Flüchtlingskrise

Was für ein Lob für Assad, den man unbedingt los werden möchte.
Ich habe an keiner einzigen Stelle Assads Krieg gegen sein Volk befürwortet. Ich sprach von einem hohen Alphabetisierungsgrad und Bildungsstand in Syrien im Vergleich zu Afghanistan. Es gibt in Syrien auf dem Land eben nicht nur Koranschulen. Das ist der Unterschied. Auch gibt es eine Anzahl international anerkannter Universitäten. Was davon übrig geblieben ist, dürfte nicht viel sein. Es wird von einer verlorenen Generation gesprochen. Darum wird Assad von den verbliebenen Ärzten und Spezialisten, die in Trümmern nach Überlebenden suchen, verflucht.
 
Ich habe an keiner einzigen Stelle Assads Krieg gegen sein Volk befürwortet. Ich sprach von einem hohen Alphabetisierungsgrad und Bildungsstand in Syrien im Vergleich zu Afghanistan. Es gibt in Syrien auf dem Land eben nicht nur Koranschulen. Das ist der Unterschied. Auch gibt es eine Anzahl international anerkannter Universitäten. Was davon übrig geblieben ist, dürfte nicht viel sein. Es wird von einer verlorenen Generation gesprochen. Darum wird Assad von den verbliebenen Ärzten und Spezialisten, die in Trümmern nach Überlebenden suchen, verflucht.
Oh nein, nein du hasst mich mißverstanden. Ich meinte es schon genauso wie ich es geschrieben habe. Im Gegenteil, ich meine nicht das Assad weg muß. Er hat viel Schlechtes, aber auch viel Gutes getan.
 
Oh nein, nein du hasst mich mißverstanden. Ich meinte es schon genauso wie ich es geschrieben habe. Im Gegenteil, ich meine nicht das Assad weg muß. Er hat viel Schlechtes, aber auch viel Gutes getan.
Viel Gutes, weiß ich nicht. Die Baath-Partei ist säkular, aber nicht demokratisch ausgerichtet. Ihr Vorbild ist die NSDAP. Nach Berlin gingen ihre Funktionäre damals, um zu lernen.

"Die Entstehung des Typs von Diktatur, den Saddam Hussein repräsentierte, lässt sich bis zum Jahr 1940 zurückverfolgen. Nach der Kapitulation Frankreichs blieben die französischen Mandatsgebiete Syrien und Libanon unter der Kontrolle der Vichy-Regierung. Das hieß, sie waren dem Einfluss der Nazis ausgesetzt und wurden für deren Propaganda und Aktivitäten zu einem wichtigen Vorposten in der arabischen Welt. Zu den Nachfolgern gehörte die Vorläuferbewegung der Baath-Partei, die sich am Vorbild der Nazis und Faschisten orientierte: ein Großteil der nazistischen und faschistischen Ideologie wurde ins Arabische übertragen und sinngemäß übernommen. Für eine Weile wurde im Irak sogar ein nazifreundliches Regime unter Führung von Raschid Ali al-Gailani eingesetzt. Die Briten und ihre Verbündeten konnten dieses Regime stürzen, Gailani fand Zuflucht in Deutschland, wo er zusammen mit dem Hitler-freundlichen Mufti von Jerusalem bis zum Ende des Krieges blieb.
Die britische und generell die westliche Nachkriegsherrschaft in diesen Ländern blieb allerdings von kurzer Dauer. Das Dritte Reich war vergangen, aber dessen Funktion als Schirm- und Schutzherr der gegen den Westen gerichteten "gerechten Sache" wurde von der Sowjetunion übernommen. Die Neuorientierung der Baath-Partei weg vom nazistischen Modell hin zum kommunistischen Modell erforderte lediglich geringfügige Angleichungen.
Tatsächlich unterscheiden sich diese Ein-Partei-Regime in ihrer Struktur, ihrer Ideologie sowie ihrer Kampf- und Herrschaftsmethode gewaltig von den islamischen Herrschaftstraditionen - sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis."

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-27460396.html
 
Das ist Schnee von gestern. Wenn du ihnen vorwirst sie standen unter dem Einfluß der Nazis, was wirfst du Deutschland dann vor? "Wir" waren die Nazis!
Es geht um folgenden Zusammenhang, den ich aus dem zitierten Spiegelartikel noch einmal zitiere:
"Die Neuorientierung der Baath-Partei weg vom nazistischen Modell hin zum kommunistischen Modell erforderte lediglich geringfügige Angleichungen.
Tatsächlich unterscheiden sich diese Ein-Partei-Regime in ihrer Struktur, ihrer Ideologie sowie ihrer Kampf- und Herrschaftsmethode gewaltig von den islamischen Herrschaftstraditionen - sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis."

M. a. W. Das von Assad repräsentierte und in der Baath-Partei fest verankerte Ein-Partei-Regime ist ungeachtet der politischen Ausrichtung der jeweiligen Schutzmacht undemokratisch, was sich auch in jeder Beziehung auf das Bildungssystem auswirken dürfte. Säkulare Unterrichtsinhalte sind zwar eine bedeutende Säule im Unterrichtswesen, aber beleibe nicht die einzige.
Viel Gutes kann Assad nicht getan haben, sonst würde Syrien jetzt nicht in Trümmern liegen.
 
Viel Gutes kann Assad nicht getan haben, sonst würde Syrien jetzt nicht in Trümmern liegen.

Wir haben alle die Alternative zu Assad gesehen, sprich ISIS oder Al-Kaida Milizen, dementsprechend ist Assad die beste Lösung.
Auch wenn westliche Presse ständig Al-Kaida als gemäßigte FSA dargestellt hat und white Heltmet Propaganda betrieben hat.
Alles außer Assad wäre schlechter.


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M. a. W. Das von Assad repräsentierte und in der Baath-Partei fest verankerte Ein-Partei-Regime ist ungeachtet der politischen Ausrichtung der jeweiligen Schutzmacht undemokratisch, was sich auch in jeder Beziehung auf das Bildungssystem auswirken dürfte. Säkulare Unterrichtsinhalte sind zwar eine bedeutende Säule im Unterrichtswesen, aber beleibe nicht die einzige.
Viel Gutes kann Assad nicht getan haben, sonst würde Syrien jetzt nicht in Trümmern liegen.
Das funktioniert aber nur wenn du meinst das Syrien eine Demokratie sein müßte.Warum sollte es? Es bleibt ja jedem Land überlassen welche Regierungsform es hat, bzw. es sollte ihnen überlassen sein.

Ich streite nicht ab das Familie Assad eine typische Herrscher-Diktatoren Familie ist, die alles tut um ihre Macht zu sichern.
Aber das Syrien heute in Trümmern liegt ist nicht allein ihre Schuld. Es tummeln sich syrische Gruppen, die mal mit, mal gegeneinander kämpfen, der IS und jede Menge ausländische "Spezialisten" und "Helfer" im Land und verschärfen die Lage.
 
Wir haben alle die Alternative zu Assad gesehen, sprich ISIS oder Al-Kaida Milizen, dementsprechend ist Assad die beste Lösung.
Auch wenn westliche Presse ständig Al-Kaida als gemäßigte FSA dargestellt hat und white Heltmet Propaganda betrieben hat.
Alles außer Assad wäre schlechter.


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Ich sehe das absolut genau so. Assad ist ein Arschloch, das war Saddam Hussein auch. Und ich denke nicht, wie Tony Blair, daß die Welt ohne Hussein ein besserer Ort ist. Und, ja, immerhin ist Assad säkular. Verfolgung aufgrund von Religion findet dort wenigstens nicht statt.

Im Übrigen, seit wann gilt eigentlich das Völkerrecht nicht mehr? Außer Putin und dem Iran hat niemand etwas in Syrien verloren. Wenn da nicht alle möglichen ausländischen Mächte jeweils ihre eigenen Milizen fördern würden – Ja, auch die Amerikaner, ja, auch die Türken – sähe die Situation in Syrien ganz anders aus.
 
Wir haben alle die Alternative zu Assad gesehen, sprich ISIS oder Al-Kaida Milizen, dementsprechend ist Assad die beste Lösung.
Ich habe noch ein paar andere Alternativen zu Assad gesehen jenseits der genannten kriminellen und mafiösen Milizen. Z. B. Lehrer, Ärzte, Künstler, Wissenschaftler und Studenten aller Fachrichtungen, die allesamt vor Assad geflüchtet sind. Und die vielen anderen, die vor den Milizen geflüchtet sind, sind auch vor Assad geflüchtet, der sie nicht beschützen wollte, sondern den Milizen als Blutgeld in den Rachen warf.
Ob es richtig war, das Assad-Regime auch von außen zu destabilisieren und damit dem IS Raum zu schaffen, ist eine andere Frage. Mir ging es um das Gute, das Assad getan haben soll. Das kann ich so nicht unterstreichen und dagegen sprechen auch die Flüchtlingszahlen.
 
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