AW: Ideologische Unterschiede zwischen Türken und Türken
Das Problem mit den Vergleichen ist ja immer: vergleicht man hier Äpfel mit Birnen? Man darf nicht vergessen, WER damals in erster Linie nach Deutschland ausgewandert ist und warum: das waren die ungebildeten, chancenlosen, landlosen Dörfler. Die gebildeten Türken hatten gar kein Interesse daran, ihre Heimat zu verlassen. Der Nationalismus war ein Schutzwall, die "Gastarbeiter" wurden ja auch nie wirklich willkommen geheissen und man gab ihnen gar keine Chance, dieses Land, in das sie die Suche nach Arbeit verschlagen hatte, kennen und lieben zu lernen. Das haben viele an ihre Kinder weitergegeben und deren Kinder kennen es auch gar nicht anders.
In der Türkei ist es doch auch so: selbst Türken, die seit Jahrzehnten in Alanya leben, fahren in den Ferien in ihr "Memleket". Die Familie meines Schwiegervaters ist vor ca 200 Jahren aus Ägypten geflüchtet und nach Alanya gekommen.... der Spitzname meines Baba??? ARAP CAFER. Gut, das ist mittlerweile eher "liebevoll" gemeint, aber selbst innerhalb der Türkei werden die Menschen ihre "Heimatstadt" nicht los. In Alanya gibt es eine Adanalılar derneği, Karadenizliler derneği, Gündümuşlılar Derneği und so weiter...
Aber was ich eigentlich sagen wollte: die Türken in der Türkei, die aus den Regionen und Verhältnissen kommen wie die Gastarbeiter in D vor 50 Jahren, sind noch genauso ignorant, verbrettert und "unmodern" wie viele Türken in Deutschland heute. Sicher gibt es viele, die sich hier weiterentwickelt haben. Das "problem" ist nur, dass die, die sich modernisiert haben, gar nicht mehr als Türken auffallen....
Das Problem mit den Vergleichen ist ja immer: vergleicht man hier Äpfel mit Birnen? Man darf nicht vergessen, WER damals in erster Linie nach Deutschland ausgewandert ist und warum: das waren die ungebildeten, chancenlosen, landlosen Dörfler. Die gebildeten Türken hatten gar kein Interesse daran, ihre Heimat zu verlassen. Der Nationalismus war ein Schutzwall, die "Gastarbeiter" wurden ja auch nie wirklich willkommen geheissen und man gab ihnen gar keine Chance, dieses Land, in das sie die Suche nach Arbeit verschlagen hatte, kennen und lieben zu lernen. Das haben viele an ihre Kinder weitergegeben und deren Kinder kennen es auch gar nicht anders.
In der Türkei ist es doch auch so: selbst Türken, die seit Jahrzehnten in Alanya leben, fahren in den Ferien in ihr "Memleket". Die Familie meines Schwiegervaters ist vor ca 200 Jahren aus Ägypten geflüchtet und nach Alanya gekommen.... der Spitzname meines Baba??? ARAP CAFER. Gut, das ist mittlerweile eher "liebevoll" gemeint, aber selbst innerhalb der Türkei werden die Menschen ihre "Heimatstadt" nicht los. In Alanya gibt es eine Adanalılar derneği, Karadenizliler derneği, Gündümuşlılar Derneği und so weiter...
Aber was ich eigentlich sagen wollte: die Türken in der Türkei, die aus den Regionen und Verhältnissen kommen wie die Gastarbeiter in D vor 50 Jahren, sind noch genauso ignorant, verbrettert und "unmodern" wie viele Türken in Deutschland heute. Sicher gibt es viele, die sich hier weiterentwickelt haben. Das "problem" ist nur, dass die, die sich modernisiert haben, gar nicht mehr als Türken auffallen....