Eigentlich ein Tabuthema, aber

AW: Eigentlich ein Tabuthema, aber

Ich finde davon zu laufen macht keinen sinn!!! man sollte sein Leben genießen es mag schlechte zeiten geben auch sehr schlechte aber ich glaube auch diese gehen vorbei!!!!
 
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Nein, Gott sei dank nicht.
So schwer das Leben manchmal auch ist, trotz allem ist es lebenswert.
Das Leben kann soooo schön sein.
 
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Das einzig sichere ist dass wir dieses eine Leben auf jeden Fall haben.

Alles andere ist eine Glaubensfrage.

Auch in der tiefsten Verzweiflung, in der dunkelsten Nacht sollte man sich immer vor Augen halten, dass auch wieder schönere Zeiten kommen werden.

Auch ich war schon tief verzweifelt und dachte es geht nicht mehr weiter.
 
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Ja, dass das Leben schön ist und das es sicher etwas gibt, für das es sich lohnt, weiterzumachen, daran sollte man immer denken.

Aber ich weiß auch, dass es manchmal nicht leicht ist. Und wenn der Schmerz überwiegt (meist der psychische), verliert man so manches aus den Augen!
 
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Nee gar nicht. Das Leben ist manchmal nicht toll, aber in solchen Situationen denke ich mir immer, wie toll es dann in ein paar Jahren wird :lol: Es kann ja nicht immer so Scheiße laufen :lol:
 
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Ja, aber nicht in Bezug auf mich selbst. Ein früherer Mitschüler, ein stiller, kluger Typ, hat sich kurz nach dem Abi erhängt. Er war drogenabhängig und kam da nicht mehr raus. - Und meine Mutter, die krank ist, hat verschiedentlich versucht, sich das Leben zu nehmen. Zuletzt vor etwa einem Monat. Davor hat sie mir einen Abschiedsbrief geschrieben. Das macht sie fast jedesmal, so schrecklich das klingt. Die damit verbundenen Gefühle sind schwer zu beschreiben. Nur glaube ich, dass kein Mensch, der mit solchen Gedanken spielt, sich auch nur ansatzweise in die Empfindungen von Angehörigen, Freunden oder auch Bekannten hineinversetzen kann. Kein Stück.

Und das macht nicht nur traurig, Kimy. Es führt nicht nur dazu, dass man sich sorgt, ängstigt, Mitleid hat oder sich in solchen Momenten sehr ohnmächtig fühlt. Es kann einen nebenbei auch verdammt sauer auf denjenigen machen, der sich per Suizid oder auch nur angekündigtem Suizid in eine Opferhaltung flüchtet, die immer auch auf die eine oder andere Weise mit Schuldzuweisungen an andere Menschen verknüpft ist.

Nichts für ungut, und verzeiht den persönlichen Schlenker, falls er Euch erschrocken haben sollte. Natürlich wollte und will ich niemanden erschrecken. Und natürlich wär's viel angenehmer, wenn das Leben immer schön an der Oberfläche entlang plätschern würde, ganz heiter und ohne Probleme. Aber das tut es halt nicht immer..
Und so was totzuschweigen, hat insgesamt wenig Sinn - zumal es ja absolut kein Einzelfall ist. Dafür kommen solche Dinge viel zu häufig vor, und bei weitem nicht nur in meinem eigenen Umfeld.

Anouk
 
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Die Frage muß ich mit ja beantworten. Darüber nachgedacht habe ich schon, war aber niemals in einer akuten Situation. Ich kann jetzt aber durchaus jene Menschen verstehen, die sich dafür entscheiden, weil sie keinen Ausweg sehen. Noch vor einem halben Jahr, sah ich alles anders. Aber mittlerweile sind mir viele Dinge über den Kopf gewachsen, so dass ich ärztliche Hilfe in Anspruch nahm.
Mir hilft persönlich der Gedanke an meine Kinder. Denn nie könnte jemand meine Kinder so lieben wie ich. Und ich denke es gibt keine Situation, die mich dazu bringt meine Kinder alleine zulassen.
 
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Also ich habe darüber noch nie nachgedacht.. und darüber bin ich auch froh, da ich viel zu gerne lebe und das Leben sowieso viel zu kurz ist.
 
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....als ich alleinerziehend war so mit 23 Jahren hat eine Freundin bei mir gelebt. Sie hatte zwei Kinder, die sie bei ihrem Mann gelassen hat. Sie hatte psychische Probleme, war in Therapie, hatte ein Verhältnis mit dem Therapeuten...:shock:....und zog zuhause aus. Ersteinmal ohne die Kinder....und zu mir. Ich war wie gesagt alleinerziehend, vollzeit berufstätig und meine Tochter 2 Jahre war in der Arbeitszeit bei meiner Mutter. Eines Abends kam ich nach Hause. Die Wohnung sah aus wie ein Schlachtfeld, meine Freundin hatte nichts gemacht.....sie lag auf der Couch und war weggetreten.....ich war total geschockt.

Nach mehrmaligem Fragen, schütteln und meckern sagte sie mir dann dass sie Tabletten genommen hat. Ich konnte nicht herausfinden welche.....ich fand die Schachtel....Schlaftabletten....wieviele waren noch drin als sie sie nahm????????? Die Apotheke hatte zu....was nun machen???

Wenn ich den Krankenwagen rufe verliert sie ihre Kinder an den Mann....sie würde daran zugrunde gehen.....was machen .....Panik.....ich rufe meinen Exmann an. Er kommt sofort......meine Freundin halluziniert....ich kriege echt Angst dass sie stirbt oder was auch immer, und ich mit der Schuld leben muss......ich muss nun eine Entscheidung treffen.......die Kinder sind mir total egal, meine Freundin muss leben.....wir fahren ins Krankenhaus, sie schnallt nichts, erst als wir ankommen versucht sie sich zu wehren. Mein Mann schnappt sie und wir lassen sie aufnehmen.

Ich kann euch sagen, ich habe mich nie schlechter gefühlt als dort im KH, egal was passiert, ich bin schuld. Sie haben sie behandelt wie den letzten Dreck....:roll:...sie hat geweint, geschrieen (nach mir) ich stand heulend auf dem Flur und hämmerte gegen die Tür, aber sie ließen mich nicht rein....:shock:....als sie dann auf dem Zimmer lag ging es ihr schon wieder besser. Ihr wurde der Magen ausgepumpt.....dann kam der Arzt und er war so abfällig. Ich habe mich dann ersteinmal aufgeregt über diese Behandlung und ihn gefragt ob er sich jemals in seiner Laufbahn Gedanken gemacht hat was die Menschen dazu treibt so zu handeln und dass man so etwas nicht mal einfach so macht.......es interessierte ihn nicht.....

......Als sie aus dem KH kam wohnte sie wieder bei ihrem Nochmann und den Kindern. Ich besuchte sie. Ihre Mutter war auch dort und was soll ich euch sagen folgendes kam aus dem Mund der Mutter "Birgit wie kann so etwas in deiner Wohnung passieren, kannst du mir das sagen? Du musst doch was gemerkt haben....bla bla bla" .....Mir blieben fast die Worte im Hals stecken. Ich sagte dann nur "Ich war arbeiten, sorry"...meine Freundin sagte nichts, sie sagte nichts, ich war so sauer, enttäuscht und völlig entsetzt dass ihre Mutter tatsächlich mir die Schuld gab......unfassbar!

ALso mir selber ging es schon sehr sehr schlecht, aber an Suizid habe ich nie gedacht. Dafür habe ich nicht den Mut und ich habe viel zu viel Angst vorm Sterben. Ich bin auch der Meinung "das kann doch noch nicht alles gewesen sein in meinem Leben"

Was mir aber ständig im Kopf schwirrt wenn ich richtig unter Druck stehe und es mir schlecht geht....."ich setze mich ins Auto und haue ab, irgendwohin, wo niemand weiß wo ich bin, dann habe ich Ruhe, ich kann mich ausruhen und nachdenken, dann eine Lösung finden und dann zurück um es in die Tat umzusetzen".......also wenn ihr mal längere Zeit nichts von mir hört bin ich weg......:wink:
 
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