Als schreibfauler Mensch beantworte ich sehr ungern lange Texte. Erstens muß ich so viel Lesen und in der Regel so viel kommentieren :lol:
Meist kommt dann vom Vielschreiber wieder eine sehr langer Beitrag als Antwort zurück und alles fängt von vorne an :razz:. Das nennt man dann Teufelskreis :twisted:
Dennoch, die materialistische Evolutionstheorie, so wie sie heute gelehrt wird, halte ich für unrealistisch.
Ich glaube, dass Wissenschaftler eines Tages weitere Lebenszusammenhänge erkennen werden, aus denen hervorgeht, dass diese These aufgrund unzureichender wissenschaftlicher Erkenntnisse ebenso falsch und "konstruiert" ist, wie es die lange Zeit herrschende Annahme war, die Erde sei flach bzw. das Zentrum des Universums.
Lebenszusammenhänge werden immer wieder neu definiert, ohne zwangsläufig als falsch und konstruiert enden zu müssen. Hypothesen zur Form der Erde gab es bereits vor Christi Geburt. Die Annahme, die Erde wäre eine Kugel war sogar richtig. Jedenfalls wechselte dieses Modell über die Jahrhunderte. Ohne die Kirche hätte sich vermutlich das Kugelmodell und die Tatsache, dass die Erde nicht das Zentrum des Universums ist schneller durchgesetzt.
Die etablierte Wissenschaft wird indes als Sachwalter des anerkannten Wissens ebenso wie die Kirche damals zunächst versuchen, diese neue Erkenntnis zu widerlegen.
Aber sicher nicht des wiederlegens willen gegenüber der Kirche sondern
basierend auf erstellten Modellen und aktuellem Wissen.
Das Evolutionsgesetz der Auslese halte ich für zureffend.
Dieses Gesetz beeinflusst aber nicht das genetische Erbgut.
Es gibt Thesen wonach das zu vererbende Erbgut tatsächlich beeinflußt wird. Darauf möchte ich aber nicht eingehen. Nicht nur die Gene sind wichtig sondern die "Schlater", die gewisse Gene aktivieren und deaktivieren. Somit kann das gleiche Gen völlig unterschiedlich betrachtet werden.
Das Evolutionsgesetz der Mutation und darauf beruhend der Variation halte ich als Erklärung für die Entstehung und Entwicklung der Arten für unzutreffend.
Bei nährer Betrachtung entpuppt sie sich als abwegige Indizienkette.
Die Gene sind die Träger der biologischen Funktionen eines Lebewesens. Dadurch repräsentieren sie gleichsam seine Zugehörigkeit zu einer ganz bestimmten Art.
Grundsätzlich gilt: eine biochemische Mutation des Erbguts kann je nach Art der Veränderung im Hinblick auf mögliche neue Eigenschaften neutral, förderlich oder schädlich für das betroffene Individuum sein.
In jedem Fall repräsentiert das betroffene Individuum genetisch zunächst eine Übergangsform, man könnte auch sagen: eine genetische Variation.
Wenn diese Übergangsform sich (Im Rahmen der natürlichen Auslese, der Selektion) etabliert hat, spricht man von einer neuen Art.
Wenn es zutrifft, (umstritten) dass die Mutation des Erbguts ein fortwährendes Phänomen ist, das sie gleichsam "ständig vorkommt", folgt hieraus zwingend, dass es vor genetischen Übergangsformen nur so wimmeln müsste, dass es sogar wesentlich mehr Übergangsformen als Arten geben müsste.
Das scheint jedoch nicht der Fall.
Menschen mit Erkrankungen wie: Sichelzellenanämie, ausgelöst durch Mutation ergeben auch keine neue Art. Albinismus ist ebenfalls eine Mutation. Es folgt nicht zwingend, dass es von genetischen Übergangsformen so wimmeln muss. Immerhin heißt Mutation auch die Veränderung eines bisher erfolgreichen Bauplans. Dieser Bauplan muss
geschützt werden, denn Mutation heißt: Veränderungen des Erbguts. Ständige Mutationen würden das Ende der Menschheit bedeuten. Das richtige Verhältnis machts aus!
Bis auf vergleichsweise unkomplizierte Kleinstlebewesen (Viren, Bakterien- und auch hier sind die wissenschaftliche Ergebnisse und Schlussfolgerungen nicht eindeutig) sind meines Wissens nach keinerlei erfolgreiche Veränderungen im Bauplan von Lebewesen aufgrund Mutation bekannt, geschweige denn bewiesen.
Ich weiß ich nicht, ob Beweise vorliegen oder nicht. Jedenfalls ist es nicht so einfach eine Mutation nachzuweisen. Als Beispiel fällt mir die Laktoseverträglichkeit ein, die ein Ergebnis einer Mutation sein soll- Signifikante Unverträglichkeit bei Afrikanern & Asiaten.
Es gibt keine einzige bekannte echte Übergangsform, die als schlagkräftiger Beweis dienen könnte.
Ein Beispiel, das zu Unrecht immer wieder gerne genommen wird, ist der heute vorkommende "Schlammspringer" den man gerne als etablierte Übergangsform zwischen Wasser- und Landlebewesen heranzieht. Diese Annahme ist wissentschaftlich gesehen völlig haltlos und entbehrt jeglicher Grundlage. Gleiches gilt für den archäopterix, den sog. Urvogel, der die evolutionäre Abstammung der Vögel von den Reptilien belegen soll. Beides sind Lebewesen eigener Art, alles andere ist Interpretation.
Weshalb haben wir eigentlich als Embryo Kiemen? Es gibt viele Tiere mit zurückgebildeten Gliedern. Da fällt mir die Schlange dazu ein. Weshalb kann man sie auf dem Röntgenbild sehen. Eine Funktion werde sie wohl gehabt haben.
Es wird angenommen, die Evolution konnte stattfinden, wie angenommen, weil sie soviel Zeit hatte.
Diese Annahme ist nicht plausibel.
Bis zur sog. kambrischen Explosion vor geschätzt 550 Mio Jahren gab es nur Wasserkleinstlebewesen, Amöben, Blaualgen etc. Dann traten "explosionsartig" an den verschiedensten Orten die ersten Gliederfüsser auf (Trilobiten, Anthropoden).
Vor geschätzt 440 Mio Jahren erschienen dann die ersten Fische, die aber 50 Mio Jahre später erst einmal wieder ausstarben.
Auf die Zeit vor 350 Mio Jahren schätzt man die ersten zu den Gliederfüssern gehörigen Insekten, von denen vor 250 Mio Jahren fast 90% wieder ausstarben.
Diese Zahlen benutzt Du als ein Faktum wogegen Du die anderen wissenschaftlichen Ergebnisse anzweifelst.
Vielleicht reichen 100 Mio. Jahre für die Vielfalt aus.
Es gibt ernstzunehmende Kritiker der Evolutionstheorie (wieder: Keine Kreationisten), die annehmen, diese wäre schon mathematisch undenkbar.
Für den Bauplan eines komplexen Sinnesorgans, wie das Auge oder der Lunge seien, ausgehend von einem augenlosen, lungenlosen Lebewesen unzählige Mutationen nötig, die schon mit der angenommenen natürlichen Mutationsrate nicht erklärt werden könne.
Abgesehen davon stellt sich hier ebenso die Frage: Wie sieht es in der Zwischenzeit aus? Wo sind die unzähligen Übergangsformen? Wie haben sich diese Variationen mit den noch nicht funktionalen genetischen Anlagen im Rahmen der Selektion gehalten?
Kann die Übergangsform nicht erst dann als erkannt werden, wenn das "Ziel" bekannt ist. Vielleicht sind wir sogar Menschen eine Übergangsform.
Es gäbe hierzu noch eine Menge zu sagen, aber ich es belasse es zunächst einmal bei diesem Denkansatz.
Um einem möglichen weiteren Missverständnis vorzubeugen, noch eine letzte Bemerkung:
Selbstverständlich gibt es eine Entwicklung in der Materie bzw. in der Biologie und selbstverständlich gibt es genetische Gemeinsamkeiten und Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Lebensformen.
Ich glaube nur nicht an den kausalen Zusammenhang zwischen der Entwicklung/Variation der Arten und dem Phänomen der Veränderung des Erbguts durch Mutation.
VG