Deutsche in der Schweiz
Rückkehr aus dem erhofften Paradies
Gut bezahlte Jobs, niedrige Steuern, traumhafte Umgebung: Die Schweiz war viele Jahre so eine Art Paradies mit stark finanzieller Anziehungskraft für gut ausgebildete Deutsche. Doch die Zeiten sind offenbar vorbei. Immer mehr Deutsche kehren in die Heimat zurück, auch weil sie die latenten Anfeindungen der Eidgenossen oder die engstirnige Athmosphäre nicht länger ertragen möchten. Und plötzlich machen sich jetzt einige Schweizer große Sorgen, die früher über die zugezogenen Deutschen nur geschimpft haben.
Von Daniel Hechler, ARD Genf
Oh, was seid ihr wieder witzig.
Gibt's noch Beiträge zum Thema, oder bleibt es jetzt auf der Blödelschiene?
D.A. hatte hier einen Teil seines persönlichen Lebenslaufs gepostet und dafür einige seltsame Antworten kassiert, die weit jenseits der Blödelschiene lagen, dazu war von dir nichts zu lesen. Ist Multikulti also an der Stelle in diesem Forum gescheitert?
Nö, ich glaube, die gleichen Kommentare hätte es gesetzt, wenn er sich mit völlig anderem Hintergrund so weit geöffnet hätte. Ich fand's total gut, dass er's geschrieben hat; auch das ist nämlich Realität: dass man Fehler machen, auf die Schnauze fallen, wieder aufstehen und einen besseren Weg finden kann, ohne sich zu verbiegen.
Die haben ihre Gewalterfahrung nie gemacht und möchten sie gern deligieren. D.A. hatte die milderndern Umstände der Jugend, welche Entschuldigung aber können Erwachsene dafür geltend machen?
Kommt drauf an, von welcher Seite Du es betrachtest. Ich glaube, dass Gewalterfahrung und Gewalterfahrung nicht dasselbe sind; man muss zwischen mittel- oder unmittelbar erfahrener, sprich: passiv und ohnmächtig erlebter Gewalt und der Gewalt von Tätern differenzieren. Entsprechend verschieden fallen die Reaktionen aus. Schau Dir mal an, was sich vor und manchmal auch in Gerichtssälen abspielt, wenn es um Mord, Totschlag oder auch "nur" Körperverletzung und ähnliche unappetitliche Delikte geht - Volkes Stimme weiß meist ganz genau, wie mit Tätern zu verfahren wäre, wenn er oder sie Richter wäre. Das liegt meines Erachtens keineswegs an vermeintlich zu milden Urteilen oder zu laschen Gesetzen, obwohl das in der Regel dafür angeführt wird. Nein, es geht um Emotionen und das (im Kern durchaus berechtigte) Empfinden, dass Gerichtsurteile zwar das Recht, aber insbesondere auch für Opfer keine nachträgliche Gerechtigkeit herstellen können.
D.A. hat seine Erfahrungen geschildert, die beides beinhalteten. Und er hat nichts davon geschönt. Nur hat er seine Lehren daraus gezogen, andere nicht. Die denken immer noch, daß massive Gewalt ein Mittel der Wahl ist.