Geh bitte Sterben

Ottoman

Well-Known Member
AW: Geh bitte Sterben

Eine Knochenmarkstransplantation würden sie durchführen, hätten sie einen passenden Spender gefunden.
 

sabareeshan

Active Member
AW: Geh bitte Sterben

Davon bin ich auch immer ausgegangen und bin daher sehr irritiert.

Die Familie wird regelrecht in diese Richtung gedrängt wie ich finde.
Ambulant war es bisher möglich, nun nicht mehr.

Im Fall zwei fällt die Familie weg. Seinen Vater hat er sehr rüh verloren und seine Mutter unlängst.


warum soll das nicht mehr möglich sein, nur in dem genannten fall oder generell??

so da du nun sagst sie würden ihm keine medikamente mehr geben, hört es sich für mich so an als lehne er jegliche verlängernden massnahmen ab ohne das seine familie eingeweiht wurde, es ist so das ärzte der schweigepflicht unterliegen und wenn der patient sich gegen verlängernde massnahmen entschieden hat dürfen sie auch das nicht an die angehörigen weitergeben wenn er es nicht möchte und so hört es sich in deinem fall für mich zumindest ab.

ich kann mir nicht vorstellen das jemanden ohne sein einverständnis medikamente die ihm bisher gegeben wurden nun nicht mehr gegeben werden, welchen grund sollten die mediziner haben, ist ja unwirtschaftlich für die klinik, es müßte also aus wirtschaftlicher sicht alles daran gesetzt werden das seine behandlung im krankenhaus fortgesetzt wird.

sorry das hört sich jetzt wirklich nicht nett an und entspricht auch nicht meinem handeln ich will hier nur mal die einzelnen seiten aufzeigen, da ja schonmal im raum stand das es ne kostenfrage sei weswegen man ihn nach hause schicken will, die einzigen die sparen könnten wären die kassen!!
 

Feryha

Well-Known Member
AW: Geh bitte Sterben

Eine Verwandte,die Krebs hatte war irgendwann "austherapiert" das hieß,keine Chemo mehr usw.da es keine Aussicht auf Erfolg mehr gab.Sie hat sehr gekämpft,3 J. lang.Das heißt ,man konnte nix mehr tun ,keine Therapie würde mehr helfen,sondern unnötig mit Nebenwirkungen quälen.Nur Schmerzmittel und Medikamente ,die das unausweichliche Ende erleichterten wurden gegeben und ein Hospitz oder zurück nach Hause waren die Optionen.Zuhause mit Betreuung des Hospitzes war die Wahl,andes gab es nicht mehr.Niemand ,auch nicht alles Geld der Welt oder Medikamente hätten helfen können-auch Gebete um Wunder blieben ungehört-leider.
Manche anderen Verwandten konnten das damals auch nicht begreifen-
es gab einfach keine Hilfe mehr!
 
P

pauline09

Guest
AW: Geh bitte Sterben

(...)ich will hier nur mal die einzelnen seiten aufzeigen, da ja schonmal im raum stand das es ne kostenfrage sei weswegen man ihn nach hause schicken will, die einzigen die sparen könnten wären die kassen!!

Es ist bitter, aber das tun die ganz gern mal. Ärzte müssen den Krankenkassen gegenüber nicht selten ausführlichst (!) begründen und rechtfertigen, warum sie beispielsweise diese-und-jene Chemotherapie für angemessen halten (und nicht eine andere, günstigere und im Zweifel nicht für den Einzelfall maßgeschneiderte) - was natürlich besonders 'erfreulich' ist, weil KK-Sachbearbeiter in der Regel keine studierten Mediziner geschweige denn Onkologen sind und die Materie überhaupt nicht beurteilen können. Die Wiedergabe der Ansichten meiner Schwester dazu klemme ich mir mal; die hat tagtäglich mit so was zu tun und ist entsprechend angefressen.

Eine Knochenmarkstransplantation würden sie durchführen, hätten sie einen passenden Spender gefunden.

Hab mir schon gedacht, dass es darum geht. ;( Problem ist: es gibt viel zu wenig Stammzellspender, aber Knochenmark- und Blutstammzellspenden sind beileibe auch nicht in jedem Fall erfolgreich. Wie sich das bei der speziellen Blutwäsche verhält, von der Du ganz offenbar sprichst, weiß ich nicht, aber das hängt sicher auch vom sonstigen Zustand des Erkrankten ab.

Ja, das möchte er.
Meine Frau sagt mir gerade, dass die Ärzte erwähnt haben wie teuer die Behandlung sei (Dialyse und neues Blut). Das allein finde ich erschreckend. Immerhin leben wir nicht in Afrika.

Strassenhund hatte Dir ja weiter oben schon einen Link gepostet. Sonst könnte man sich auch mal bei der UPD beraten lassen:
http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/startseite.html
 
P

pauline09

Guest
AW: Geh bitte Sterben

Eine Verwandte,die Krebs hatte war irgendwann "austherapiert" das hieß,keine Chemo mehr usw.da es keine Aussicht auf Erfolg mehr gab. (...)Niemand ,auch nicht alles Geld der Welt oder Medikamente hätten helfen können-auch Gebete um Wunder blieben ungehört-leider.
Manche anderen Verwandten konnten das damals auch nicht begreifen-
es gab einfach keine Hilfe mehr!

Ja, Feryha, das sind genau die Fälle, die ich in meinem ersten Beitrag dazu gemeint habe. Das ist dann wirklich ganz, ganz bitter - zumal wir uns in Industrieländern an eine nahezu jederzeit verfügbare Hochleistungsmedizin mit x Möglichkeiten gewöhnt haben und entsprechend große Hoffnungen hineinsetzen. Und dass das Leben tatsächlich begrenzt ist, dringt einem mit Pech erst dann schmerzhaft ins Bewusstsein, wenn auch Ärzte nichts mehr ausrichten können.
 

Ottoman

Well-Known Member
AW: Geh bitte Sterben

warum soll das nicht mehr möglich sein, nur in dem genannten fall oder generell??

Es gibt keinerlei Unterstützung mehr. Nur eine Sterbehilfe wollen sie ihm organisieren.

so da du nun sagst sie würden ihm keine medikamente mehr geben, hört es sich für mich so an als lehne er jegliche verlängernden massnahmen ab ohne das seine familie eingeweiht wurde, es ist so das ärzte der schweigepflicht unterliegen und wenn der patient sich gegen verlängernde massnahmen entschieden hat dürfen sie auch das nicht an die angehörigen weitergeben wenn er es nicht möchte und so hört es sich in deinem fall für mich zumindest ab.

Er bekommt keine, entgegen seinem Wunsch.
 
J

Junimond

Guest
AW: Geh bitte Sterben

sorry ottoman, aber das kann ich alles nicht glauben.....ich gehe auch davon aus, dass du nicht wirklich alle informationen bekommst. tut mir leid für dich, ich wäre auch irretiert.
 

Ottoman

Well-Known Member
AW: Geh bitte Sterben

sorry ottoman, aber das kann ich alles nicht glauben.....ich gehe auch davon aus, dass du nicht wirklich alle informationen bekommst. tut mir leid für dich, ich wäre auch irretiert.

Meine Frau meinte gerade, nachdem sie hier die einzelnen Kommentare gelesen hat, dass er vielleicht eine Patientenverfügung unterschrieben hat ohne es wirklich verstanden zu haben. Sein Deutsch ist nicht so doll.

Vor wenigen Minuten hat seine Tochter angerufen. Sie werden mit dem Oberarzt reden, falls er im KH sein sollte. Ich habe meine Frau gebeten da mitzugehen. Sonst bekommen die es nicht gebacken. Sie sind einach dem was man ihnen sagt einfach unterlegen. Man könnte immerhin die Therapie fortsetzen, bis man einen Spender gefunden hat, auch wenn die Chancen gering sind. Wer aufgibt hat bereits verloren.
 

Lynx72

Gesperrt
AW: Geh bitte Sterben

Meine Frau meinte gerade, nachdem sie hier die einzelnen Kommentare gelesen hat, dass er vielleicht eine Patientenverfügung unterschrieben hat ohne es wirklich verstanden zu haben. Sein Deutsch ist nicht so doll.

Vor wenigen Minuten hat seine Tochter angerufen. Sie werden mit dem Oberarzt reden, falls er im KH sein sollte. Ich habe meine Frau gebeten da mitzugehen. Sonst bekommen die es nicht gebacken. Sie sind einach dem was man ihnen sagt einfach unterlegen. Man könnte immerhin die Therapie fortsetzen, bis man einen Spender gefunden hat, auch wenn die Chancen gering sind. Wer aufgibt hat bereits verloren.

Da der Fall in Deutschland stattfindet: Falls sich in dem Gespräch der Eindruck erhärtet, dass aus wirtschaftlichen Gründen das Leben des Patienten verkürzt werden soll: (notfalls sehr laut) juristische Schritte androhen und mit den Medien drohen, auch mit türkischen. ("Würdet ihr einen Deutschen auch krepieren lassen, weil die Behandlung teuer ist?").

Vielleicht solltest du selbst mitgehen?
 
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