Die Ukraine in der Krise

These ist ja, auf lange Sicht habe Rußland die Eskalationsdominanz und kann nur gewinnen. Wenn sie ewig durchhalten. Irgendwann geht der Ukraine die Puste aus.
 
Na ja. Es wird immer ernster und immer tiefer im inneren des Landes. Jetzt schon 14 km von der Grenze entfernt.

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Russland hat in den frühen Morgenstunden des Mittwochs erneut den ukrainischen Hafen von Ismail an der Donau angegriffen. Auf ukrainischer Seite wurden sechs Menschen verletzt. Der Angriff wurde den Einwohnern des Bezirks Tulcea über das Ro-Alert-System gemeldet. Gemeinsame Teams suchten das Gebiet nach Drohnentrümmern ab.

*Update: Am Mittwoch um 12:40 Uhr teilte das Verteidigungsministerium (MApN) mit, dass die Besatzung eines Hubschraubers IAR 330 Puma der rumänischen Luftwaffe vom Luftwaffenstützpunkt Mihail Kogălniceanu im Gebiet Nufărul-Viktoria des Kreises Tulcea Teile einer möglichen Drohne entdeckt hat.

Ein weiterer Hubschrauber der 90. Lufttransportbasis Otopeni wurde mit einem Spezialteam für Voruntersuchungen und die Sammlung von Beweisen in das Gebiet entsandt.

Zuvor hatte das MApN bekannt gegeben, dass der Notruf 112 "über mögliche Fälle von Drohneneinschlägen in einem Sektor zwischen Nufăru, Malcoci und Valea Nucarilor, Kreis Tulcea" informiert worden war, und dass MApN-Teams sowie Kräfte und Mittel anderer Institutionen die Berichte untersuchten.
Heute Morgen (also gestern, Mittwoch), nach neuen russischen Angriffen auf ukrainische Häfen an der Donau, erhielten die Einwohner von Tulcea Ro-Alarm-Meldungen.

"Es besteht die Möglichkeit, dass Objekte aus dem Luftraum fallen. Bewahren Sie Ruhe! Suchen Sie Schutz in Kellern oder Zivilschutzräumen. In Ermangelung eines Schutzraumes bleiben Sie in Ihren Häusern und halten Sie sich von Fenstern und Außenwänden fern" - so lautete die Nachricht, die die Einwohner der Tulcea-Dörfer Luncavița, Grindu, Isaccea, Ceatalchioi, Chilia, Somova, Pardina und Văcăreni im Morgengrauen erhielten. Die Botschaft wurde auch auf Englisch übermittelt.


Nach Angaben des Ministeriums für Nationale Verteidigung, das nach eigenen Angaben "die Luftlage in den Zuständigkeitsbereichen in Echtzeit überwacht" hat, "wurden Gruppen von Drohnen entdeckt, die sich auf ukrainische Häfen zubewegten, und das MApN informierte die Generalinspektion für Notfallsituationen ab 00:45 Uhr über die spezifischen Gebiete in den Kreisen Tulcea und Galati in der Nähe, über das Potenzial, von den mit dieser Situation verbundenen Risiken betroffen zu sein. Die Frühwarnung aus der Luft endete in diesen Gebieten um 05:00 Uhr.

In dem Dorf Plauru in der Gemeinde Ceatalchioi wurde bereits mit dem Bau von Luftschutzkellern begonnen, und ein Militärkonvoi mit Baumaterial und Ausrüstung traf am Dienstag in dem Gebiet ein.
In Plauru, Kreis Tulcea, wurde mit der Errichtung von Luftschutzbunkern begonnen.
Diese Information wurde auch von MAPN bestätigt, wonach die Arbeiten von einem Trupp von etwa 50 Soldaten der 10. Pionierbrigade mit 20 technischen Mitteln durchgeführt werden.

Die Unterstände sind aus vorgefertigtem Beton, 9,6 m lang, 2 m breit (innen) und 1,5 m hoch (innen) und werden nach Abschluss der Arbeiten an die örtlichen Behörden von Ceatalchioi übergeben.

Auf der anderen Seite der Donau, in der Ukraine, in Ismail, haben die Russen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch den Hafen heftig angegriffen. Nach Angaben des Gouverneurs der Region Odessa, Oleh Kiper, wurde auch die zivile Infrastruktur beschädigt.

Nachdem Russland im Juli das Abkommen über den Transport ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer aufgekündigt hatte, hat es seine Angriffe auf die ukrainische Getreideexportinfrastruktur verstärkt.
 
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Und noch das sei zu übersetzen:
Die rumänischen Behörden haben beschlossen, zusätzliche Flugbeschränkungen im Luftraum an der Grenze zur Ukraine im nördlichen Teil von Dobrudscha, zwischen Sulina und Galati, über eine Tiefe von 20-30 km innerhalb des nationalen Luftraums bis zu einer Höhe von 4.000 m zu verhängen, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag in einer Erklärung mit.
In der Pressemitteilung heißt es: "Ab Mittwoch, den 13. September, hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur zusammen mit dem Ministerium für Nationale Verteidigung, das für die Verwaltung des nationalen Luftraums zuständig ist, zusätzliche Flugbeschränkungen im Luftraum an der Grenze zur Ukraine im nördlichen Teil der Dobrudscha zwischen Sulina und Galati über einer Tiefe von 20-30 km innerhalb des nationalen Luftraums und bis zu einer Höhe von 4.000 m verhängt".

Die Mitteilung über die zusätzlichen Flugbeschränkungen - NOTAM (Notice to Airmen) - wurde über die offiziellen Kommunikationskanäle von den zuständigen zivilen und militärischen Luftfahrtbehörden versandt, so das MApN.

Laut der zitierten Quelle ist in diesen Sperrgebieten "der Flug von pilotierten oder unbemannten Luftfahrzeugen nicht erlaubt, mit Ausnahme von Staatsluftfahrzeugen (einschließlich SMURD und Luftfahrzeugen in Notsituationen)".

Das MApN erinnert daran, dass die Flugbeschränkungen im Luftraum entlang der gesamten Grenze zur Ukraine seit Mai 2022, nach dem Ausbruch des Angriffskrieges der Russischen Föderation gegen die Ukraine, über eine Tiefe von 8 km innerhalb des nationalen Luftraums bis zu einer Höhe von 1.000 m verhängt worden sind.

"Vor dem Hintergrund verstärkter russischer Angriffe auf ukrainische Häfen an der Donau waren Maßnahmen zur Verlängerung der Beschränkungen notwendig, um eine wirksamere Kapazität zur Überwachung und Kontrolle der Nutzung des Luftraums zu gewährleisten", so das rumänische Verteidigungsministerium.

Laut MApN ist der Flugverkehr von Zivilflugzeugen im Kontrollbereich des Flughafens Tulcea nicht betroffen.

UPDATE 21:00 MApN, beruhigt Bürger nach mehreren Anrufen bei 112: Heute Abend hatten wir Übungsflüge mit der Militärluftfahrt über Dobrogea

"Heute Abend hatten wir Trainingsflüge mit der Militärluftfahrt über Dobrogea. Es handelte sich um Übungsflüge und es wurden keine Schüsse abgefeuert. Wahrscheinlich haben die Bürger, die durch diese Flüge aufgeschreckt wurden, den Effekt wahrgenommen, der durch den Übergang der Flugzeuge vom Unterschall- zum Überschallflug entsteht, den so genannten "Schallknall"", sagt Constantin Spînu, Sprecher des MapN.

Das Ministerium versichert, dass die Militärflugzeuge die Übungsflüge unter strikter Einhaltung der Vorschriften über die zulässigen Mindesthöhen über bewohnten Gebieten durchgeführt haben.
 
Rumänien hat wohl Angst sich mit den Russen anzulegen.
1.
Es mag sein. Denn die Rumänen (und ich meine hier die Moldauer und die Wallachen, nicht die Siebenbürgen Rumänen) haben fast 300 Jahre alte Geschichte mit den Russen.
Während des russisch-türkischen Krieges von 1806-1812 beschlagnahmten die Russen die Tiere und ließen die rumänischen Bauern anstelle der Tiere pflügen. Im ganzen 18. Jahrhundert gab es zahlreiche russische Besetzungen. Als die Russen 1834 Bukarest nach fünfjähriger Besatzung verließen, verbrannten die Rumänen Puppen in russischen Uniformen.

Es gibt einen Unterschied zwischen Polen und Rumänien. Polen war ein (katholischer) Staat (ein Staat!), das teilweise von orthodoxen Slawen (Russen) besetzt wurde.
Die Rumänen haben ihren eigenen Staat erst 1859 gegründet. Sie haben also keine staatliche Geschichte, eine nationale Geschichte schon. Die Türken gaben den Rumänen Autonomie und das Recht auf kulturelle Entwicklung. Die Russen wollten die Rumänen im Namen des orthodoxen Christentums in die "freie" orthodoxe Welt unter dem Zaren integrieren. Das wollten die Rumänen nicht. Und die Russen haben sich schweinerisch benommen.

Das russische Trauma in der rumänischen Geschichte konnte auch von den Machthabern nach 1944 nicht überwunden werden. Im Jahr 1964 sagte das Regime in Bukarest den Sowjets: Es reicht. Nachdem fast 15 Jahre lang die russische Geschichte genauso viele Stunden im Lehrplan der Schulen hatte wie die rumänische Geschichte, nachdem die Sowjetrussen 20 Jahre lang alle möglichen Kriegsreparationen kassiert hatten, sagte die Bukarester Regierung: Genug. Das Ergebnis war der rumänische Nationalkommunismus nach dem Vorbild des nordkoreanischen Juche-Systems. https://de.wikipedia.org/wiki/Chuch’e-Ideologie

Wenn die Russen (in sowjetischer Form) selbst in ihrer Blütezeit nach dem Nachkriegssieg nicht in der Lage waren, Rumänien lange zu unterjochen, haben wir keine Angst.
Die Russen sind aber wie die Pest: man hat besser keine Berührung mit denen. Ignorieren, so viel es geht.
Das wissen die Russen schon. Und deswegen versuchen die pervers, in Berührung mit den Rumänen zu kommen und durch Netzwerke Einfluss zu üben: gegen Impfung, gegen Corona-Realität. Verschwörungstheorien usw.

2.
Ukraine...
Die Ukrainer wurden von den Rumänen vor 1918 als Feinde in der Bukowina angesehen, zwischen 1918-1919 bekämpft, zwischen 1920-1940 unterdrückt und nach 1948 als Russen angesehen. Nach 1990 wurden sie wieder als Feinde angesehen. Nach Februar 2022 hat Rumänien die UA unterstützt, auch wenn es keine konkrete Daten gibt. Wenigstens die Getreide-Korridore müsste man akzeptieren.
Und jetzt geben die Ukrainer den Rumänen Lektionen und meinen, die Rumänen seien Lämmer.
Titel vor einer Woche:
In einem aktuellen Social-Media-Post des Präsidentenberaters Mihailo Podoliak erteilt die Ukraine den Rumänen Lektionen. Der Beamte gibt zu, dass man in Kiew nicht erwartet, dass die NATO Russland wegen des Zwischenfalls in Tscheljabinsk den Krieg erklärt. Er schlägt jedoch vor, dass die Rumänen Stellung beziehen und ihrerseits Moskau drohen sollten.

Nach dem jüngsten Zwischenfall in Tschatalkoli twitterte der Präsidentenberater Mihailo Podoliak (X) eine Botschaft, in der die Ukraine nicht davor zurückschreckt, die Rumänen zu belehren. Zum Beispiel darüber, wie sie in diesem Fall vorgehen sollten: "Vielleicht wäre es angebracht, deutlicher darauf hinzuweisen, dass es inakzeptabel ist, ihren Luftraum zu verletzen", schrieb Podoliak.

Der ukrainische Beamte zögerte nicht, eine mögliche Reaktion der rumänischen Behörden anzudeuten: "Sie könnten zum Beispiel erklären, dass sie bereit sind, Drohnen und Raketen innerhalb einer bestimmten Reichweite abzuschießen, um ihre Grenzen zu schützen".

Der ukrainische Beamte fügte hinzu, dass man von der NATO in Kiew nichts erwarte, dass aber die Behörden der Nachbarländer ihren Luftraum viel entschlossener verteidigen sollten: "Natürlich erwartet niemand, dass sich die NATO auf Artikel 5 beruft und gegen Russland in den Krieg zieht, weil sie Metallteile auf einem Feld in Rumänien abgeworfen hat. Das ist nicht der Fall. Russland kann es sich leisten, den Luftraum Rumäniens und anderer Nachbarländer zu nutzen, um Raketenangriffe auf die Ukraine zu starten, und zwar aus einem Grund. Weil es dort ruhig ist."

Hilfe für Kiew ist die Priorität
Nach den Lektionen und den Anschuldigungen der Nachbarländer, insbesondere Rumäniens, betonte der Berater, dass die Priorität darin bestehe, der Ukraine zu helfen: "Letztendlich ist der entscheidende Punkt, dass wir der Ukraine so schnell wie möglich mit zusätzlichen Luftabwehrsystemen helfen müssen, um sie in den Grenzgebieten einzusetzen. Dies wird die Sicherheit der an die Ukraine angrenzenden Länder deutlich erhöhen und Russlands spekulative und provokative Fähigkeiten einschränken. Wir brauchen einfache Taten und kein 'Schweigen der Lämmer'", so Podoliak in seiner Botschaft.

Die Kiewer Behörden bestätigen, dass russische Raketen seit Beginn des Krieges wiederholt in den Luftraum Rumäniens, Polens und Moldawiens eingedrungen sind.

Das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation erteilt auch den Rumänen Lektionen
Die Botschaft des Präsidentenberaters ist keine einmalige Angelegenheit. Auch das Strategische Kommunikationszentrum der Ukraine (SPRAVDI) gab eine ähnliche Erklärung ab. Demnach gehen die Nachbarstaaten das Problem falsch an, indem sie Vorfälle wie den in Tscheljabinsk verschweigen und leugnen. Die Schlussfolgerung ist ähnlich wie die von Podoliak - die Ukraine muss mit mehr Luftabwehrsystemen ausgestattet werden.

"Der russische Terror kennt keine Grenzen, nicht einmal nationale. Mit Drohnenangriffen in Rumänien testet Russland den Widerstand der NATO-Mitglieder. Am 4. September stürzten Shahed-Drohnen, mit denen die Russen die Region Ismail in der Ukraine angriffen, in Rumänien ab und explodierten. Russische terroristische Raketen- und Drohnenangriffe sind eine regionale Bedrohung, nicht nur eine Bedrohung für die Ukraine. Die Gebiete der Republik Moldau und Polens haben wiederholt unter den russischen Angriffen auf die Ukraine gelitten. Die von Russland angegriffene Hafeninfrastruktur befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Rumänien und Moldawien, und diese Länder sind unmittelbar gefährdet. Das Verstecken und Leugnen des Problems ist die falsche Taktik für die Nachbarstaaten der Ukraine, die von Zeit zu Zeit unter russischen Angriffen zu leiden haben. Diese Provokationen erlauben es Moskau, die Verteidigungsbereitschaft der NATO zu testen", twitterte das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation (X), wie von observatornews zitiert.

Was sollen wir machen?
Jetzt wird die UA fast so ablehnend angesehen wie RU.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jedes russische Flugobjekt, was als Drohne oder Marschflugkörper identifiziert wird und
in den rumänischen Luftraum eindringt, konsequent abschießen.


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Die Drohnen können eher mit dem Gehör wahrgenommen werden, als mit dem Radar. So habe ich es verstanden. In RO sind noch keine "ganze" Drohnen eingedrungen (obwohl ich mich über die 14 km frage).
Ich weiß nicht, was ich glauben soll. Ich bin kein Militärangestellten(hörige).
 
Zuletzt bearbeitet:
Haben die ukrainischen Behörden nicht recht?
Die umliegenden Länder müssten den Druck auf die Russen erhöhen und sollten auch ihre Grenzen selbst schützen. Ich finde in diesem Fall Rumänien zu empfindlich. Es ist gerade nicht die Zeit an Feindschaften (Ukraine - Rumänien) der Vergangenheit zu erinnern.
Im Augenblick ist es wichtig den Russen auf diplomatischem Gebiet Paroli zu bieten, denn die fühlen sich stark genug noch mehr Land einzunehmen.
 
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