Ich und Ich

univers

Well-Known Member
Ich bin ein Mensch und kein Moslem, weder Christ oder sonstwas.
Die Überzeugung ein Mensch zu sein, ist durch das Leben erfahren worden und stand in keinem Lehrbuch geschrieben.
Es ist nicht wie das Dogma der Religionen eingetrichtert worden, keiner stand an der Tafel oder hielt ein Buch, um den Mensch zu erklären.
Was ist der Wert der Religionen für den Menschen?
Was macht die Bücher der Religionen so dick?
 
H

hatira

Guest
AW: Ich und Ich

Ich bin ein Mensch und kein Moslem, weder Christ oder sonstwas.
Die Überzeugung ein Mensch zu sein, ist durch das Leben erfahren worden und stand in keinem Lehrbuch geschrieben.
Es ist nicht wie das Dogma der Religionen eingetrichtert worden, keiner stand an der Tafel oder hielt ein Buch, um den Mensch zu erklären.
Was ist der Wert der Religionen für den Menschen?
Was macht die Bücher der Religionen so dick?
Die Suche nach dem tieferen Sinn des Lebens.
 

Soledad

Member
AW: Ich und Ich

Was ist der Wert der Religionen für den Menschen?
Was macht die Bücher der Religionen so dick?
Religion was an attempt to pin down the Divine.
ein zitat aus einem wunderbaren buch von tom robbins, das den nagel auf den kopf trifft.

gott ist größer als jede religion, in die wir versuchen ihn hineinzuzwängen.
von daher finde ich ist religion und alles, was der mensch als religion für sich und seinen eigenen glauben versteht, nichts anderes als der versuch gott greifbar und verständlich zu machen, wenn nicht sogar ein stück weit "menschlicher".
die religion vermittelt uns, wie wir zu glauben haben und in welcher art und weise, was zu tun ist um am ende des lebensweges ins paradies einherzugehen und auch, was passiert, wenn wir doch einen anderen weg einschlagen.
also ist religion eine massenbewegung des glaubens mit system.

der gläubige mensch tut sein möglichstes um nicht gottes zorn auf sich zu ziehen und das tut er meist, in dem er sein wort so gut es geht befolgt.
der koran z.b. ist nicht nur ein buch des glaubens und des gebets, sondern auch als lifeguide zu verstehen.
"lebe den koran nach bestem gewissen und du wirst das paradies betreten."

die menschen brauchen den glauben an gott um einen sinn im leben zu finden und im chaos des lebens nicht unterzugehen, auch um den tod nicht fürchten zu müssen.
selbst jene, die nicht an gott glauben und die religionen als humbug abtun, brauchen gott für ihre antithesen.
 

univers

Well-Known Member
AW: Ich und Ich

Religion was an attempt to pin down the Divine.
ein zitat aus einem wunderbaren buch von tom robbins, das den nagel auf den kopf trifft.

gott ist größer als jede religion, in die wir versuchen ihn hineinzuzwängen.
von daher finde ich ist religion und alles, was der mensch als religion für sich und seinen eigenen glauben versteht, nichts anderes als der versuch gott greifbar und verständlich zu machen, wenn nicht sogar ein stück weit "menschlicher".
die religion vermittelt uns, wie wir zu glauben haben und in welcher art und weise, was zu tun ist um am ende des lebensweges ins paradies einherzugehen und auch, was passiert, wenn wir doch einen anderen weg einschlagen.
also ist religion eine massenbewegung des glaubens mit system.

der gläubige mensch tut sein möglichstes um nicht gottes zorn auf sich zu ziehen und das tut er meist, in dem er sein wort so gut es geht befolgt.
der koran z.b. ist nicht nur ein buch des glaubens und des gebets, sondern auch als lifeguide zu verstehen.
"lebe den koran nach bestem gewissen und du wirst das paradies betreten."

die menschen brauchen den glauben an gott um einen sinn im leben zu finden und im chaos des lebens nicht unterzugehen, auch um den tod nicht fürchten zu müssen.
selbst jene, die nicht an gott glauben und die religionen als humbug abtun, brauchen gott für ihre antithesen.
Ich richte mich nach dem Menschen, nach dem, der in der Camii oder der Kirche war und im nächstem Moment auf der Strasse mir begegnet oder in dessen Laden ich zum einkaufen gehe.
Also ein Mensch wie du und ich, aber ein religiöser, der an das Paradies und die Hölle glauben mag.

Aber er kann hässlich sein, er ist über andere Menschen erzürnt, kurzum ein Unmensch.
Du und ich wollen ja nicht für jeden den richtigen Weg zeichnen, aber wir leben nun mal gemeinsam auf dieser Erde, in dieser Zeit und ich maße mir an, solche religiösen Menschen als Maßstab für einen Teil und den größten Teil der Menschheit zu nehmen.
Sie schaffen es nicht menschlich zu sein.
Gibt dies mir das Recht, mich als was besseres einzustufen?
Nein, aber ich habe in dem Wechselspiel mit der Umwelt einen reinen Gewissen, der mich umso bodenständiger, Erdverbundener macht ohne dabei in einer Kirche oder Moschee gebetet zu haben.
Ich schlage keinem vor der Nase die Tür zu, lasse sich beeilende Menschen vorbei und kann auch mal beim vorbeigehen an einem Menschen, seine zur Boden fallenden Regenschirm gerade noch auffangen.
Kurzum ich versuche im Einklang mit ihnen zu leben, ohne sie mit eigenen Dogmen zu belasten.
Aber ich sehe nicht darüber hinweg, dass der Mensch sich an die Religion wie an einem Strohhalm klammert.
Es kann nicht angehen, dass wir voreinander die Augen schließen und uns in die Bücher vertiefen, mit der Hoffnung auf das Paradies.

PS: Ich lebe sehr bescheiden und das ist auch gut so.
Ich wähne mich weniger belastet zu sein, weder durch Güter noch durch Religion und auch nicht durch Dogmen.
 
P

Pit63

Guest
AW: Ich und Ich

Aufgrund der unterschiedlichen Erfahrungen unterschiedlicher Menschen arten die spirituelle Ahnungen oder Erkenntnisse der einen früher oder später immer in ein Lebenskonzept (Gesetz) für alle aus.

Das hat mehrere Gründe.

Der Mensch trachtet aus existenziellen Gründen nach Sicherheit.
Daher ist er stets bestrebt, das Leben überpositiv zu beurteilen.

Dazu braucht er den einen Punkt, den, der im Leben nicht relativ ist.
Mithin "beurteilt" er alles Irdische aus absoluter/göttlicher Perspektive.

Die Fixierung von Rechten und Pflichten entspricht darüberhinaus seinem Bedürfnis nach Herrschaft und Kontrolle.

Die Etablierung und Bewahrung von Religionen ist immer auch gesellschaftliche Machtergreifung und -Ausübung.
 

univers

Well-Known Member
AW: Ich und Ich

Aufgrund der unterschiedlichen Erfahrungen unterschiedlicher Menschen arten die spirituelle Ahnungen oder Erkenntnisse der einen früher oder später immer in ein Lebenskonzept (Gesetz) für alle aus.

Das hat mehrere Gründe.

Der Mensch trachtet aus existenziellen Gründen nach Sicherheit.
Daher ist er stets bestrebt, das Leben überpositiv zu beurteilen.

Dazu braucht er den einen Punkt, den, der im Leben nicht relativ ist.
Mithin "beurteilt" er alles Irdische aus absoluter/göttlicher Perspektive.

Die Fixierung von Rechten und Pflichten entspricht darüberhinaus seinem Bedürfnis nach Herrschaft und Kontrolle.

Die Etablierung und Bewahrung von Religionen ist immer auch gesellschaftliche Machtergreifung und -Ausübung.
Hallo, seit wann magst du bunt erscheinen..:twisted:?

Sicherheit, die er an das Vorherrschende, sprich Besitztümer misst und ich weiß aus eigenen Erfahrungen, dass solches nicht Sicherheit bedeutet und mehr noch, dass dieser exestienzeller Grund, -Pit, nennen wir die Dinger beim Namen, existenziell ist doch das überleben, oder?- gelogen ist.
Selbstbetrug ist es, wenn man unter der Angst des Hungers leidet.
Sicher aus dieser Angst, besser gesagt, der mit auf dem Weg gegebener Angst heraus beginnt er andere Menschen zu versklaven.
Diese Angst ist es auch, die die Kriege mit sich bringt.
Er eignet sich Macht über das Leben und Tod anderer, siehe die Römer oder reicht es noch weiter zurück.
Aus Angst wird Perversion.
Nun, zu sagen, ich verrichte meine Arbeit kriege mein Geld und bau mir ein Haus und gehe ins Grab, habe gar das Grab schon arrangiert, wäre ja der Himmel auf Erden und gebe bzw. bin bestrebt dasselbe meinen Kindern weiterzugeben.
Hmm..der Rest der Welt, nicht unbedingt mit dem Menschen in Verbindung bringend, geht mich nicht an, hab meine Freizeit, meine Arbeit, meine Sicherheit vor dem Hunger.
Was ist die Welt schon, Hauptsache ist, dass ich sie überlebe:icon_eyecrazy:
 
P

Pit63

Guest
AW: Ich und Ich

Das Bedürfnis nach Sicherheit gibt es aber auch im seelisch-geistigen Bereich. Es geht dem materiellen sogar vor.
 
P

Pit63

Guest
AW: Ich und Ich

Das Bedürfnis nach Sicherheit gibt es aber auch im seelisch-geistigen Bereich. Es geht dem materiellen sogar vor.

...weshalb viele "Gläubige" so bestrebt sind, andere von ihrer Wahrheit zu überzeugen und sich vehement gegen andere Auffassungen wehren. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um nichts anderes als das Bedürfnis nach Selbstbestätigung und Sicherheit im eigenen Glauben, die auf Angst und mangelnder echter Überzeugung beruht. Wären sich die Glaubensanhänger dessen, woran sie glauben, wirklich sicher, wären sie gelassen, friedlich und liberal.
Sie würden ein freies, glückliches, Leben führen. Sie würden bereits zu Lebzeiten einen wesentlich erlösteren Eindruck machen.

Andersgläubige wären kein Problem, sie würden ihnen allenfalls ein bischen leidtun, weil ihnen die Wahrheit entgeht.
 
J

JoBuk

Guest
AW: Ich und Ich

Glaub ich nicht.
Immerhin geben sämtliche "heilige Schriften" unter anderem klare Regeln vor, wie man sich gegenüber "Sündern" etc. verhalten soll, wenn man nicht selbst in Ungnade fallen möchte.
 
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