Integration, wirklich ernstgemeint?

AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

1. Quatsch, es hieß; Türkisch als Fremdsprache, aber soll nicht ersetzt werden. Ausserhalb des Forums, habe ich noch nie gehört, das ein Türke verlangt, die Deutschen müssen Türkisch lernen. :lol:
2. Um es dann mal klarer auszudrücken, du hast Fragen, warum, weshalb wieso? Das ist schon ein Anfang, wo du den kulturellen Unterschied hinterfragst, um an Wissen zu gelangen. Wenn du als Beispiel, nur das gelesene wieder gibst, und die Türken diffamierst, dann entsteht ein Problem.
Fritz Meyer, hat keinen Nachteil, er dürfte aber auch nicht urteilen, wenn er seinen Nachbarn Ali nicht versteht bzw. fragt. Integration ist auf beiden Seiten gefordert. Und natürlich müssen Türken sich integrieren. Du willst mir doch nicht sagen, Türken und Deutsche sollen sich nicht näher kommen, es ist nicht zwingend, aber wäre vom Vorteil.

1. Das habe ich aber anders verstanden. Wörtlich stand sogar irgendwo, man solle Türkisch lernen, um so seine türkischen Nachbarn besser zu verstehen. Du kannst ja mal nachsehen.
2. Um es mal klar auszudrücken. Ich habe keine Fragen. Mich interessiert es nur insofern, wie es mein Leben betrifft. Umgekehrt wäre es aber auch schön. Du hast Fragen bezüglich der deutschen Kultur? Geh auf ne Lesung, in einen Verein oder ins Museum - aber lass den Fernseh aus und schmeiss die Hürriyet weg.
Wenn ich das gelesene wiedergebe, dann diffamiere ich übheraupt niemanden. Ich gebe wieder, was eine Studie herausgefunden hat. Wenn Du dich dadurch diffamiert fühlst, dann würd ich mal mit tief in mich gehen und ggf. mit den TiD ins Gericht gehen.
Integration ist ein Prozess, der von demjenigen abverlangt wird, der integriert werden soll. Demnach muss dieser Prozess von den TiD geleistet werden. Die Deutschen können dabei lediglich Hilfestellung leisten. Insofern ist Integration nicht von beiden Seiten gefordert, sondern in der Hauptsache von der türkischen Seite.
Und selbstverständlich darf sich Fritz Müller ein Urteil bilden. Warum auch nicht?

Ich habe nicht gesagt, lesen würde nicht bilden. Mir musst du nichts beweisen.

Da stimme ich Dir zu, Dir muss ich nichts beweisen.


Da gebe ich dir natürlich recht, die Deutsche Sprache muss erlernt werden, wenn man hier lebt. Eigentlich behauptet die dritte u. vierte Generation, mehr oder weniger, ich kann kein Türkisch. Mich würde es wundern, wenn sie meinen würden, es ist meine Muttersprache.

Ach, auf einmal ist Türkisch nicht mehr die Muttersprache? Immer so wie es grad passt. Tatsache ist doch, dass viele junge Türken weder sprachlich, noch kulturel eine Heimat haben und in irgendeiner Form gefestigt sind. Wer sie in diese Situation gebracht hat? Ihre Eltern natürlich. Sie haben sie in ein anderes Land gebracht und gezwungen so zu tun, als würden sie noch in der Türkei leben. Und das alles unter dem Deckmäntelchen der Bewahrung der kulturellen Identität.

Zunächst einmal war nicht die Frage in dieser Form gestellt, und auch habe ich die Türkei als Land nicht erwähnt. Gefordert wird auch nicht das die Türken u. Deutschen Angelfreunde auf Zwang werden. Du missverstehst mich, es geht um soziale Kontakte. Als Beispiel; Was nützt es einem Türken, der sich einen Deutschen nähert und dieser wiederum sich distanziert, weil er Türke ist. Deine ironisch gestellte Frage, du wärst dir nicht sicher, ob die Türken gezwungen geworden sind nach Deutschland zu kommen, finde ich daneben.

Ach komm. Was ist das denn für ein Realitätssinn? Als würden die TiD ständig flehend mit ausgebreiteten Armen um die Gunst der Deutschen werben. Die Deutschen sind im allgemeinen viel weltoffener und aufgeschlossener, als hier immer behauptet wird. Im Gegenteil ist es wohl eher so, dass die TiD schon seit je her versuchen unter sich zu bleiben. Um es noch einmal an der Sprache fest zu machen, wie will man denn bitte soziale Kontakte knüpfen, wenn man die Landessprache nicht beherrscht? Wie will man soziale Kontakte knüpfen, wenn einem die Bräuche, Umgangsformen und soziale Regeln des Gastlandes fremd sind und fremd bleiben - über Generationen!

Was behauptest Du denn da eigentlich? Das dich die Mehrzahl der Deutschen nicht annimmt, weil Du einen türkischen Namen hast? So ein Unsinn.

Klar, wenn man seinen Foktus nur auf die Türken richtet, dann fällt etwas sehr schnell auf. Das hat was mit der Erziehung zu tun und ist nicht nationalabhängig. Unter Deutschen Jugendlichen, Italienern, Russen usw. sieht man es auch. Bei den Türken kann es hinzukommen, dass einige eine patriarchalische Erziehung genießen, Jungs die ihre Stärke beweisen müssen. Wiederum, könnte man meinen, dass der deutsch Jugendliche, durch den Materialismus der Eltern, mehr oder weniger allein auf sich gestellt ist und dadurch in der Gesellschaft unangenehm auffällt. Sehen wir es als allg. soziales Problem.

Falsch. Ich richte meinen "Foktus" auf gar nichts. Es sind eben nicht nur ein paar türkische Jungens, die einen auf dicke Hose machen. Diese Form der "patriarchalischen Erziehung" ist meiner Ansicht nach kulturel bedingt. Sieht man übrigens auch sehr schön hier im Forum, wenn man Diskussionen über das Rollenverständnis von Mann und Frau beobachtet.
Natürlich haben bspw. auch Italiener diesen Hang zum "machismo". Ich glaube, dass bei den Türken aber oft noch der Faktor "Minderwertigkeitskomplex" dazu kommt. Daher auch dieses extreme, teilweise schon faschistoide, Gehabe im Bezug auf die Türkei.
Wir sehen es also nicht als allgemeines soziales Problem.

Ich kann dieses, von beiden Seiten, ewige gejammern auch nicht mehr hören.

Das wäre auch nicht nötig. Früher haben wir immer gesagt, "Augen zu und durch". Das wäre doch mal ein super Leitspruch für die TiD im Bezug auf "nach fast 40 Jahren endlich in der neuen Heimat ankommen".

Hast Du in bereits angesprochener Statistik gelesen, dass von 100 befragen Türken in Deutschland 51 berufstätig sind und davon wieder die Hälfte als ungelernte oder angelernte Arbeitskräfte malochen? Wann ist der erste türkische Gastarbeiter in Deutschland angekommen? 1960 oder noch früher? Ist das etwas worauf man stolz sein kann? Handelt es sich dabei möglicherweise um das Resultat von 40jährigem Intergrationsunwillen? Oder ist daran der deutsche Staat schuld, weil Türken der Zugang zu guter Schulbildung verweigert wurde?

Es bleibt zu hoffen, dass einige Leute bald ihre Einstellung ändern und ihren Kindern eine ordentliche Zukunft ermöglichen.
Offensichtlich bewegt sich da auch schon einiges. Die Zahl der türkischen Abiturienten steigt (mehrheitlich Mädchen) und auch an den Hochschulen findet man mehr und mehr "Deutsche mit türkischem Migrationshintergrund". Das sind ganz wichtige Schritte. Mehr Bildung, mehr Erfolg, Weltoffenheit und einen Blick, der in die Zukunft gerichtet ist. Nur so kann es funktionieren.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Irgendwie fühl ich mich angesprochen, aber auf der anderen Seite fehlen mir irgendwie die Worte.

Ich lebe mitten in Berlin, wo man sich sowohl als Deutscher, als auch als Hetero irgendwie in der gefühlten Minderheit befindet. Wirklich gravierende Probleme gibt es aber nicht (mehr). Der deutsche Nahverkehr und die Touristenströme fluten vorbeI; der Knatsch unter Nachbarn hat in seiner Intensität meines Erachtens nichts mit Herkunft zu tun (Maschendrahtzaun, Knallerbsenstrauch etc.)

Klar, man sieht auch eine Menge merkwürdige (wenn nicht sogar kriminelle)Sachen, die man irgendwie zuordnen kan, und mir bleibt schleierhaft wie so etwas existent bleiben kann.

Aber die Nachbarn sind Nachbarn. Und meine 2 bestgehassten sind deutsch.
Ich möchte mich mit beiden nicht integrieren. Ich halte dieses ganze Integrationsgemache für überzogen. Jeder macht sein Ding; Und darum lebt man in der Stadt (oder in der der Einsamkeit auf dem Lande).

Ich will keinem um den Hals fallen, wenn ich ihn unsympatisch finde; fremd sein ist da eher kein Hindernis.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

1. Das habe ich aber anders verstanden. Wörtlich stand sogar irgendwo, man solle Türkisch lernen, um so seine türkischen Nachbarn besser zu verstehen. Du kannst ja mal nachsehen.
2. Um es mal klar auszudrücken. Ich habe keine Fragen. Mich interessiert es nur insofern, wie es mein Leben betrifft. Umgekehrt wäre es aber auch schön. Du hast Fragen bezüglich der deutschen Kultur? Geh auf ne Lesung, in einen Verein oder ins Museum - aber lass den Fernseh aus und schmeiss die Hürriyet weg..

Du willst mir doch nicht sagen, nur weil einer schreibt, lernt Türkisch, dass ich es als Problem sehe. Du hast keine Fragen? Hier hattest du aber schon viele Fragen. Ich habe keine Fragen und nehme an jeglichen Veranstaltungen teil, was ich lese oder nicht, in wie weit ich mich informiere, ist sicherlich mehr als ein Haufen Kulturangebote, die überhaupt angeboten werden, ich mache es aber nicht um mich zu integrieren, im Gegenteil, weil ich ein Teil dieser Gesellschaft bin.

Wenn ich das gelesene wiedergebe, dann diffamiere ich übheraupt niemanden. Ich gebe wieder, was eine Studie herausgefunden hat. Wenn Du dich dadurch diffamiert fühlst, dann würd ich mal mit tief in mich gehen und ggf. mit den TiD ins Gericht gehen.
Integration ist ein Prozess, der von demjenigen abverlangt wird, der integriert werden soll. Demnach muss dieser Prozess von den TiD geleistet werden. Die Deutschen können dabei lediglich Hilfestellung leisten. Insofern ist Integration nicht von beiden Seiten gefordert, sondern in der Hauptsache von der türkischen Seite.
Und selbstverständlich darf sich Fritz Müller ein Urteil bilden. Warum auch nicht?

Ich habe das geschriebene nicht auf dich bezogen. Deine gelesenen Studien interessieren mich genauso wenig wie, dass ich mit den Türken in Deutschland ins Gericht gehen müsste. Welch Einbahnstraße, klar müssen Türken, den Prozess, um die Sprache zu erlangen, selbst bewältigen. Hierfür bietet der Staat auch eine Hilfe an. Aber meinst du wirklich das es nur an der Sprache liegt? Einheimische Deutsche mit türkischem Hintergrund, werden teils noch immer als Fremde angesehen, die Akzeptanz spielt hier auch eine große Rolle. Ich bin keine Sozialromantikerin, und erkenne zumindest auf beiden Seiten, negative sowie positive Ereignisse. Mittlerweile ist das alles auch keine Integrationspolitik mehr, sondern eher eine schlichte Streitpolitik, welches überspannt wird.


Ach, auf einmal ist Türkisch nicht mehr die Muttersprache? Immer so wie es grad passt. Tatsache ist doch, dass viele junge Türken weder sprachlich, noch kulturel eine Heimat haben und in irgendeiner Form gefestigt sind. Wer sie in diese Situation gebracht hat? Ihre Eltern natürlich. Sie haben sie in ein anderes Land gebracht und gezwungen so zu tun, als würden sie noch in der Türkei leben. Und das alles unter dem Deckmäntelchen der Bewahrung der kulturellen Identität.

Das was du schilderst war vor ca. 30 Jahren, da haben noch die Eltern die Kinder aus der Türkei gebracht, heute ist davon nicht mehr die Rede.

Ach komm. Was ist das denn für ein Realitätssinn? Als würden die TiD ständig flehend mit ausgebreiteten Armen um die Gunst der Deutschen werben. Die Deutschen sind im allgemeinen viel weltoffener und aufgeschlossener, als hier immer behauptet wird. Im Gegenteil ist es wohl eher so, dass die TiD schon seit je her versuchen unter sich zu bleiben.

Habe ich das behauptet? Nein!

Um es noch einmal an der Sprache fest zu machen, wie will man denn bitte soziale Kontakte knüpfen, wenn man die Landessprache nicht beherrscht? Wie will man soziale Kontakte knüpfen, wenn einem die Bräuche, Umgangsformen und soziale Regeln des Gastlandes fremd sind und fremd bleiben - über Generationen!

Das ist richtig! Ohne die Sprache, wird es an allem scheitern.

Was behauptest Du denn da eigentlich? Das dich die Mehrzahl der Deutschen nicht annimmt, weil Du einen türkischen Namen hast? So ein Unsinn.

:lol: Himmel stehe mir bei! Da du "Du" bezogen schreibst, ich habe keinerlei Probleme, was die Akzeptanz betrifft. Überhaupt, wie kommst du darauf?

Falsch. Ich richte meinen "Foktus" auf gar nichts. Es sind eben nicht nur ein paar türkische Jungens, die einen auf dicke Hose machen. Diese Form der "patriarchalischen Erziehung" ist meiner Ansicht nach kulturel bedingt. Sieht man übrigens auch sehr schön hier im Forum, wenn man Diskussionen über das Rollenverständnis von Mann und Frau beobachtet.
Natürlich haben bspw. auch Italiener diesen Hang zum "machismo". Ich glaube, dass bei den Türken aber oft noch der Faktor "Minderwertigkeitskomplex" dazu kommt. Daher auch dieses extreme, teilweise schon faschistoide, Gehabe im Bezug auf die Türkei.
Wir sehen es also nicht als allgemeines soziales Problem.

Ja, diese Erziehung ist kulturell bedingt, bzw. liegt es an der Tatsache, dass im türkischen Volk der Mann einen anderen Stellenwert hat, nicht immer, aber oft. Ich sehe es als allg. menschliches Problem, bei den anderen Nationen, haben diese Erkenntnisse andere Namen.

Es bleibt zu hoffen, dass einige Leute bald ihre Einstellung ändern und ihren Kindern eine ordentliche Zukunft ermöglichen..

Das hoffe ich auch!

Offensichtlich bewegt sich da auch schon einiges. Die Zahl der türkischen Abiturienten steigt (mehrheitlich Mädchen) und auch an den Hochschulen findet man mehr und mehr "Deutsche mit türkischem Migrationshintergrund". Das sind ganz wichtige Schritte. Mehr Bildung, mehr Erfolg, Weltoffenheit und einen Blick, der in die Zukunft gerichtet ist. Nur so kann es funktionieren.

Nur Geduld! Was mich am meisten an deinen Kommentaren stört, ist diese "verdammte" Pauschalisierung!
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

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Nur Geduld! Was mich am meisten an deinen Kommentaren stört, ist diese "verdammte" Pauschalisierung!

Das ist auch der Grund, weshalb ich mich mittlerweile aus Diskussionen über Integration etc. raushalte. Ich wage sogar zu behaupten, dass ein Großteil der Deutschen mit Migrationshintergrund genauso die Schnauze voll hat oder gelangweilt ist von diesen Pauschalisierungen und sich deshalb ganz bewußt fernhält von solchen Diskussionen "ja aber DIE Türken, DIE Deutschen...". Traurig nicht? Traurig, dass ausgerechnet die Leute, mit denen man diskuttieren könnte, sich nicht mehr mit Leuten zusammensetzen und reden wollen, weil diese Leute garnicht reden wollen, sie wollen nur Schuld zuweisen. :wink:
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

bonjour Lale

Einheimische Deutsche mit türkischem Hintergrund, werden teils noch immer als Fremde angesehen, die Akzeptanz spielt hier auch eine große Rolle.

es ist langsam eine ganz billige und unwahre Behauptung geworden.

Ranga Yogeshwar sagt es Dir was? Ist es für Dich der typische Kölner? Nein, natürlich, denn er ist nicht Kölner pinocchio

Glaubst Du, daß die Millionen BEWUNDERER die er hat, in ihm das sehen, was er ist? Sie sehen einen Fernsehclown, einen Sprechern. Er ist aber Diplom-Physiker. Sie sehen ein Einwanderer. Er ist es auch. Aber aus Luxemburg, weil er Luxemburger ist.

Warum irren sich die Leute?

Weil er typisch kölnisch eben aussieht. Und würde er einen Turban anziehen, dann würde jeder in ihn sofort einen Inder sehen, und das wäre nicht ganz falsch...

Leider ist es so, daß die Genen der Westeuropäer sich schlecht durchsetzen. wenn jemand aus einer Mischeehe hervorgeht, sieht man das sehr oft. was kann man denn dagegen tun? gar nichts nämlich!

Wer mit einer Frau in Kopftuch oder Burka geht, sieht wirklich nicht deutsch aus, auch wenn er nur ein Konvertierter ist. es sind aber nicht die einzigen Merkmale.

Man kann sich in einem Land völlig assimilieren, oder sich mit seinen eigenen Lebensanschauungen von den Anderen abheben, nicht nur vom Menschentyp her (das kommt nur dazu)! Aber hinterher darf man doch nicht noch deswegen jammern.

salut
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Das ist auch der Grund, weshalb ich mich mittlerweile aus Diskussionen über Integration etc. raushalte. Ich wage sogar zu behaupten, dass ein Großteil der Deutschen mit Migrationshintergrund genauso die Schnauze voll hat oder gelangweilt ist von diesen Pauschalisierungen und sich deshalb ganz bewußt fernhält von solchen Diskussionen "ja aber DIE Türken, DIE Deutschen...". Traurig nicht? Traurig, dass ausgerechnet die Leute, mit denen man diskuttieren könnte, sich nicht mehr mit Leuten zusammensetzen und reden wollen, weil diese Leute garnicht reden wollen, sie wollen nur Schuld zuweisen. :wink:

Ja, es ist wirklich traurig. Zumal ich sogar schon feststellen musste, dass sich einige gar nicht mehr trauen überhaupt etwas zu sagen, weil ständig mit der Keule geschwungen wird. Man meint irgendwie immer überlegener zu sein, ohne sich die einzelnen Facetten mal so richtig anzuschauen. Ich zu meiner Person darf meinen, ich habe zumindest einen extrem neutralen Blick, kann beide Seiten verstehen und mich mit ihnen sachlich unterhalten. Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass ich mit zwei Kulturen aufgewachsen bin. :wink:
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

bonjour Lale
es ist langsam eine ganz billige und unwahre Behauptung geworden.

Ranga Yogeshwar sagt es Dir was? Ist es für Dich der typische Kölner? Nein, natürlich, denn er ist nicht Kölner pinocchio

Glaubst Du, daß die Millionen BEWUNDERER die er hat, in ihm das sehen, was er ist? Sie sehen einen Fernsehclown, einen Sprechern. Er ist aber Diplom-Physiker. Sie sehen ein Einwanderer. Er ist es auch. Aber aus Luxemburg, weil er Luxemburger ist.

Aber scheinbar wissen viele das sein Vater Inder ist, daher wurde er auch angriffen, obwohl man ihm das tatsächlich nicht ansieht. Dennoch ist er wohl als Inder nicht mehr der Europär, der eine Akzeptanz verdient.

Warum irren sich die Leute?

Weil er typisch kölnisch eben aussieht. Und würde er einen Turban anziehen, dann würde jeder in ihn sofort einen Inder sehen, und das wäre nicht ganz falsch...

Was ist mit denen die indisch aussehen und hier an der Akademie Physik, Elektr.-usw. studieren? Davon haben wir reichlich.


Wer mit einer Frau in Kopftuch oder Burka geht, sieht wirklich nicht deutsch aus, auch wenn er nur ein Konvertierter ist. es sind aber nicht die einzigen Merkmale.

Man kann sich in einem Land völlig assimilieren, oder sich mit seinen eigenen Lebensanschauungen von den Anderen abheben, nicht nur vom Menschentyp her (das kommt nur dazu)! Aber hinterher darf man doch nicht noch deswegen jammern.

Ich glaube eigentlich nicht, das man zwingend Deutsch aussehen müsste. Wenn ja, dann kehren wir ja in die Geschichte zurück. Wobei du hast nicht unrecht, ich habe vorher in einer Großstadt gewohnt, jetzt bin ich einem kleineren Örtchen, mir selbst merkt man es absolut nicht an, ich sehe typisch Deutsch aus, aber sobald ich sage ich habe einen türkischen Teil, werden die Pupillen einiger Wesen extrem groß, die Vorstellung, ich spreche, akzentfrei Deutsch usw. lässt staunen. Aber trotzdem, habe ich festgestellt, das eine Distanz eingetreten ist. Das aber habe ich erst in meinen 30 Jahren, zum ersten Mal erlebt, in kleiner Orten ist es wohl bürgerlicher.

Sicherlich, die die eine andere Wertvorstellung haben, eigentlich ist es unabhängig von der Religion, Kopftuch, Verhalten usw. haben es meist schwieriger akzeptiert zu werden, aber grundsätzlich ist es so, selbst spirituelle Menschen, oder als Beispiel, Punker, oder auch Natura nackt lebende Menschen, wie auch immer, haben es in dieser geformten Norm schwierig. Aber letztendlich hast du recht, den Weg haben sie selbst eingeschlagen und müssen sich damit zurechtfinden, aber sich nicht rechtfertigen. Ich sehe da unterschiede.

Grüße Dich!
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Irgendwie fühl ich mich angesprochen, aber auf der anderen Seite fehlen mir irgendwie die Worte.

Ich lebe mitten in Berlin, wo man sich sowohl als Deutscher, als auch als Hetero irgendwie in der gefühlten Minderheit befindet. Wirklich gravierende Probleme gibt es aber nicht (mehr). Der deutsche Nahverkehr und die Touristenströme fluten vorbeI; der Knatsch unter Nachbarn hat in seiner Intensität meines Erachtens nichts mit Herkunft zu tun (Maschendrahtzaun, Knallerbsenstrauch etc.)

Klar, man sieht auch eine Menge merkwürdige (wenn nicht sogar kriminelle)Sachen, die man irgendwie zuordnen kan, und mir bleibt schleierhaft wie so etwas existent bleiben kann.

Aber die Nachbarn sind Nachbarn. Und meine 2 bestgehassten sind deutsch.
Ich möchte mich mit beiden nicht integrieren. Ich halte dieses ganze Integrationsgemache für überzogen. Jeder macht sein Ding; Und darum lebt man in der Stadt (oder in der der Einsamkeit auf dem Lande).

Ich will keinem um den Hals fallen, wenn ich ihn unsympatisch finde; fremd sein ist da eher kein Hindernis.

:lol:
Als Hetero und als Deutscher in der Minderheit?
Das war ... lustig.
Das mit den Nachbarn ... ach naja.

In einem Punkt stimme ich aber nicht überein. Das Land(leben) ist weit weniger einsam als das Leben in der Stadt. :wink:
 
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