Integration, wirklich ernstgemeint?

AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Nur Geduld! Was mich am meisten an deinen Kommentaren stört, ist diese "verdammte" Pauschalisierung!

Na endlich sprechen wir die gleiche Sprache. :wink:
Mir geht es nämlich ganz ähnlich.

An dieser Stelle wird es wohl Zeit sich einzugestehen, dass wir uns wohl kaum gegenseitig von unserem jeweiligen Standpunkten überzeugen werden.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Na endlich sprechen wir die gleiche Sprache. :wink:
Mir geht es nämlich ganz ähnlich.

An dieser Stelle wird es wohl Zeit sich einzugestehen, dass wir uns wohl kaum gegenseitig von unserem jeweiligen Standpunkten überzeugen werden.

Zumindest denke ich, dass ich nicht pauschalisiere, wo würde ich da landen, letztlich wohl beim Kartoffelsalat. :wink: Mein Standpunkt muss nicht unbedingt überzeugen, es ist nur meine Meinung, mehr auch nicht.

PS: Das Landleben ist betäubend. :lol:
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

bonjour Lale

Ich glaube eigentlich nicht, das man zwingend Deutsch aussehen müsste.

weiss nicht!

beispiel

meine Frau hat eine Base, die in Lagos heiratete. ihr Mann, Christ, wurde auf offener Straße erschossen. sie kam in Katastrophe mit 2 Babys zurück, die natürlich wie rein weisse deutsche Kinder aufgewachsen sind, was die Familienbemühungen anbelangt, es gab ja auf der afrikanischen Seite niemand mehr, um sie anders zu beeinflussen, und die afrikanische Familie war sowie christliche, d. h. sehr ähnlicher Tradition.

nur beide junge Männer sind schwarz, schwarzer gibt's nicht.

glaubst Du im ernst, daß sie in Süd-Deutschland als deutsche Bayern angesehen werden, obwohl sie sich redlich darum bemühen?

glaubst Du im ernst, daß es überhaupt geht?

es geht aber auch anders herum nicht! wenn eine Weisse Übersee heiratet, hat sie immer andere Rechte als eine Ehefrau des Landes! in dem Fall wirkt sich die Diskriminierung für sie positiv aus. aber sie ist da.

ist es nicht immer so?

ich glaube, daß Du unbewußt oder unterschwellig von etwas anderes sprechen willst.

"Lieber der Erste hier als der zweite in Rom"

dies bedeutet, daß es Länderstriche gibt, wo man wesentlich mehr Mühe hat, gleich aus welchem Grund, große Anerkennung zu bekommen als im Rest der Gebiete.

momentan ist es so bei uns (wie lang noch). ich bin sicher, daß zur Zeit der Ottomanen es umgekehrt sehr schwierig war, für einen Europäer oder noch viel mehr für eine Europäerin dort grosse Anerkennung zu erlangen.

ist es nicht irgendwie begreiflich?

nächste Überlegung:

kann man nicht Erster in der Türkei sein, wenn man hier nicht den Zweiten sein will, und beide Herkünfte geltend machen kann?

salut
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

JoBuk kannst Du bitte mit übergreifenden Themen aufhören!
Du kannst ja zu all den anderen Themen die dich stören neue Beiträge öffnen.

Ich wollte doch nur klarstellen das selbst solche die schon Jahrzehnte hier in Deutschland
leben und sich in keinster Weise vom Deutschen unterscheiden nicht angenommen werden,
sobald man ihre Herkunft oder ihren Namen kennt!

Deshalb bin ich der Meinung dass die Integration aus Deutscher Sicht nicht ernstgemeint ist.
Ich korrigiere mich und möchte auch hier nicht verallgemeinern.

Gerade solche wie Du sorgen für emotionale Kränkungen und hindern das gute Miteinander.

Übrigens mein deutscher Nachbar „Deine Bezeichnung der Ar…“ hatte erzählt das sein Opa immer davon sprach das der Türke beim Aufbau nach dem Krieg geholfen hat.
Gott sei dank gibt es auch solche Deutsche.
Ohne die wäre Deutschland überhaupt nicht erträglich!

Das er den Beitrag der Türken in dieser Form würdigte hat schon gereicht, um auch einen Schritt zu machen und Ihn bei mir einzuladen.
Oft kann ein wenig Anerkennung Wunder wirken, anscheinend hast Du das nicht gelernt!

Du bringst mir zu viel durcheinander, deine ganz Statistiksch… interessiert kaum jemanden.

Menschen sind sensibel und spüren schon woher der Wind weht!

Ich hatte mal einen Deutschen Freund in meiner Kindheit, dessen Vater in Bahrain arbeitete.
D.h. Sie waren dort Gastarbeiter und sind jedes Jahr nach Deutschland in Ihre Heimat zum Urlaub gekommen.
Der Vater war mit seinem Sohn zusammen damals schon aus Überzeugung in den
Islam übergetreten und betet heute noch 5x am Tag, fastet und liest aus den Koran.

Meinst Du die sind in den Islam übergetreten weil Sie dort wegen sonst was abgelehnt oder
sogar dazu gezwungen wurden? Nein!
Sie sind mit offenen Armen empfangen worden.
Sind nun etwa der blonde und blauäugige Vater und Sohn deshalb keine Deutsche mehr?
Also irgendwas stimmt mit Dir nicht.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

44/23 - ich habe noch nicht verstanden was genau Du unter "nicht angenommen" verstehst - was genau Du möchtest in Bezug auf das Verhalten deutscher Nachbarn/Kollegen, etc.

Meiner Meinung nach ist es ganz normal dass man "Ausländer" in einem Land bleibt, in dem man nicht geboren ist. Das sage ich Dir aus persönlicher Erfahrung - ich lebe seit vierzig jahren im Ausland, aber ich bin und bleibe Deutsche- nicht nur wegen des Aussehens und des Namens. Es kommt auch mal vor dass man auf die Nazizeit angesprochen wird, es wird gefragt warum man gekommen ist, welches Land man für besser hält- ist doch ganz normal.
Mit vielen Leuten kommt man gut aus, mit anderen weniger oder gar nicht. Das Gleiche passiert im Heimatland.
Und obwohl in meinem "Gastland" nie etwas für meine "Integration" getan wurde, keiner kommt mir extra entgegen weil ich Deutsche bin, fühle ich mich dort sehr wohl.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Hallo johanna911
Zitat: ich habe noch nicht verstanden was genau Du unter "nicht angenommen" verstehst - was genau Du möchtest in Bezug auf das Verhalten deutscher Nachbarn/Kollegen, etc.

dann wünsche ich Dir nur Probeweise einmal einen verhassten Blick, aus der Du ganz schnell schnallst was gemeint ist.

Hast Du sicherlich da wo Du lebst noch nie erlebt.

Ich meine einfach das was ich mit meinen Landsleuten in meiner Freizeit mache, müsste doch auch mit Deutschen möglich sein.

Ich habe zwar einen deutschen Arbeitskollegen mit dem ich schon so einiges unternommen habe.

Er ist sehr weltoffen u. gibt auch die teilweise eingeschränkte Haltung anderer Deutscher zu, jedoch ist er eine Ausnahme.

Ich meine es sollte in der Masse doch nicht bei Ausnahmen bleiben.

Wir wünschen kein "extra entgegen kommen". Wir wollen Anerkennung "nicht nur auf Arbeit"

Zitat: Mit vielen Leuten kommt man gut aus, mit anderen weniger oder gar nicht. Das Gleiche passiert im Heimatland.

Hier zu Lande ist das eben nicht so, hier wird man im privaten Leben dazu verdonnert unter Landsleuten zu bleiben.

Gott sei Dank das es die gibt!

Sonnst würde ich ja vor Einsamkeit sterben...

Gruß
 
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Ist natürlich auch eine Frage der Ansprüche. Trivial ausgedrückt: Wer will was von wem?
Deutsche haben untereinander häufig auch nur freundschaftliche Beziehungen innerhalb ihrer sozialen "Schubladen", die vom gesellschaftlichen Stand, der Bildung, weltanschaulicher Haltung, Interesse, Typ usw. abhängig sind.

Man muss in diesem Sinne "passende" Leute auch erst einmal finden.

Das es bewusste und unbewusste Vorurteile gegenüber Türken gibt, ist zweifellos richtig. Bei den vernünftigen Deutschen ist da aber nichts ernstes, was nicht relativ schnell und problemlos überwunden wird.

Mal was anderes:
Ich kenne (deutsche) Männer, an denen es nagt, dass sie bei den Frauen nicht die Chancen haben, die sie gerne hätten. Interessanterweise wollen sie aber umgekehrt die Frauen nicht, bei denen sie Chancen hätten- aus welchen Gründen auch immer.
Damit soll gesagt sein: Man sollte seinen fokus nicht auf das legen, was einem -vermeintlich oder tatsächlich zu Unrecht- verwehrt wird.
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Hallo Pit63,

Zitat: Man sollte seinen fokus nicht auf das legen, was einem -vermeintlich oder tatsächlich zu Unrecht- verwehrt wird.

Da hast Du wohl recht. Ich bleibe lieber nach fast 40 Jahren Deutschland unter meinen Landsleuten und habe viel Spaß mit Ihnen.

Irgendwann verlasse ich Deutschland, so wie einige Deutsche ja auch und dann hat sich eben der Fall für mich erledigt.

In der Heimat werden die mich dann sicherlich Fragen: Warum bist Du denn nach 50 Jahren zurückgekommen?

Ich werde dann mit meiner Erfahrung in Deutschland antworten. :shock:
 
AW: Integration, wirklich ernstgemeint?

Hallo johanna911
Zitat: ich habe noch nicht verstanden was genau Du unter "nicht angenommen" verstehst - was genau Du möchtest in Bezug auf das Verhalten deutscher Nachbarn/Kollegen, etc.

dann wünsche ich Dir nur Probeweise einmal einen verhassten Blick, aus der Du ganz schnell schnallst was gemeint ist.

Hast Du sicherlich da wo Du lebst noch nie erlebt.

Ich meine einfach das was ich mit meinen Landsleuten in meiner Freizeit mache, müsste doch auch mit Deutschen möglich sein.

Ich habe zwar einen deutschen Arbeitskollegen mit dem ich schon so einiges unternommen habe.

Er ist sehr Weltoffen u. gibt auch die teilweise eingeschränkte Haltung anderer Deutscher zu, jedoch ist er eine Ausnahme.

Ich meine es sollte in der Masse doch dicht bei Ausnahmen v. Freundschaften bleiben.

Gruß

Das meine ich auch, dass ein "normales" Zusammenleben möglich sein müsste, wenigstens mit den meisten Personen.
Aber warum meinst du dass andere Nationalitäten Ausländern nicht ablehnend gegenüber stehen würden? Es gibt auch dort Leute die Ausländer nicht mögen oder sogar hassen.
Und glaube mir- Hasstyraden gegen Deutsche gibt es wirklich zur Genüge!
Ich mach mir einfach keine Gedanken drüber und wenn ich mit einer Person, welchimmer Nationalität, Lust zu sprechen habe, sei es an der Bushaltestelle oder im Zug, in der Schlange- dann tue ich es einfach- und treffe meistens auf Resonanz. Ich kann deshalb nicht verstehen wie Du es nicht schaffst mit Personen deutscher herkunft (nicht mit jedem aber doch mit vielen) eine Beziehung aufzubauen!

Nun bin ich seit einigen Monaten zurück in D -im Ruhrgebiet. Hier sehe und erlebe ich viele Konfliktsituationen, die ich vorher nicht so kannte - aber ich sehe auch viele positive Situationen, ein ganz normales Miteinander.
Was ich z.B. nicht verstehe,ist: ich habe hier viel gelesen bezüglich des respektes die türkische Kinder/Jugendliche gegenüber ihren Älteren bezeugen müssen - und das auch tun. Warum, frage ich mich, zollen sie diesen Respekt nicht auch Älteren, die nicht ihrer nationalität sind, sondern provozieren?
Mein letztes Erlebnis an der Haltestelle, wo ich mich grad mit einer Frau anderer Nationalität unterhielt: ein türkischer Jugendlicher, der auch wartete, knipste seine brennende Zigarettenkippe ein paar Zentimeter an unserem Gesicht vorbei, bevor sie zur Erde fiel. Ich sah ihn an - und ganz sicher hat mein Gesicht Bände gesprochen - er pöbelte mich direkt an (ich habe kein Wort gesagt)- und versprach mir, mir die "Fresse zu polieren" - sag mir- hätte er sich so gegenüber einer türkischen Frau benommen? Ich könnte Dir Dutzende solcher Episoden erzählen - aber auch das Gegenteil von diesen- das heisst ein Lächeln, ein sich Unterhalten....ohne Schranken, ohne das Wir und Ihr, so wie es sein sollte. Integration muss aus dem herzen derjenigen kommen die hier leben wollen (in meinem Fall halt in meinem Gastland). Es ist mir, ehrlich gesagt, unmöglich zu denken, dass hier jemand so lange leben kann wie Du und immer nur Ablehnung spürt obwohl er das Miteinander sucht.
 
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Hier zu Lande ist das eben nicht so, hier wird man im privaten Leben dazu verdonnert unter Landsleuten zu bleiben.

Gruß

Nicht zwangsläufig...dieses ist sehr stark davon abhängig im welchem umfeld man Aufgewachsen ist. Ich hab einfach mehr Deutsche Freunde als Türkische weil auf meiner Schule so wenig Ausländer generell waren. Wär ich in Kreuzberg/Neukölln/Wedding zur Schule gegangen hät ich heute wohl mehr Türkische Freunde.

Das Problem der sogenannten Integration ist einfach das die masse der Deutschen Bevölkerung keine echte Integration möchte. Dieses würde gleichzeitig bedäuten das Sie uns, also die Ausländer die gleichen rechte wie einem Deutschen zusprechen und akzeptieren. Aber viele Deutsche sehen das nicht so. Sie möchten mehr rechte als "echter" Deutsche als ein Ausländer. Und dabei spielt es übrigens keine Rolle ob man Perfekt Deutsch spricht, in Deutschland geboren ist und einen Deutschen Pass hat. Mit anderen worten, man ist Deutscher mit Türkischen hintergrund und bekennt sich zu Deutschland. Das reicht den meisten Deutschen nicht. Sie werden uns nie als gleichberechtigt akzeptieren.

Allein die Tatsache das man anders Ausschaut eine zweit Sprache spricht die Sie für komisch empfinden, andere Kulturelle retuale lebt, an eine andere Religion glaubt. Es gibt viele Unterschiede die viele Deutsch als störend empfinden. Dabei sind es garnicht diese Unterschiede die diese Probleme verursachen. Da ja die Deutschen auch innerhalb der Nationalität sehr unterschiedlich sind, müssten sich ja Deutsche untereinander nichtmal akzeptieren.

Der einzige Grund warum es keine echte Integration gibt ist die dummheit, vorurteile und die angst auf beiden Seiten. Auf beiden seiten laufen Unterstellungen und vorwürfe. Und diese Unterstellungen und vorwürfe werden jedem Unterstellt, von beiden seiten.

Die Deutschen kapselln sich genauso ab wie es viele Türken machen. Ein unvoreingenommes entgegenkommen ist mitlerweile unrealischtisch geworden.

Der Film Schwarz auf Weiss zeigt recht däutlich das es nicht so leicht ist sich zu Integrieren wenn man von der Bevölkerung nicht gelassen wird. Und dabei spielt es offt keine Rolle welcher Gessellschafts oder Bildungsschicht man sich befindet. Bei den Dummbratzen aber auch bei den Intellektuellen sind viele die nicht mit diesen umständen umgehen könnnen und einen Menschen vorab abstempeln.

Und ganz ehrlich...das kotzt mich mitlerweile auf beiden seiten an. Bei den Deutschen und bei den Türken.

Mein Fazit zu diesen Thema ist einfach...das der Staat viel mehr für die Aufklärung machen müsste und sich seiner verantwortung entzieht.
Selbst der DFB macht mehr für die Aufklärung. NationalElf Werbung

mfg refi
 
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