiche gern. Aber dann nimmt man Thailand, Tunesien, Ägypten...und nicht diese Ha Hü Demo
 
Vergleiche gern. Aber dann nimmt man Thailand, Tunesien, Ägypten...und nicht diese Ha Hü Demo

Im Herbst wird es in Spanien spannend, wenn die Katalanen gegen den Willen des Rajoy-Regimes ein Referendum über ihre staatliche Unabhängigkeit abhalten wollen. Was wohl in der Türkei geschähe, wenn die Kurden auf solch eine Idee kämen?

Bislang tötet das spanische Regime in erster Linie afrikanische Flüchtlinge und nicht seine Oppositionellen. http://www.ksta.de/politik/spanien--sie-schossen-auf-uns-wie-auf-huehner-,15187246,26217734.html
 
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Vergleiche gern. Aber dann nimmt man Thailand, Tunesien, Ägypten...und nicht diese Ha Hü Demo

Ich denke, selbst dort kann man nicht wirklich vergleichen.

Zumal bei einigen Beispielen gar nicht mehr von Demo gesprochen werden kann.

Aber den Spaniern würde ich jetzt nicht von vornhinein ihre Wut absprechen. Da sind schon viele am Arsch.
 
Wobei die Wut zu gestehen ja noch nicht heisst, dass ich legitimiere, dass sie Gewalt gegen Flüchtlinge anwenden. Das sind zwei paar Schuhe.. Die Wut sollte sich auch gegen eine Europäische Union richten, die die Grenzen so zu macht, dass die Randländer sich mit den Flüchtlingsbewegungen beschätigen müssen und die Arbeitslosigkeit in Spanien nicht in den Griff bekommt.
 
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