Erziehungsstile

therengarenk

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AW: Erziehungsstile

Sprechen wir vom gleichen Asperger? Ein Aspergerkind zeigt sehr viel Mitleid und hat ein extremes Unrechtsempfinden. Ein anderes Kind auszulachen ist total a-typisch.


Mit dem Rest hast du wieder vollkommen recht. Einen Mittelweg zu finden sollte erstrebenswert sein, ist aber schwierig.

was???? niemals....da hast du dich vielleicht falsch informiert...
 

therengarenk

Gesperrt
AW: Erziehungsstile

Sprechen wir vom gleichen Asperger? Ein Aspergerkind zeigt sehr viel Mitleid und hat ein extremes Unrechtsempfinden. Ein anderes Kind auszulachen ist total untypisch.


Mit dem Rest hast du wieder vollkommen recht. Einen Mittelweg zu finden sollte erstrebenswert sein, ist aber schwierig.


schau nochmal hier zum Beispiel: Die eine kann 5690 mal 337 im Kopf rechnen, der andere ist musisch besonders begabt, die nächste kann sich keine Gesichter merken, und wieder eine andere schreibt Bücher über das, was diese vier Menschen so besonders macht: Sie sind Asperger-Autisten, Menschen also mit einer bestimmten Form von Autismus, die im sozialen Umgang mit anderen Probleme haben und deshalb als sonderbar und eigenbrötlerisch gelten.

Dabei haben sie nur Schwierigkeiten damit, ihre Emotionen so zu äußern und die Gefühle anderer zu erkennen, wie andere Menschen es tun. Denn Asperger-Autisten können emotionale Signale oft nur schwer deuten und müssen sich Verhaltensmuster wie Stirnrunzeln, Lächeln oder das Erheben der Stimme erst antrainieren

Quelle: www.spiegel.de

sorry wegen OT, aber das fand ich jetzt total wichtig. Da gerade deswegen Probleme zwischen Aspergern und "gesunden" Menschen entstehen...
 
C

cyrano

Guest
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Cyrano:

Komm mal wieder runter.

Lies dir mal meine Fragen in Ruhe durch und berichte mal von vorne und der Reihe nach. Was war in der Schweiz anders als in der Türkei? Wie wurdest du erzogen and was würdest du genauso, anders, oder besser machen? Wenn du dabei deine Ex-Frau erwähnst, dann bitte lass andere Mütter aus dem Spiel, damit wir auch verstehen, was Pauschal sein soll und was nur deine gescheiterte Ehe betrifft.

Mich würde das persönlich durchaus interessieren, aber wie du schreibst, ist es eine Beleidigung aller Frauen (und Mütter), die im deutschsprachigen Raum mit einem Türken leben...und evtl. sogar die gleichen Probleme haben, sich auf einen Erziehungsstil zu einigen.

Das war schon die nette Variante, weil ich dich ja eigtl. mag, obwohl du mich hier pauschal jedes mal mit beleidigst!

Ich mag dich auch!

Marry me?
 
S

Sma02

Guest
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und immer wenn ich dachte..die regel könnte jetzt passen...

gab es dresche..wahlweise von oma, mutter oder vater....die irgendwie ganz komische regeln für ihr eigenes leben hatten....

so im nachgang betrachtet..;-)

selbstverständlich haben sich meine eltern auch für die besten der welt gehalten...und sind nie auf die idee gekommen. das ein vater der säuft und eine oma die kochlöffel auf kleinen rücken zerschlagen und eine mutter, die schon frühzeitig damit anfängt ihrem kind ständig zu erzählen..das ja das ungewollte kind die schuld daran trägt, das sie nicht einfach gehen kann..

erst als mein vater seinen verstand fast ganz versoffen hatte..stellte er mal irgendwann die frage..was wohl falsch gelaufen ist..in meiner erziehung, wo das selbstbewusstsein denn wäre..

heute könnte ich ihm die frage beantworten..mit anfang 20 noch nicht..

Warst du schonmal beim Therapeuten?
Deine innere Frust ist ja in einigen Beiträgen deutlich zu spüren.

Bevor du jetzt wieder grantig wirst, möchte ich dir sagen, dass das nicht böse gemeint ist.

Ich finde jeder Mensch der eine "schlechte" Kindheit hatte, sollte sich behandeln lassen. Da es ansonsten eine erhebliche Wirkung auf deine Zukunft haben wird. Und das was du da schreibst, schaut nach einer relativ schlechten Kindheit aus.
 

Gizelle

Well-Known Member
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Das wichtigste bei der Erziehung -neben Liebe! - ist Konsequenz. Wenn ich angedroht hab "beim nächsten Mal, wenn die Mappe genau nach der Haustür fallen gelassen wird, fliegt sie aus dem Fenster", ist das auch passiert. Sie lag danach endlich nicht mehr als Stolperfalle rum....

Kinder lieben Regeln und verstehen sie, nichts ist schlimmer als unberechenbare Eltern, die mal so und mal so handeln.
Mein Sohn wurde (selbstverständlich) nie geschlagen, selten mal angeschrien, die Höchststrafe war in der Regel 1 Woche Fernsehverbot. Aber er wusste eben auch, wenn ich mal ausflippe und mit Strafe drohe, passiert das eben auch, so konnte er selbst die Reissleine ziehen. Das hat es für uns beide leichter gemacht.

Genau so gut hat das Belohnen geklappt. "Wenn Du jetzt lieb bist, wenn wir ins Restaurant gehen, fahren wir danach schwimmen". Immer Versprochenes einhalten und wenn es nicht geklappt hat mit dem brav sein, canceln. So weit ich das geschafft hab natürlich...mein Herz ist ihm gegenüber natürlich butterweich und ich hatte auch etliche Ausrutscher in punkto Übermutter, alles durchgehen lassen und zu sehr verwöhnen. Wobei...kann man ein Kind eigentlich zu sehr verwöhnen...?

Ich selbst bin übrigens auch als Kind sehr liebevoll aufgewachsen und deswegen konnte ich auch ganz viel Liebe weitergeben.
 
C

CrazyWoman

Guest
AW: Erziehungsstile

Nochmal OT, sorry.

(...)Sie sind Asperger-Autisten, Menschen also mit einer bestimmten Form von Autismus, die im sozialen Umgang mit anderen Probleme haben und deshalb als sonderbar und eigenbrötlerisch gelten.

Dabei haben sie nur Schwierigkeiten damit, ihre Emotionen so zu äußern und die Gefühle anderer zu erkennen, wie andere Menschen es tun. Denn Asperger-Autisten können emotionale Signale oft nur schwer deuten und müssen sich Verhaltensmuster wie Stirnrunzeln, Lächeln oder das Erheben der Stimme erst antrainieren

Quelle: www.spiegel.de

sorry wegen OT, aber das fand ich jetzt total wichtig. Da gerade deswegen Probleme zwischen Aspergern und "gesunden" Menschen entstehen...

Es ging ja ums "Auslachen". Es kann zwar sein,dass ein Aspie sich versucht, anzupassen, und lernt zu erkennen, wenn jemand sich aufregt oder traurig ist. Aber er wird nicht mit anderen Kindern zusammen jemanden auslachen, zum Spaß oder um denjenigen zu ärgern. Das ist ihm nämlich nicht rational erklärbar und in höchstem Maße ungerecht.

Schau mal hier:

Sozialverhalten
In der allgemeinen Berichterstattung wird im Zusammenhang mit Autismus als erstes und wichtigstes Merkmal immer das Defizit im Sozialverhalten genannt.
Dies suggeriert, dass es sich hier um unsoziale Wesen handelt, obwohl eher das Gegenteil der Fall ist.
Das, was als unsozial auffällt ist die verminderte Fähigkeit Menschenmengen, Lärm, Farben und Bewegungen zu ertragen,
da die Wahrnehmung extrem empfindlich ist.
Das Bemühen vieler Erzieher oder Therapeuten, einen Asperger oder Autisten gruppentauglich zu machen ist absolut contraindiziert und wäre mit dem Wunsch zu vergleichen, ein Querschnittgelähmter solle jetzt bitte mal seinen Rollstuhl verlassen und die Treppe hochgehen.
Bei einem Gehbehinderten würde es niemand wagen diesen Wunsch zu äußern, von Asperger-Autisten verlangt man täglich ihre Behinderung einfach zu ignorieren und mitzumachen.
Aufgrund ihres Intellekts, ihres Anpassungsvermögens, ihres Willens, Normalität zu lernen, lassen sie sich auch oft dazu verleiten, die Wünsche zu erfüllen. Damit überfordern sie sich aber grundsätzlich und ihre Ressourcen werden dezimiert. Sehr zum Schaden einer weiteren positiven Entwicklung.
Asperger-Autisten haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der einem ursprünglichen Gefühl für Recht und Unrecht Rechnung trägt und sich nicht durch lapidare gesellschaftlich relevante Maßnahmen trügen lässt.
Durch die eigene leidvolle Erfahrung geprägt, neigen ASler dazu die Partei des Schwächeren zu ergreifen.

Quelle:
http://www.brainsborough.de/Asperger_Autismus_Schule02.html
 

therengarenk

Gesperrt
AW: Erziehungsstile

Nochmal OT, sorry.



Es ging ja ums "Auslachen". Es kann zwar sein,dass ein Aspie sich versucht, anzupassen, und lernt zu erkennen, wenn jemand sich aufregt oder traurig ist. Aber er wird nicht mit anderen Kindern zusammen jemanden auslachen, zum Spaß oder um denjenigen zu ärgern. Das ist ihm nämlich nicht rational erklärbar und in höchstem Maße ungerecht.

Schau mal hier:



Quelle:
http://www.brainsborough.de/Asperger_Autismus_Schule02.html

Gut, dann habe ich mir die Gespräche mit Autismo, kinderpsyschologen und der Mutter des aspergers wohl eingebildet. Auch das die eigene Mutter sich stundenlang bei mir ausgeheult hat, dass der junge nicht einmal Mitleid bei ihr aufzeigt.
 
C

CrazyWoman

Guest
AW: Erziehungsstile

Gut, dann habe ich mir die Gespräche mit Autismo, kinderpsyschologen und der Mutter des aspergers wohl eingebildet. Auch das die eigene Mutter sich stundenlang bei mir ausgeheult hat, dass der junge nicht einmal Mitleid bei ihr aufzeigt.

Hab ich nie behauptet, dass du es dir einbildest. Ich kenne das nur anders. In dem Film "Adam", der sich ja speziell mit Asperger (nicht Autismus wie bei "Rain Man" oder Savants beschäftigt) wird das sehr deutlich. Auch gemeinsames auslachen ist ja ein Teil von Sozialverhalten, emotionaler Anpassung. Und man muss ja auch erstmal verstehen, dass es angeblich "Spaß macht", wenn jemand anderes sich ärgert oder traurig ist über die Anfeindungen (was ein Aspie ja erstmal erkennen müsste). Von daher...bestimmt nicht unmöglich, aber eher untypisch.

Mitleid mit der Mutter ist bestimmt schwierig. Das Kind das ich kenne, erkennt Trauer und Frust erst, wenn das Gegenüber extrem weint. Das ist ein Gefühlsausbruch, den man durch Training erlernen kann. Wenn die Mutter eines ausgeprägten Aspies nicht bitterlich weint, wird er kaum mitleidig darauf eingehen. Wahrscheinlich tut sie das nicht, denn welche Mutter weint schon schrecklich vor ihrem Kind... Weißt du, was ich meine?

Sollte kein Angriff sein, und das was du sagst/zitierst widerspricht dem ja nicht. Nur in puncto auslachen hatte ich Zweifel.
 
L

Laledevri

Guest
AW: Erziehungsstile

Wie wurde ich erzogen?

- wie Crazy gehöre ich der "Mama bastelt mit mir"- Generation an
- es gab Regeln. An die hatte ich mich zu halten. Tat ich das nicht, gab es Sanktionen. Die kamen auch sofort. Vorgehalten wurde mir danach aber nichts, da ich meine Strafe ja erhalten hatte.
- Respekt war wichtig. Im Bus für Ältere Aufstehen selbstverständlich. Leute auf der Strasse grüßen. Älteren Einkaufstaschen tragen und dafür nichts nehmen, selbst wenn die ältere Dame aus dem Haus einem zwei Mark zustecken wollte.
- Trotzdem wurde mir Vertrauen geschenkt, wachsend mit den Jahren. Meine Mutter hatte das richtige Maß zwischen Loslassen und Fürsorge.
- Wenn ich etwas nicht wollte, sollte ich mich erst durchbeissen. Konnte ich dann begründen warum ich es immer noch nicht wollte, wurde das respektiert.
- Meine Mutter hat darauf geachtet, dass ich den Umgang mit Geld lerne. Wünsche wurden nicht sofort erfüllt, mir wurde aber erklärt, warum das nicht geht. Waren es große Wünsche, konnte sie so auch überprüfen, ob das nur eine Laune von mir war oder ob ich Biss zeige.
- Mein Vater hat sich aus dem ganzen Zeug rausgehalten, den habe ich nie interessiert. Meine Eltern haben sich bis zum Abwinken nicht verstanden. Dass er uns drei Monate ignoriert hat, war Tagesordnung und nicht die Ausnahme. Emotional wären meine Mutter und ich alleine besser dran gewesen. Sie hing nur dem Irrglauben an, dass eine schlechte Familie besser sei als keine. Aus den Erlebnissen dieser versaubeutelten Ehe resultiert meine Heiratsallergie bis heute.
- Fernsehen war unter der Woche so erlaubt. Sandmännchen. Als ich älter war, dann eine Serie (zum Beispiel Knight Rider, RTL hat mich aber nicht versauen können :biggrin:). Wochenende dann Sendung mit der Maus oder Löwenzahn. Mehr nicht und niemals mehr als eine Stunde. Ab 12 Jahren hat mich Fernsehen dann aber fast gar nicht mehr interessiert, ich habe lieber gelesen. Habe bis heute keinen eigenen Fernseher. Vermisse das auch nicht.
- ich bin der Meinung, meine Mutter hat ihren Job gut gemacht. Es war die richtige Balance :wink:
 
L

Laledevri

Guest
AW: Erziehungsstile

Wobei...kann man ein Kind eigentlich zu sehr verwöhnen...?

Meiner Ansicht ja, aber vor allem auf dem materiellen Sektor. Klar wollen Kinder alles, was sie toll finden, weil es neu ist und/oder alle anderen es auch haben. Aber da muss man Grenzen setzen, finde ich. Maßlose Kinder werden später zu maßlosen Erwachsenen, die nicht mit Geld haushalten können.
 
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