Deutsche Sprache

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Die Unterscheidung der sogenannten Fortbewebungsverben! Warum eigentlich? Wie und wie viel Nützlichkeit die Unterscheidung mitbringt, wollen wir einen Augenblick beiseite lassen.

"Ich bin gestern meine Eltern in Berlin besucht."

Als wäre es möglich, ohne Platzänderung jemanden zu besuchen!
 
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Telekolleg - Folge 178 - Börlin

1. Ich bin ein Berliner.

2. Ich hätte gerne zehn Brötchen, zwei Nussecken und vier Berliner. Aber zackig!

Meiner Meinung Bärlin ist eine Reise wert
 
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Die Unterscheidung der sogenannten Fortbewebungsverben! Warum eigentlich? Wie und wie viel Nützlichkeit die Unterscheidung mitbringt, wollen wir einen Augenblick beiseite lassen.

"Ich bin gestern meine Eltern in Berlin besucht."

Als wäre es möglich, ohne Platzänderung jemanden zu besuchen!

Wie kommst Du auf "bin"?
Ich habe gestern meine Eltern in Berlin besucht.
 
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Das war der Punkt eigentlich! Daher war es im Fett!

Ich bin in Berlin gefahren - "bin", weil 'Fortbewebung', 'Platzänderung'

Warum aber:

"Ich habe meine Eltern in Berlin besucht"? Ist es möglich, ohne 'Platzänderung' zu besuchen?

Ich glaube Du bist auf der völlig falschen Fährte. Vergiss mal "Berlin".

Ich bin gefahren
Ich habe besucht

sein/haben

Ich bin in Berlin gefahren (was? Auto? Bus?)
Richtig wäre: Ich bin nach Berlin gefahren

Du tust mir echt leid, Deutsch ist schon schrecklich kompliziert :-?
 
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Ich glaube Du bist auf der völlig falschen Fährte. Vergiss mal "Berlin".

Ich bin gefahren
Ich habe besucht

sein/haben

Nene, er ist auf der richtigen Fährte. Er versucht eben genau dazu eine Regel anzuwenden, wann man "sein" und wann man haben benutzt. Und wahrscheinlich lautet dir Regel im Deutschen, dass bei einer Platzänderung sein benutzt wird.

Ich bin gegangen (von einem Platz zum anderen)
ich bin gerannt (von einem Platz zum anderen)
ich bin gesprungen (von der ersten Stufe auf die dritte)

aber

ich habe gelacht (auf ein und dem selben Platz)
ich habe geweint (immer noch auf dem selben Platz)
ich habe gegessen (Am Küchentisch)



Cyrano, bei dem Verb "besuchen" handelt es sich zwar logischerweise in der regel um einen Ortswechsel, bei "laufen", "springen", "rennen", "hinfallen" usw. liegt die Betonung jedoch viel mehr auf der körperlichen Bewegung, die beschrieben wird. Also die Art und weise, wie der Platzswechsel erfolgt.

aber es ist wie mit jeder guten Regel....
Cyrano kennst du die Redewendung: Ausnahmen bestätigen die Regel?
 
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Also die Art und weise, wie der Platzswechsel erfolgt.

Aylin, das ist tatsächlich ein bemerkenswerter Hinweis!

Ich bin nach Berlin gefahren - Wie? Fahrend.
Ich bin nach Berlin geflogen - Wie? Fliegend.
Ich habe meine Eltern in Berlin besucht. Wie? Man weiss nicht!

Allerdings bezweifle ich immer noch daran, was für eine Nützlichkeit es mitbringt, die Art und Weise, wie der Platzwechsel erfolgt, mit solcher Untersheidung auszudrücken. Aber dann ist dies nicht mein Sache als Lerner.

Ausserdem gibt es noch andere mehrere Verben, die gerade mir nicht einfällen und bei den es nicht immer klar ist, ob der Platzswechsel, vielmehr die Art und Weise des Platzswechsels, in Frage kommt. Dann gibt es auch die Verben etwa schwimmen (z. B. in Schwimbad) oder tanzen (z. B. auf dem selben Platz, statt Umkreis ziehend).

Wir haben getanzt. (auf dem selben Platz/Punkt.)
Wir sind getanzt. (von einem Salon zum anderem.)

Zuletzt: Ist oder hat das Mädchen gesprungen? (Ernst gefragt. Ich könnte nicht entscheiden, hätte ich die Bewegung des Mädchens beschreiben bzw, erwähnen müssen/möchten.)

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Aylin, danke für deine Hinweis! Ab und zu über die Detailen bzw. die Ausnahmen des Deutsches zu plaudern bzw. nachzudenken, das finde ich behilflich.

aber es ist wie mit jeder guten Regel....
Cyrano kennst du die Redewendung: Ausnahmen bestätigen die Regel?

Nein. Das ist ein anderer Aussichtspunkt. Eher benutzen wir: Ausnahmen ändern die Regel nicht.
 
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Allerdings bezweifle ich immer noch daran, was für eine Nützlichkeit es mitbringt, die Art und Weise, wie der Platzwechsel erfolgt, mit solcher Untersheidung auszudrücken. Aber dann ist dies nicht mein Sache als Lerner.

Über Logik darf man sich da keine Gedanken machen. Ich erinnere mich aber fern, dass es im Französischen eine ganz ähnliche Regel gibt:
Je suis allée
jai souri.

Und da ist es sogar noch verrückter, weil man bei der Benutzung des "etre" (sein), dann auch noch an das Geschlecht denken muss Je suis allée (weil ich eine Frau bin) und t'es allé (weil du ein Mann bist).

Aber beim "avoir" (haben), sind wir plötzlich wieder alle geschlechtslos:
Je suis une femme et eai souri
Tes un homme et t'as souri

Wer weiß es schon, was die sich dabei gedacht haben.

Zuletzt: Ist oder hat das Mädchen gesprungen? (Ernst gefragt. Ich könnte nicht entscheiden, hätte ich die Bewegung des Mädchens beschreiben bzw, erwähnen müssen/möchten.)

Das Mädchen ist die Treppen hoch gesprungen. (wie kam sie die Treppe hoch? Springend).

tanzen ist tatsächlich eher eine Ausnahme, weil man es tatsächlich eher mit "Haben" bildet. Aber wahrscheinlich wird, wie in deinem Beispiel davon ausgegangen, dass man auf der Stelle tanzt.

Nein. Das ist ein anderer Aussichtspunkt. Eher benutzen wir: Ausnahmen ändern die Regel nicht.

Ich glaube das sagt in etwa dasselbe aus wie "Ausnahmen bestätigen die Regel". Nur ein bisschen philosophischer. :lol:
 
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