Goodbye Love. Goodbye culture?

Dine

Well-Known Member
AW: Goodbye Love. Goodbye culture?

Hallo Aylin ;)

Hm... Das ist wirklich eine gute Frage... Ich hatte das in dem Jahr als wir getrennt waren irgendwie schon aber auch wieder nicht...

Aber ich glaube es war nicht die KULTUR, die ich vermisst habe. Was zählst du zu Kultur mit dazu? Es sind nicht die Teekränzchen die mir gefehlt haben, auch nicht das Händeküssen der Mama, oder der beschützende Mann... Als Beispiel.

Viel mehr hat mir der Geruch, die Geräusche, das Zuschauen und Mitfühlen, das "Erleben", vielleicht die "Fremde" welche zur Heimat geworden ist, gefehlt.

Nicht aber die Kultur, also nicht das Verhalten der Menschen. Ich respektiere und schätze die Kultur, ich finde es bewundernswert wie respektvoll ältere Menschen behandelt werden, wie die Familie zusammenhält - all das, was du beschrieben hast. Aber; die Kultur ist es auch immer wieder, welche mich wahnsinnig macht - auch wie du beschrieben hast. Es ist ein Deal; man kann nicht nur das Gute haben, sondern das komplette Programm.

Nein, ich hatte die Kultur nicht vermisst - im Gegenteil, ich hatte mich davon komplett gelöst und so wieder zu mir selbst gefunden. Während der Beziehung war es genau diese Bewunderung, die mich viel zu viel als "gut" hat stehen lassen, was zum Teil von mir geworden ist - obwohl es keiner war. Ich war irgendwie zwischen den kulturellen Fronten, ich habe mich davon gelöst und mich vor allem wieder auf meine eigenen Wurzeln besonnen.
 

claudidl

Member
AW: Goodbye Love. Goodbye culture?

Also bei mir ist es ja auch so, dass ich mich aufgrund der damaligen Beziehung mit dem Islam bekannt gemacht habe. Als die Bezihung vorbei war, war es bei mir auch noch so, dass ich noch ab und an den Koran zur Hand nahm oder auch abends im Bett vor dem schlafen gehen gebetet habe.
Als ich dann aber zurück nach Deutschland bin, hab ich ziemlich selten daran gedacht. Ich habe wieder begonnen mit Genuss Schwein zu essen und habe es nicht bereut.
Nun zurück in der Türkei bin ich wieder in der Kultur drin, habe weiterhin Respekt davor und tue immernoch so manche Dinge die ich mir einfach in der langen Zeit damals mit "ihm" angewöhnt habe. Aber mehr aus Anstand der anderen gegenüber....so richtig zu Allah zurückgefunden habe ich noch nicht....aber er schwirrt mir doch des öfteren im Kopf rum. :)
 
L

Laledevri

Guest
AW: Goodbye Love. Goodbye culture?

Also bei mir ist es ja auch so, dass ich mich aufgrund der damaligen Beziehung mit dem Islam bekannt gemacht habe. Als die Bezihung vorbei war, war es bei mir auch noch so, dass ich noch ab und an den Koran zur Hand nahm oder auch abends im Bett vor dem schlafen gehen gebetet habe.

Also das ist der Punkt, den ich persönlich nie verstehen werde. Türkischer Mann/Freund und dann konvertieren. Da würde es bei mir aufhören. Wenn ich mal Lokalkolorit vom Islam herunterkratze, habe ich im Wesentlichen das, was ich im Christentum auch habe. Und umgekehrt.
 
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pauline09

Guest
AW: Goodbye Love. Goodbye culture?

Also das ist der Punkt, den ich persönlich nie verstehen werde. Türkischer Mann/Freund und dann konvertieren. Da würde es bei mir aufhören. Wenn ich mal Lokalkolorit vom Islam herunterkratze, habe ich im Wesentlichen das, was ich im Christentum auch habe. Und umgekehrt.

Stimmt, deswegen verstehe ich so etwas auch nicht; die Motivation wäre fragwürdig. Aber claudidl hat ja auch nicht geschrieben, sie sei konvertiert. Ich hab das so verstanden, dass sie sich 'nur' eingehender mit dem Islam beschäftigt hat, was ich bei einer Partnerschaft mit bi-religiösem Hintergrund durchaus sinnig finde.
 
E

Elena

Guest
AW: Goodbye Love. Goodbye culture?

Also das ist der Punkt, den ich persönlich nie verstehen werde. Türkischer Mann/Freund und dann konvertieren. Da würde es bei mir aufhören. Wenn ich mal Lokalkolorit vom Islam herunterkratze, habe ich im Wesentlichen das, was ich im Christentum auch habe. Und umgekehrt.

Verstehen kann ich das auch nicht :-? . Man soll ja nie , nie sagen, aber für mich wäre es keine Thema, wegen einem Mann zu konvertieren.
 

melekchen

Well-Known Member
AW: Goodbye Love. Goodbye culture?

Verstehen kann ich das auch nicht :-? . Man soll ja nie , nie sagen, aber für mich wäre es keine Thema, wegen einem Mann zu konvertieren.

gegen konvertieren in eine andere religion habe ich persönlich nichts einzuwenden, wenn es freiwillig und aus tiefster überzeugung ist.
wenn es das ist, kann meiner meinung nach auch eine zerbrochene partnerschaft an dem glauben nichts aendern! wenn doch, war es wahrscheinlich eher ein liebesdienst am partner, das man den ''neuen glauben'' angenommen hat!
 
L

Laledevri

Guest
AW: Goodbye Love. Goodbye culture?

Verstehen kann ich das auch nicht :-? . Man soll ja nie , nie sagen, aber für mich wäre es keine Thema, wegen einem Mann zu konvertieren.

Ich könnte es mir eher vorstellen, dass es für jemand in Frage kommt, der ohne irgendeine religiöse Erziehung aufgewachsen ist und plötzlich eine Welt entdeckt, die ihm fremd ist. Habe ich auch schon in rein deutschem Umfeld erlebt. Atheistisch aufgewachsene Bekannte verliebte sich in Freikirchler und mischte fortan eifrig in der Gemeinde mit. Wenns glücklich macht....8)
 
E

Elena

Guest
AW: Goodbye Love. Goodbye culture?

Ich könnte es mir eher vorstellen, dass es für jemand in Frage kommt, der ohne irgendeine religiöse Erziehung aufgewachsen ist und plötzlich eine Welt entdeckt, die ihm fremd ist. Habe ich auch schon in rein deutschem Umfeld erlebt. Atheistisch aufgewachsene Bekannte verliebte sich in Freikirchler und mischte fortan eifrig in der Gemeinde mit. Wenns glücklich macht....8)

Stimmt, da kenne ich sehr viele , die mittlerweile in Freikirchen ihre " Heimat " gefunden haben .....aus welchen Gründen auch immer .
 
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