AW: Identitätskrise? Türken in Deutschland ...
bonjour
kann man überhaupt ein glücklicher oder gar zur not nur zufriedener ausländer sein?
wären deutsche in der türkei glückliche ausländer?
wären sie noch glücklicher in der türkei, wenn sie nicht mit einer türkin / einem türken verheiratet wären?
gibt es nicht in diesen mischgesellschaften, die familien auch sind, immer eine / einer, der der klügste (der klügste gibt nach!) sein muss?
haben nicht sdost und eniste insofern recht, dass ein türke, der hier bleiben will, aber ein stolzer oder ein bewusster türke, weiterhin ein türke selbst halbherzig mit sich selbst umgeht, nicht nur die gesellschaft, die ihm zusätzliche mühe vorbereitet?
als amerika besiedelt wurde, gingen die wenigsten mit der absicht weg, das zu bleiben, was sie bis zur abreise waren, es sei denn sie waren in der verwaltung! sie besiedelten das land, mit der absicht dort etwas dauerhaftes aufzubauen, ein völlig neues leben anzufangen.
die religion ist auch eine faule ausrede:
wäre sarkosy jude wie sein vater, wäre er heute wie viele türken ausgegrenzt, idem laurent fabius (damals der jüngste premier minister eines grossen westlichen lands), und man kann vorhersagen, ohne sich viel irren zu müssen, dass die zwei aktuellen muslemischen minister in frankreich nie staatschef werden können, weil der staatschef nicht nominiert wird, sondern gewählt wird, gleich wie gut sie sind (ausserdem sind sie frauen, was heute immer noch leider eine spezielle hürde bedeutet!). der Aznavourian wäre nie so berühmt geworden, wenn er seinen armenischen namen nie einer kleinen kosmetischen korrektur unterzogen hätte. und das ist nicht von heute so: das haben viele historische staatsmänner in dieser art und weise nachgegeben, bevor sie berühmt wurden, und haben auch die religion wechseln müssen. ist es so schlimm wirklich? gibt es 30 götter? eins pro nation? oder beten nicht alle den gleichen gott?
der ausländer hat im grunde genommen nur zwei möglichkeiten:
mitmachen
oder
widerstehen!
aber dann hat er sich selbst ausgegrenzt!
schlimm ist nur, wenn die ausgrenzung aufrechterhalten bleibt, wenn man alle kriterien wie die anderen erfüllt, oder wenn sie wiederkommt, wie in der nazzi-zeit. tatsache ist, dass in islamischen ländern, wo die juden moslem geworden sind, es viel ruhe gebracht hat. Fès, in Marokko, war so gut wie eine jüddische Stadt. sie wurde als zwangskonvertiert (tun die moslems also auch; es gibt bestimmt nicht nur toleranz, auch in der türkei gewiss nicht, oder?). und seither gibt's frieden, obwohl die fasi-namen immer noch an ihrer jüdischen herkunft errinern.
ist es nicht so?
salut