Die Ukraine in der Krise

Alubehütet

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Das Massaker vom Tien-Namen-Platz fand noch in Peking statt, die olympischen Spiele schon in Beijing. Die Türkei will im Angelsächsischen nicht mehr „Truthahn“ heißen. Wie ist das mit Kiew und Kiyv?

 

Alubehütet

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An @Burebista dachte ich natürlich auch gleich.

Hier war's:
Über Transnistrien zitiere ich den bekannten "Ostslawologe" Armand Goșu: <iframe src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https://www.facebook.com/armand.gosu/posts/pfbid02y3jNh4Kj65M2mpngXvhfD9vXa5wevAwAgLyxVLMTs5oELSTvFMvWgN1rgx4Gef3Cl&show_text=true&width=500" width="500" height="760" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share"></iframe>



Über die Sheriff-Firma: https://en.wikipedia.org/wiki/Sheriff_(company)
Auch von der FB Seite von Goșu:
 

Burebista

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Es ging/geht um Steuern. Die Firmen aus Transnistrien müssen ab dem 1. Januar 2024 Zölle für Importe an den moldawischen Haushalt zahlen und nicht wie bisher an den lokalen Haushalt. Die Transnistrien sprechen über eine Wirtschaftsblockade durch Moldau. Na sicher, der Weg nach Moskau ist gesperrt und nun können die Transnistrien nur durch die Rep. Moldau Außenhandel machen...



Der Oberste Rat in Tiraspol hat bekannt gegeben, was auf dem Kongress der transnistrischen Abgeordneten besprochen werden soll / Einige Stimmen befürchten, dass Transnistrien den Beitritt zur Russischen Föderation beantragen wird / Abgeordneter: "Ein unzeitgemäßer Aufruf"


Der Kongress der transnistrischen Abgeordneten aller Ebenen, ein Forum, das nur in Ausnahmefällen einberufen wird, wird am Mittwoch um 11:00 Uhr über die wirtschaftliche Situation in der Region und über Maßnahmen diskutieren, mit denen sich Transnistrien der "Wirtschaftsblockade" durch Moldawien widersetzen kann, kündigten die Behörden der abtrünnigen Region an, die unglücklich darüber sind, dass transnistrische Unternehmen ab dem 1. Januar Zölle auf Importe an den moldawischen Haushalt zahlen müssen und nicht wie bisher an den lokalen Haushalt, berichtet News.ro.

"Die Aufgabe ist einfach: Wir stehen unter Druck, wirtschaftlicher Druck ist ein Vorspiel zu politischem Druck, daher ist es notwendig, Wege zu finden, sie alle zu brechen. Und wie? Darüber werden wir morgen sprechen. Wir brauchen den freien Handel, der im Memorandum von 1997 festgeschrieben ist, wir brauchen den freien Personen- und Warenverkehr. Und deshalb werden wir auf dieser Grundlage an die so genannte Weltgemeinschaft appellieren", wurde Andrei Safonov, Mitglied des Obersten Rates der Region Transnistrien, von lokalen Medien zitiert.

Außerdem, so Andrej Safonow, sei es notwendig, auf die Wiederaufnahme der Verhandlungen im "5+2" Format zu drängen.

Dieses Format dient dazu, eine Lösung für den Konflikt in der abtrünnigen Region Transnistrien zu finden, wobei die OSZE, Russland und die Ukraine als Vermittler fungieren, während die USA und die EU Beobachterstatus haben. Seit der groß angelegten russischen Invasion in der Ukraine sind Treffen im "5+2"-Format praktisch unmöglich und es haben nur direkte Treffen zwischen Chisinau und Tiraspol in der sogenannten "1+1"-Formel stattgefunden.

"Wir treffen uns, um eine Erklärung zu verabschieden. Damit irgendwie alle Vertreter der OSZE, der Europäischen Union - die heute die Demokratie in unserer Republik und in Moldawien garantieren - darüber sprechen werden. Wir wollen, dass sie auf die Unzulässigkeit der Maßnahmen Moldawiens gegenüber unserer Republik aufmerksam machen", sagte Galina Antiufeeva, stellvertretende Vorsitzende des Obersten Rates der PMR (Transnistrien).

Eine Bitte um Unterstützung wird auch an die Russische Föderation gerichtet werden, einschließlich ihrer Parlamentarier, schreibt die Presse in Tiraspol.

Der Kongress der Abgeordneten aller Ebenen, der erst zum siebten Mal in drei Jahrzehnten einberufen wurde, hat bereits für Aufsehen in den Medien gesorgt, aber die transnistrischen Parlamentarier haben negativ darauf reagiert. "Der Kongress ist ein Wirtschaftsforum. Er ist kein Zirkus, in dem laute Parolen in extremem Stil zu hören sein werden", betonte Andrei Safonov.

Galina Antiufeeva bezeichnete ihrerseits diejenigen, die Gerüchte über die angebliche zukünftige Verabschiedung eines Aufrufs zur Aufnahme Transnistriens in die Russische Föderation verbreiten, als provokativ. Sie erinnerte daran, dass das transnistrische Volk bereits 2006 eine Entscheidung zu diesem Thema getroffen hatte: "Heute, angesichts des wirtschaftlichen Drucks, der Feindseligkeiten und einer Vielzahl anderer Probleme in Moldawien, wäre ein solcher Aufruf unangebracht", sagte sie.

2006 hielt Transnistrien ein Referendum ab, in dem sich die Wähler für die Unabhängigkeit und eine eventuelle Vereinigung mit der Russischen Föderation aussprachen. Die Gültigkeit des Referendums ist international nicht anerkannt worden.

"Wir müssen friedliche Beziehungen aufbauen und den Frieden auf unserem Territorium wahren, um alle Rechte und Freiheiten unserer Bürger zu gewährleisten. Der Kongress kann so stattfinden, dass er die Aufmerksamkeit darauf lenkt und zeigt, dass wir solchen Druck nicht zulassen werden", sagte Galina Antiufeeva.

Transnistrische Abgeordnete äußerten sich zuversichtlich, dass die internationale Gemeinschaft den Ansichten der Kongressteilnehmer Gehör schenken wird.

Der transnistrische Politiker Ghennadi Ciorba spekulierte, dass die Behörden in Tiraspol auf dem Kongress, der für Mittwoch um 11 Uhr einberufen wurde, fordern werden, dass Transnistrien Teil Russlands wird. Diese Information, die von den Medien in Moldawien, der Ukraine und Rumänien aufgegriffen wurde, wurde von den Behörden in Chisinau heruntergespielt und als Propagandamaßnahme Moskaus bezeichnet, zumal Wladimir Putin am Donnerstag seine jährliche Rede im Föderationsrat, dem Oberhaus des russischen Parlaments, halten soll.

Das Büro für Wiedereingliederung in Chisinau, das für die Beziehungen zu Transnistrien zuständig ist, erklärte, dass es nach den ihm vorliegenden Informationen "keinen Grund zu der Annahme gibt, dass sich die Situation in der Region verschlechtern könnte", äußerte jedoch die Hoffnung, dass "Tiraspol sich der Konsequenzen bewusst ist, die es im Falle übereilter Maßnahmen auf sich nimmt".

Bezeichnenderweise reiste am Dienstag ein hochrangiger Diplomat des US-Außenministeriums, der Chisinau besuchte, nach Tiraspol und traf sich mit dem transnistrischen Führer Vadim Krasnoselski. Er beklagte sich über die von Chisinau erhobenen Zölle, lobte aber gleichzeitig die Möglichkeiten, die das Freihandelsabkommen Moldaus mit der Europäischen Union den lokalen Unternehmen bietet.

Der stellvertretende moldauische Ministerpräsident für Reintegration, Oleg Serebrian, der den Dialog mit Tiraspol leitet, ist am Mittwoch zu einem Arbeitsbesuch in Bukarest, wo er mit rumänischen Regierungsvertretern und Leitern diplomatischer Vertretungen zusammentreffen wird, um die Lage in der Region Transnistrien darzustellen. Oleg Serebrian wird vor den Leitern der in der Republik Moldau akkreditierten diplomatischen Vertretungen einen Vortrag über die Lage in der Region Transnistrien halten, der vom Rumänischen Diplomatischen Institut organisiert wird.
READ ALSO Der stellvertretende moldauische Ministerpräsident für Reintegration Oleg Serebrian, der für den Dialog zwischen Chisinau und Transnistrien zuständig ist, ist am Mittwoch in Bukarest
 

Burebista

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Hier was heute in Tiraspol beschlossen wurde https://t.me/pridnestrovec/54795
Die auf dem Kongress anwesenden transnistrischen Abgeordneten haben beschlossen:
1. Die Verabschiedung eines Appells an den Föderationsrat und die Staatsduma der Russischen Föderation mit der Bitte, angesichts des zunehmenden Drucks aus Chisinau Maßnahmen zum Schutz Transnistriens zu ergreifen, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass mehr als 220.000 russische Staatsbürger dauerhaft auf dem Territorium der Region leben und der einzigartigen positiven Erfahrung der russischen Friedenssicherung am Dnjestr, sowie des Status eines Garanten und Vermittlers im Verhandlungsprozess.
2. Verabschiedung eines Appells an den UN-Generalsekretär mit der Bitte, die unveräußerlichen, durch internationale Normen garantierten Rechte des transnistrischen Volkes zu berücksichtigen, die Verletzung der Rechte und Freiheiten der Bewohner des linken Dnjestr-Ufers durch Chisinau zu beenden und Provokationen zu verhindern, die zu einer Eskalation der Spannungen führen.
3. Verabschiedung eines Appells an die Teilnehmer des internationalen Verhandlungsprozesses im "5+2"-Format.
4. Verabschiedung eines Appells an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), auf die Führung in Chisinau einzuwirken, damit sie zu einem echten Dialog im Rahmen des internationalen Verhandlungsprozesses zurückkehrt und die Bedingungen für eine zivilisierte Beilegung des Konflikts gewährleistet.
5. Verabschiedung eines Appells an die Interparlamentarische Versammlung der GUS-Mitgliedstaaten, die Eskalation des Konflikts am Dnjestr zu verhindern.
6. Verabschiedung eines Appells an das Parlament der Europäischen Union, sich dafür einzusetzen, dass der Druck aus Chisinau und die Verletzung der Rechte und Freiheiten der Transnistrier verhindert werden.
7. Verabschiedung eines Appells an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, die Bedingungen für die Sicherung der sozialen und humanitären Rechte, Interessen und Freiheiten aller Bewohner des linken Dnjestr-Ufers zu gewährleisten.
(Übersetzung aus dem Russischen)
 

Msane

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Rußland wird wahrscheinlich wieder die Abspaltung des Kosovos von Serbien bemühen,
um der Abspaltung Transnistriens von Moldau zu begründen.

Gleichzeitig wird man dem Westen vorwerfen doppelte Standards zu führen wenn wir das nicht akzeptieren.


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Alubehütet

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Das Massaker vom Tien-Namen-Platz fand noch in Peking statt, die olympischen Spiele schon in Beijing. Die Türkei will im Angelsächsischen nicht mehr „Truthahn“ heißen. Wie ist das mit Kiew und Kiyv?

Kiew-Kyiv: Der Chef der dpa schließt sich dem bei Übermedien Interviewten Sprachwissenschaftler Peter Jordan an. „Kiew“ könne bleiben.
Ein Osteuropa-Journalist widerspricht.
Hier derselbe in einem Artikel.
Darin:
Der Sprachwissenschaftler Michael Moser, der zu den slawischen Sprachen forscht, kann sich die Hartnäckigkeit der deutschen Verwendung der russischen Schreibweise nicht erklären. „Warum man gerade bei Kyjiw zögert, habe ich bis jetzt nicht verstanden“, schreibt der Professor für Slawistik an der Universität Wien auf Anfrage des Berliner KURIER. So gäbe es zwar eine Referenz für die sehr alte Stadt im Nibelungenlied, wo „von dem lant ze Kiewen“ die Rede ist, doch die Schreibweise beziehe sich auf das altslawische Wort für die Stadt. Später habe man jedoch die Stadt auch mit der polnischen Schreibweise Kijow benannt, als die Stadt unter polnischer Herrschaft stand bis man zur russischen Schreibweise wechselte als sich das russische Zarenreich die Stadt einverleibte.


Siehe auch
 
Zuletzt bearbeitet:

Alubehütet

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Da hat er Recht. Das steht Scholz zu outen nicht zu, daß britische Soldaten in der Ukraine tätig sind
Gleichzeitig blockiert die FDP zunehmend Vereinbarungen auf EU-Ebene, aktuell das Lieferkettengesetz. Diese Regierung wird allmählich international ein Problem, weil sie innenpolitisch freidreht.
 
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