Freundschaft und Geld

AW: Freundschaft und Geld

es gibt da sicherlich keine allgemein gültige Regel,

es gibt Menschen
die kommen immer wieder aus ihrem Chaos/finanziellen Problemen raus,
da ist Hilfe durchaus angesagt

es gibt Menschen
die sind nach jeder Hilfe
noch ein bisschen tiefer in der Scheiße,
da sollte man nur nach einer Spendenbescheinigung nachfragen.

Ich denke ja wirklich vie darüber nach. Im Prinzip geht es mir nicht einmal so darum, dass ich das Geld vielleicht nicht mehr zurückbekommen würde. So fern es eine bestimmte Summe nicht übersteigt, würde es mich nicht in Armut bringen.
Aber ich will eben nur Geld geben, wenn das auch Sinn macht. Von Berufs wegen weiß ich einfach, wie eine sinnvolle Schuldenregulierung aussieht und da ist die "Feuerwehraktion" im Sinne von: Ich zahle da, wo es am meisten brennt, eben nicht immer die Beste.

Aber ist halt immer was anderes, ob es beruflich ist oder ob es um Menschen geht, die einem persönlich sehr wichtig sind.

@ all: Vielen Dank jedenfalls schon mal für Eure Beiträge, die mir wirklich viel bringen, weil sie mir beim Nachdenken helfen!
Fühle mich noch ziemlich besch..., aber das gehört wohl dazu.
 
AW: Freundschaft und Geld

Um es gleich vorweg zu schicken - NEIN, ich wurde nich von einem türkischen Askim unter dubiosen Vorwänden um Geld gebeten:lol:.

Aber ich habe im Moment hier für mich die Fragestellung, die mich beschäftigt und zu der ich gerne Eure Meinung hören würde:

Wie haltet Ihr es mit dem Verleihen größerer Geldbeträge zwischen Freunden? Nach dem Motto "Bei Geld hört die Freundschaft auf?" oder "Geben ist seliger als Nehmen"?

Gut, klingt Beides sehr pauschal, bißchen überspitzt dargestellt. Aber ich stecke gerade in dieser Zwickmühle. Auf der einen Seite möchte ich eine gute Freundin sein, auf die man sich verlassen kann. Auf der anderen Seite habe ich Angst, sauer erspartes Geld nicht mehr wieder zu sehen.

habt Ihr schon mal gute/ schlechte ERfahrungen gemacht? Bin gespannt popcorn

LG Annie


100 % Ja ...... ich habe auch wenn es ein kleiner Betrag war und auch einmal einen etwas größeren geborgt.... vergiss es... bringt nur böses Blut!
 
AW: Freundschaft und Geld

Ich denke ja wirklich vie darüber nach. Im Prinzip geht es mir nicht einmal so darum, dass ich das Geld vielleicht nicht mehr zurückbekommen würde. So fern es eine bestimmte Summe nicht übersteigt, würde es mich nicht in Armut bringen.
Aber ich will eben nur Geld geben, wenn das auch Sinn macht. Von Berufs wegen weiß ich einfach, wie eine sinnvolle Schuldenregulierung aussieht und da ist die "Feuerwehraktion" im Sinne von: Ich zahle da, wo es am meisten brennt, eben nicht immer die Beste.

Gut, wenn Du diesen (kleinen) Betrag sowieso gleich abschreiben würdest
geht es Dir ja nicht so sehr um das Zurückbekommen.

Weiter oben kam das Gleichnis mit dem Fisch,
das ist auch meine Devise.
Ich helfe gerne anderen Menschen, vor allem beim "Sich-Selber-Helfen".
Dabei merkt man sehr schnell
ob derjenige eigentlich in seinem Leben weiter kommen
aus seinen Fehlern lernen will.

Jemandem mal kurz helfen
ohne das dabei ein Lern- oder Entwicklungsprozess angestoßen wird
halte ich für Geld- und Zeit- und Emotionsverschwendung.
 
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Manchmal muss man einem Freund/ einer Freundin etwas Geld leihen um sie richtig kennen zu lernen. Wirklich wahre Freunde, werden es erstmal gar nicht annehmen wollen (wenn dann nur im Notfall) und sehr schnell sehr bemüht wieder zurück geben.
 
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Ich habe schon häufiger Geld verliehen, manchmal habe ich es zurück bekommen, manchmal nicht. Ich verleihe nie mehr als ich zur Not auch endgültig entbehren kann.
 
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Tja Bruni, woran mag das wohl liegen? :roll:

mmhhh.. wegen des geldes... echt komisch... während meiner promo zeit, hatt ich unmengen geld, unmengen freunde, sehr wenig zeit und jetzt... wenig geld, weníg freunde, mehr zeit... naja.. aber so ist es auch besser.... aber ich sollte langsamm mal das ganze geld zurück verlangen... ich könnte mir damit einen kleinen egbrauchten kleinwagen leisten
 
AW: Freundschaft und Geld

Der Spruch "bei Geld hört die Freundschaft auf" ist richtig, wenn er auch im ersten Moment falsch verstanden werden kann.

Freunde stehen sich normalerweise "gleichwertig" gegenüber. Wenn sich einer aber eine größere Summe Geld leiht, bringt er sich selbst in die Situation eines Schuldners. Von hier ab gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder er zahlt es umgehend und sofort zurück, oder er hat Schwierigkeiten bei der Rückzahlung. Letzteres halte ich für wahrscheinlicher. Wäre jemand in der Situation gut mit Geld umgehen zu können, hätte er eine entsprechende Bonität und könnte bald zurück zahlen, würde er sich sein Geld von einer Bank leihen und nicht bei seinen Freunden.
Kommt es aber zu Rückzahlungsverzögerungen führt das möglicherweise zu Konflikten. Mindestens bleibt aber ein übler Beigeschmack. Ganz sicher ist man aber nicht mehr "gleichwertig", denn der eine schuldet - auch wenn man nicht darüber spricht und so tut als wär alles ok. Besonders schlimm ist dann noch, wenn man "hingehalten" wird. Ganz nach dem Motto "Oh, ich habs grad nicht einstecken. Nächste Woche bring ichs mit.". Dann ist man schon auf der Ebene der Ausreden und Notlügen und sowas ist ein Vertrauensbruch.

Man könnte den Spieß eigentlich auch umdrehen und sagen, "Freunde bitten Freunde nicht um Geld". Und bevor man Freunde fragt, sollte man erstmal versuchen, das Problem alleine zu lösen (Bank, arbeiten, sparen ...) oder sich an die Familie wenden.
Darüberhinaus sollte ein echter Freund auch merken, wenn sein Kumpel in Not ist und seine Hilfe von allein anbieten ... und das muss nicht immer in Form von Geld sein.
 
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