Der Umgang mit Protesten

Ich frage mich, ganz ehrlich, wie wohl andere Länder mit Protesten, wie wir sie aktuell in der Türkei erleben, umgehen würden. Wie würde, beispielsweise, Deutschland, Frankreich oder England reagieren? Gibt es Vergleichbares?

Da ist so viel kaputt gegangen, die Infrastruktur kommt zum Erliegen, der Einzelhandel klagt ... Muss der Staat nicht irgendwann die öffentliche Ordnung wiederherstellen?

Wie andere Länder damit umgehen, das kann man ja abrufen. Unterschiedlich, und auch nicht immer angemessen. Vielfach lernfähig.

Eines der Probleme der Entwicklung in der Türkei:
Da gibt es diesen 'demokratisch' legitimierten Bestimmer, sozusagen die Allmacht!
Wenn der einen ablässt, sind die Claqueure ihm zu Willen.
Da gab es z.B. dieses FriedensDenkmal in Kars.
http://www.faz.net/aktuell/politik/...er-abrissbirne-gegen-versoehnung-1627050.html
"man stelle sich vor, Bundeskanzlerin Angela Merkel reise durch die deutsche Provinz, sehe im Vorbeifahren ein Denkmal, das ihrem ästhetischem Empfinden missfällt, weshalb sie dann in dem betreffenden Städtchen verkündet: Liebe Freunde, das Ding da auf dem Berg ist ganz und gar unmöglich, das muss sofort verschwinden. Und so passiert’s dann auch: Drei Monate später rollen die Abrissbagger an, und das Denkmal wird dem Erdboden gleichgemacht."

Das bringt die Sache auf den Punkt.

Der Mann muss lernen sich zurückzunehmen!
 
vieleich liest du mal, was black davor geschrieben hat, das war ein spezieller Antwort auf seine provokante Bemerkung .

Ich lese grundsätzlich allles, bevor ich mich zu etwas äußere.
Ob Du das auch tust, wage ich zu bezweifeln, jedenfalls
macht es schwer den Eindruck, das Du es nicht tust.
Ob Du es dann alerdings auch verstehst, bleibt
dahingestellt.....
 

Aber nicht vergleichbar weil ist ja Deutschland.
Auch nicht.


Interessant was der Reporter von 2:29-2:40 sagt. Nach mehrmaligem Auffordern hat sie angefangen einzugreifen.


Hier fragt I. Kalin Christiane Amonpourwas die Amis machen würde wenn die Demonstranten sich zum White House bewegegen würde, aber wird plötzlich unterbrochen und die Zeit ist leider, leider um. Ansonsten hätte Christiane Amonpour nämlich sagen müssen, die Polizei hat laut Gesetz das Recht auf die Demonstranten zu schießen.
 
Wie andere Länder damit umgehen, das kann man ja abrufen. Unterschiedlich, und auch nicht immer angemessen. Vielfach lernfähig.

Eines der Probleme der Entwicklung in der Türkei:
Da gibt es diesen 'demokratisch' legitimierten Bestimmer, sozusagen die Allmacht!
........
Das bringt die Sache auf den Punkt.

Der Mann muss lernen sich zurückzunehmen!



Nur ein Beispiel! Es gibt viele davon. Was sagen eigentlich die EU-Politiker, Merkel und Co. und die super-demokratischen Amis dazu? Aber Türkei ist was ganz anderes, stimmt, ich vergaß.
 
Vor 20 Minuten sass ich noch entspannt mit Freunden im Garten und wir haben uns u.a. auch über die Proteste in der Türkei unterhalten. Noch vor 30 Minuten war ich davon überzeugt, dass die Türkei einen anderen Weg nimmt um mit den Prostesten umzugehen. Jetzt sehe und lese ich was dort den Abend über passiert, während ich entspannt unter dem Sternenhimmel sass und an eine andere Lösung glaubte.

F-U-C-K!!

"Die Proteste müssen aber gewaltfrei bleiben" blabla.
" Wir machen eine Volksbefragung und lassen das Gericht entscheiden."

Weiste wat: Leck' - mich - a.- A. Erdo !

Du gehst mit Protesten nicht um, du knüppelst Protest nieder. Du stellst die öffentliche Ordnung nicht her, du machst sie unmöglich. Du und Deinesgleichen sind a pain in the ass of bürgerliche Zivilgesellschaft. Ich hoffe, du musst Asyl in Syrien beantragen.
 
Der Erdogan geht mit den Protesten so um:

erdogan01.jpg
 
"Die staatlich gelenkte Presse und der Rundfunk stritt jede Eigenverursachung der Unruhen vom 17. Juni in Form von Unzufriedenheit der Bevölkerung mit den politischen Verhältnissen (...) vehement ab. Danach handelte es sich angeblich bei den Aufständen vom 17. Juni um gezielt provozierte und vom „Westen“ veranlasste Ereignisse. Der Rundfunk-Journalist (...) stellte dies so dar: „... unter Mißbrauch des guten Glaubens eines Teils der (...) Arbeiter und Angestellten, gegen grobe Fehler (...) mit Arbeitsniederlegung und Demonstrationen antworten zu müssen, wurde von bezahlten Provokateuren, vom gekauften Abschaum der Westberliner Unterwelt ein Anschlag auf die Freiheit, ein Anschlag auf die Existenz, auf die Arbeitsplätze, auf die Familien unserer Werktätigen versucht"

Nein, das ist keine Analyse der aktuellen Vorgänge in der Türkei, sondern ein Zitat aus Wikipedia zum Umgang der DDR Staatsmedien mit dem Arbeiter Aufstand vom 17. Juni 1953.

Da glaubt man immer, Geschichte wiederholt sich nicht und dann gleichen sich die Bilder und Aussagen fast 1:1.
Genau wie damals droht man nun mit dem Militär. Genau wie damals werden die Proteste als "illegal" und vom Ausland provoziert bezeichnet. Genau wie damals dürfen Arbeiter und Angestellte nicht gegen die Regierung streiken und demonstrieren.


Einen schönen Jahrestag noch allen miteinander.
 
Da glaubt man immer, Geschichte wiederholt sich nicht und dann gleichen sich die Bilder und Aussagen fast 1:1. Genau wie damals droht man nun mit dem Militär. Genau wie damals werden die Proteste als "illegal" und vom Ausland provoziert bezeichnet. Genau wie damals dürfen Arbeiter und Angestellte nicht gegen die Regierung streiken und demonstrieren.

Ach so, genau wie in bei der DDR damals handelt es sich dann wohl bei der Türkei um eine ehemalige SBZ, die gerade vor vier Jahren ihre ersten "freien" Wahlen hatte. WIe damals ist die Konstellation dann wohl auch gerade, dass die Welt in zwei politische Blöcke aufgeteilt ist, bei der die Fäden vornehmlich in Moskau und Washington gezogen werden. Wie heute in der Türkei, hat also auch damals der Aufstand sich hauptsächlich aus sich selbst heraus und der staatlichen Reaktion daraus genährt....usw. usf.

Geschichte wiederholt sich nur in dem Maße, mein Freund, in dem man blind zu verallgemeinern geneigt ist. Schreib Du lieber weiter an Deiner Satire, wir warten schon alle gespannt auf die Fortsetzung. Und dort lohnt sich diese Verallgemeinerung doch auch viel mehr....
 
Ach so, genau wie in bei der DDR damals handelt es sich dann wohl bei der Türkei um eine ehemalige SBZ, die gerade vor vier Jahren ihre ersten "freien" Wahlen hatte. WIe damals ist die Konstellation dann wohl auch gerade, dass die Welt in zwei politische Blöcke aufgeteilt ist, bei der die Fäden vornehmlich in Moskau und Washington gezogen werden. Wie heute in der Türkei, hat also auch damals der Aufstand sich hauptsächlich aus sich selbst heraus und der staatlichen Reaktion daraus genährt....usw. usf.

Geschichte wiederholt sich nur in dem Maße, mein Freund, in dem man blind zu verallgemeinern geneigt ist. Schreib Du lieber weiter an Deiner Satire, wir warten schon alle gespannt auf die Fortsetzung. Und dort lohnt sich diese Verallgemeinerung doch auch viel mehr....

Es wiederholt sich die Arroganz der Mächtigen und das hilflose Draufschlagen gegen berechtigte Proteste und freie öffentliche Meinungsäusserung. Es sind die immer gleichen Verallgemeinerungen der jeweiligen Machthaber, mit denen solche Demonstrationen für "Illegal" und die Teilnehmer zu Banditen, Gesindel oder gar Terroristen erklärt werden. Wenn an einem für Deutschland so geschichtsträchtigen Tag die gleichen Worte aus der türkischen Regierung zu hören sind wie damals aus dem Parteibüro der SED, dann klingen mir die Ohren. Vielleicht kannst du das nachvollziehen? Wenn dann noch das Militär ins Spiel gebracht wird, werden die Parallelen fast schmerzhaft deutlich.

Lernen die Leute denn nie etwas aus der Geschichte? Man kann mit Gewalt kurzfristig Ruhe ins Land bringen, mittelfristig lähmt man eine Gesellschaft dadurch und langfristig macht es das Land kaputt. Dieser Umgang mit Protesten (und das ist das Thema hier), hat sich noch nie ausgezahlt. Ist es wieder "westliche Arroganz" darauf hinzuweisen? Gäbe es die DDR noch, wäre es sehr interessant die Berichterstattung aus beiden Deutschlands über die aktuellen Vorgänge in der Türkei miteinander zu vergleichen.
 
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