AW: Eine Beziehung wird von demjenigen beherrscht...
ALso fuer mich muss das von beiden Seiten eigentlich gleich sein.
Denn wenn ich mehr liebe als ich geliebt werde, verletzt mich das. Unerwiderte Liebe tut eben weh.
Aber wenn ich mehr geliebt werde, tut es der anderen Person weh und das möchte ich auch nicht.
Also ist es mir wichtig, dass da ein Ausgleich ist.
Hmm....also ich mein auch "gleichwertige" Liebe ist etwas irreales..... Das Gefühl LIEBE ist ja nicht starr und gleichbleibend - zumindest bei mir nicht.
Es gibt Momente, da könnte ich heulen, so sehr liebe ich ihn - manchmal rückt "die Liebe" aber in den Hintergrund - ist zwar grundlegend natürlich vorhanden, ist aber nicht jederzeit das alles überragende Gefühl....... also die Liebe zueinander ist ja da, schwankt aber in ihrer Intensität bzw. in ihrem "gefühltsein"......
Mit "ich kann besser damit klarkommen, zu lieben, als geliebt zu werden" meinte ich nicht, dass einer liebt und der andere nicht.
Sondern dass ich damit besser zurechtkomme, das gut "zeigen" kann, es gerne zeige (Zuneigung, Gefühle zeigen/darüber reden) als wenn mir das gezeigt oder gesagt wird.......
Vllt. hat das etwas damit zu tun, dass ich mir über meine eigenen Gefühle sicher bin - die Gefühle, die mir entgegengebracht werden, mich aber eher verunsichern....beschämen.....(?)
Wie gesagt, ich denk da gerade selbst drüber nach, ob das so ist und wenn ja, woher das kommt.
Ich hab das Gefühl, viele sehen meine Signatur als ein "bewußtes (schlechtes) Handeln - also einer liebt und der andere nützt das aus (was er nur kann, weil er weniger liebt).
Ich glaube aber, dass das zu einfach ist....... In dem Spruch ist von der
Beziehung die Rede...... also das tägliche Miteinander eines ( Liebes-)Paares.
Wem ist die Harmonie in der Beziehung wichtiger? Wem ist Gleichklang wichtiger? Wem liegt das Ausleben und Erleben der Beziehung mehr am Herzen?
Gestern kam in "We are family", (RTL??) eine Frau, die mit einem Tyrannen zusammen war. Er verspielte ihr Geld, schlug sie, hatte eine Geliebte und nutzte die Frau nach Strich und Faden aus....:evil: (sagte sogar vor der Kamera, dass sie eben blöde wäre und deswegen auch selbst schuld)....sie litt zwar darunter, brachte es aber nicht übers Herz, sich zu trennen.
Erst auf Druck und mit Hilfe ihrer Freundin schmiss sie ihn raus. Ihre Mutter überredete sie daraufhin, zu einem psychologischen gespräch, aus Angst, dass sie wieder nachgibt, wenn er zurückkommt.
Dabei kam dann heraus, dass die Frau als Kind sehr unter der Scheidung der Eltern und des Verlustes des Vaters(innerhalb der Familie) litt.
Die Psychologin half ihr, herauszufinden, dass dieses "unbedingt zusammenbleiben"......"Beziehung erhalten".....ein Resultat ihrer Kindheitserlebnisse sein könnte...... ich fand das seeehr interessant.
Also im Grunde wurde sie zum Spielball, weil ihr einziger Wunsch darin bestand, die Beziehung um jeden Preis zu erhalten....... Liebe spielte dabei schon lange keine Rolle mehr......
Sorry, dass es so lange wurde - hab zu dem Thema grad echt viele Gedanken im Kopf :redface:
LG Catsili