Deutsche Sprache

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Eine andere auffallende Eigenschaft des Deutsches ist die Satzklammer, von einem Nicht-Deutscher, Vladimir Admoni, entdeckt.

"Admoni hat [die Satzklammer] entdeckt."

Mathematisch gesehen, kann man das Satzklammer als n nehmen und das n kann sich gern gegen unendlich konvergieren:

[die Satzklammer]
[
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]

"Admoni hat [
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] entdeckt."

weshalb Mark Twain, einst einem Deutschlernern, unendlich Recht gegeben werden muss:

"Siebtens würde ich die Parenthese abschaffen. Desgleichen die Überparenthese, die Oberüberparenthese, die Außenumoberüberparenthese und schließlich auch die letzte, weitreichende, alles umfassende Hauptparenthese. (....) Übertretungen dieses Gesetzes müssten mit dem Tode bestraft werden."
 
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Eine andere auffallende Eigenschaft des Deutsches ist die Satzklammer, von einem Nicht-Deutscher, Vladimir Admoni, entdeckt.

"Admoni hat [die Satzklammer] entdeckt."

Mathematisch gesehen, kann man das Satzklammer als n nehmen und das n kann sich gern gegen unendlich konvergieren:

[die Satzklammer]
[
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]

"Admoni hat [
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] endeckt."

weshalb Mark Twain, einst einem Deutschlernern, unendlich Recht gegeben werden muss:

"Siebtens würde ich die Parenthese abschaffen. Desgleichen die Überparenthese, die Oberüberparenthese, die Außenumoberüberparenthese und schließlich auch die letzte, weitreichende, alles umfassende Hauptparenthese. (....) Übertretungen dieses Gesetzes müssten mit dem Tode bestraft werden."

klammert man in anderen Sprachen etwa nicht??

Peinlich! Ich benutze bei englischen und französischen Mails ständig klammern, weil ich weiß, dass man in diesen Sprachen nicht wie im deutschen lange Sätze mit Kommata abtrennt (dann kommt der Nebensatz einfach in eine Klammer). :lol:
 
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klammert man in anderen Sprachen etwa nicht??

Gott sei Dank, nicht!

Lassen wir einen Augenblick die mathematische Möglichkeit, dass sich das n gegen unendlich konvergieren kann, und nehmen wir an, dass sich das n gegen 3 konvergiert:

"Die, die die, die die Dietriche erfunden haben, verdammen, tun unrecht."

Bitte? Was habt ihr da gesagt? Ehi!...

Aber, im Ernst, Aylin... Ich frage mich wirklich, ob ihr nie den Sprecher fragt, was das Hauptverb sei? Anders gefragt: Wie könnt ihr den Hauptverb im Kopf halten, wenn der Sprecher seinen langen Satz beendet? Oder z. B. bei einen Roman lesen?

"Ulrike fang ....[
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]..... an."

Fragt ihr euch, einige Seite zurück gehend, in solchem Fall nicht, was das Hauptverb ("fang") war?
 
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Anders gefragt: Wie könnt ihr den Hauptverb im Kopf halten, wenn der Sprecher seinen langen Satz beendet? [

Ha! Genau das frage ich mich, bei euren türkischen suffixen, die endlos an nur ein Hauptwort rangehängt werden.

So wie es dir also bei einem deutschen Satz geht, so geht es mir schon bei nur einem türkischen Wort (der eigentlich ein ganzer satz ist, wo aber noch 3 weitere Sätze dazu kommen).

Wie behalte ich das hauptwort im Kopf, wenn ich mir danach erst mal die zahllosen Suffixe übersetzen muss?
 
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Aber, im Ernst, Aylin... Ich frage mich wirklich, ob ihr nie den Sprecher fragt, was das Hauptverb sei? Anders gefragt: Wie könnt ihr den Hauptverb im Kopf halten, wenn der Sprecher seinen langen Satz beendet? Oder z. B. bei einen Roman lesen?

"Ulrike fang ....[
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]..... an."

Fragt ihr euch, einige Seite zurück gehend, in solchem Fall nicht, was das Hauptverb ("fang") war?


Ich habe zwar keine Ahnung, auf welchen Satz (einige Seiten zurück gehend) du dich beziehst, aber das Hauptverb kann nur anfangen heißen.
 
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Aylin - Ich vermute, deine Schwierigkeit damit ist temporär und liegt daran, dass du die türkischen Endungen derzeit und wohl immer noch nicht beherrst, weswegen es eine gewisse Zeit vergehen mag, bis du dir die alle Endungen bei einem türkischen Wort im Kopf übersetzt. Sobald du die Endungen beherrst, wirst du, so glaube ich, keine Schwierigkeit mehr damit haben.

Nun aber habe ich keine Schwierigkeit damit, die Satzklammer (sei es eine lange oder mehrere kurze) zu verstehen bzw. die mir im Kopf sofort zu übersetzen. Die Länge der Satzklammer macht es, zumindest für mich, schwierig, den ganzen Satz nachzufolgen.

Wie behalte ich das hauptwort im Kopf, wenn ich mir danach erst mal die zahllosen Suffixe übersetzen muss?
 
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Tja, das "Hauptverb" war falsch. Vielmehr meinte ich "Hauptteil" des Verbes. Aber die Situation bleibt unverändert. Unten habe ich versucht, ein -dummes- Beispiel zu schreiben, um es zu bilden, was ich meinte:

"Ulrike fang [endlich mit den Fragen übers Leben, die die bisherigen DenkerInnen, die sie gekannt hat, als sie 1998 in Essen, einer der schönsten deutschen Städte, vier Jahre Philosophie, obwohl unwillig, studiert hatte, während sie, wie ihr Freund Hans, der wie Ulrike damals 22 war und der während des Studiums sich in Ulrike verliebt hatte, deswegen arbeiten musste, weil sie zum Studium keine Finance gefunden hatte, auf verschiedenen Weise gestellt hatten,] an."

In dem Moment, wenn ich das "an" am Ende lese, hätte ich wohl schon vergessen, was der Hauptteil (das "fang") des Verbes ist.

Ich habe zwar keine Ahnung, auf welchen Satz (einige Seiten zurück gehend) du dich beziehst, aber das Hauptverb kann nur anfangen heißen.
 
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Du kannst auch sagen "Ulrike, fang an endlich mit den ...."

es ist genauso richtig.
 
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