Flüchtlingskrise

Weil ich das schlicht frustrierend finde: @Msane trägt hier, flankiert von @sommersonne, seit Tagen in seiner nun mal ihm eigenen Sprache eine berechtigte Frage vor und kriegt keine Antwort, aber sobald er oder ich mal unbedacht ein nicht gestochen scharfes Wort in den Raum werfen – meine Güte, wir sind hier nicht bei Wikipedia, wir sind in einem Internetforum, das ist für mich eine Online-Smalltalkparty, zu der uns Turgay eingeladen hat, und wo auch mal ernster diskutiert werden darf, wo man sich aber auch mal nicht so ganz gewählt „unter uns“ ausdrücken darf, im Rahmen, versteht sich –, dann kriegt man sofort in die Fresse. Bis dahin, daß, ich zitiere, „Bösartigkeit“ unterstellt wird (der Formulierung zwar, nicht der Person). Und dann stellt man noch fest, die Antwort, oder Teilantwort, die ich gerne gekriegt hätte, hätte ich mir selber in zehn Minuten googeln können. Und wenn ich das dann spöttisch anmerke, dann bin ich auch noch „ganz schön frech“. Soll man nicht mal angefressen sein. Ich schlaf gleich drüber, bin morgen wieder fröhlich und les mir durch, was die Leutz bei Plasberg gelernt haben (bin gerade auf dem Heimweg).

Aber (ironiefrei) Danke der Nachfrage! :)
 
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Tut mir leid, aber wenn immer wieder dieseselbe Platte aufgelegt wird, die da lautet, wir wollen keine Schwarzen mehr in diesem Land, egal, wo sie sonst absaufen und von wem sie versenkt oder in Folterlager gesteckt werden, dann fange ich irgendwann an, die dahinter steckende Bösartigkeit auch so zu nennen. Ich gehe nämlich immer vom Schwächsten aus, und das ist nicht Deutschland, nicht mal in NRW oder Sachsen, und die einzigen Boote, die voll sind, sind die Schlepperboote, die die Leute nehmen müssen, weil die Das-Boot-ist-voll-Schreier verhindern, dass normale Transportmittel wie Flugzeuge oder Fähren benutzt werden können.
 
Zwei Nachbemerkungen noch.

Wenn ich das Wort „Nafri“ hier ins Forum schmeiße, dann vollkommen im Bewußtsein, daß der Begriff von Anfang an umstritten war, und in provokativer Absicht. Klar, manchmal ist man ja auch ein bißchen rauflustig, und dann habe ich mit den Konsequenzen zu rechnen wie zu leben. „Flüchtlinge werden aufgegriffen“ statt „gerettet“ aber ist wirklich nachlässig. Da laß ich mich auch gerne darauf hinweisen, aber nicht so, wenn man mir nämlich nicht in der Hauptsache Rede und Antwort stehen will, sondern nur auf fahrlässige Formulierungen lauert.

Was man hier ganz klar macht mit @Msane. Den läßt man hier seit Tagen auflaufen, gegen eine Gummiwand schlagen. Wissend, daß das bei ihm dazu führen kann, daß er sich auch klarer und deutlicher ausdrücken kann und womöglich wird.
 
@EnRetard Und noch eine weitere Nichtantwort. Du und ich würden beide das einzig Vernünftige wollen: In einem Europa, wo 500 Millionen Menschen leben, muß es doch möglich sein, drei bis vier Millionen Menschen jährlich zu verteilen. Die Türkei hat das alleine hingekriegt, übrigens ganz alleine, ohne jegliche europäische Solidarität. Aber das ist nun mal politisch nicht durchsetzbar gewesen, Merkel hat es versucht.

Und wir wissen beide auch: Rostock-Lichtenhagen, das ist gerade jetzt 20 Jahre nur mal her. Niemand damals hätte das für möglich gehalten, was wir im Spätsommer 2015 erlebt haben. Ich übrigens auch 2015 noch nicht. Ich bewundere Angela Merkel hier aufrichtig für ihren Mut und für ihr Vertrauen in das deutsche Volk, das ich so nicht hatte. (Gut, mein Mißtrauen gilt da allerdings auch den Ostdeutschen, die Merkel anscheinend besser kennt als ich. Ich war damals beim „Arsch huh, Zäng ussenander“ dabei, auch bei der zu Unrecht vergessenen Demo in Solingen aus gegebenem Anlaß, und hatte so was in Neufünfland eben nicht mitgekriegt.) Ich hätte 2015 durchaus mit toten Asylanten gerechnet, gar mit abgefackelten Flüchtlingsheimen. Wir hatten ja noch eine Grundpanik bei der „Die Welt zu Gast bei Freunden“-Sommermärchen-Party. Was, wenn die Nazis hier Mist bauen. Aber 2015 ist nicht beliebig perpetuierbar. Von den 800.000, die 2015 gekommen sind, werden nach Abschiebung der Maghreb-Leute und Familiennachzug mehr als anderthalb Millionen bleiben. Das wird sich nicht jährlich wiederholen lassen: Das war eine großzügige Vorleistung des starken Deutschlands für eine europäische Lösung, die es dann nicht gegeben hat, s.o.

Was hast Du sonst für konstruktive Vorschläge? Komm mir nicht mit Menschenrechten auf dem Papier, das ist U-topos, ich will was lesen, was machbar ist, was praktikabel ist. Alle Last Italien aufbürden, wie schon früher Griechenland?
 
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Mal wieder so ein Begriff.
Flüchtlinge in einem Schlauchboot werden nicht aufgegriffen, sondern gerettet, wenn die See hoch ist. Und es ist völlig egal, welche Hautfarbe, welches Geschlecht, welche Religion, welche Klassenzugehörigkeit und welches Alter die Menschen in Seenot haben. Jedenfalls nach deutschem Recht. Und nach internationalem Seerecht wohl auch. Es gibt keine Illegalen im offenen Meer. Nur Menschen. Alle sind Menschen, so wie du und ich.

Ja Menschen, die in missbräuchlicher Absicht selbst eine Seenot herbeiführen.
Solche bringt man umgehend zurück nach Afrika, anstatt sie auch noch für ihre Aktion mit einer Gratiskreuzfahrt nach Europa zu belohnen.


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Tut mir leid, aber wenn immer wieder dieseselbe Platte aufgelegt wird, die da lautet, wir wollen keine Schwarzen mehr in diesem Land, egal, wo sie sonst absaufen und von wem sie versenkt oder in Folterlager gesteckt werden, dann fange ich irgendwann an, die dahinter steckende Bösartigkeit auch so zu nennen. Ich gehe nämlich immer vom Schwächsten aus, und das ist nicht Deutschland, nicht mal in NRW oder Sachsen, und die einzigen Boote, die voll sind, sind die Schlepperboote, die die Leute nehmen müssen, weil die Das-Boot-ist-voll-Schreier verhindern, dass normale Transportmittel wie Flugzeuge oder Fähren benutzt werden können.
Das finde ich nun auch ganz schön frech, den ersten Satz. Das hat keiner behauptet und ist einfach nur eine Unterstellung von dir.
 
Was hast Du sonst für konstruktive Vorschläge? Komm mir nicht mit Menschenrechten auf dem Papier, das ist U-topos, ich will was lesen, was machbar ist, was praktikabel ist. Alle Last Italien aufbürden, wie schon früher Griechenland?
Ich gehöre nicht zu der Das-Boot-ist-voll-Fraktion. Damit ist das Wesentliche gesagt.
Mir ist eine detaillierte Antwort zu mühsam, zumal ich auch nicht mehr vom Nutzen überzeugt bin.
Es wäre einfacher, mit dir zu diskutieren, wenn du nicht je nach Tagesform die ganze Bandbreite von Refugees Welcome bis Abschottung auftischtest. Das gleiche gilt übrigens auch in Sachen Türkei. Mal Bausch-und-Bogen-Kritiker Erdogans, dann Erdo-Lautprecher: YPG das Gleiche wie IS.
 
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Ach nein? Wer unterstellt denn Seenotrettern geschäftliche Interessen? Worum geht es denn dir, unserem deutschen Leitkultur-Bouncer @Msane und, je nach Stimmung, @Alubehütet bei den endlosen Diskussionen? Wie kann man "Asylanten" (Lieblingsdiffamierungsvokabel von @Alubehütet und @Msane ) am besten fernhalten.
Ich unterstelle überhaupt niemanden irgendetwas. Lediglich das ich es gelesen habe. Wer lesen kann wäre klar im Vorteil, wenn er nicht nur das heraus lesen würde was ihm in den Kram passt.

Worum es mir geht?
Mir ist jeder Kriegsflüchtling willkommen und auch jeder in seinem Heimatland politisch Verfolgte.

Aus Gründen, die du nicht anerkennen wirst, weil dir die Leute eigentlich egal sind (nun auch mal eine Unterstellung von mir) sind mir Asylsuchende aus nordafrikanischen Ländern und auch anderen afrikanischen Ländern nicht so willkommen. Das aus dem einfachen Grund, weil sie hier 1. mit ihrer einfachen Ausbildung kaum eine Arbeit finden würden und 2. erst einmal sowieso nicht arbeiten dürfen. So können sie aber die Erwartungen, die ihre zurück gebliebenen Familien an sie stellen, nicht erfüllen und landen fast zwangsläufig im kriminellen Milieu oder geben auf. Tut mir leid das ich das nicht als erstrebenswerte Perspektive sehen kann und so ein Leben keinem wünsche.
 
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