integration

welche Änderungen würden die Integration fördern?

  • Härte gegen Integrationsrebellen

    Votes: 18 58,1%
  • Geld (wirtschaftliche Vorteile für bestens integrierte Familien)

    Votes: 8 25,8%
  • öffentliche Media in der Bürgersprache Türkisch

    Votes: 3 9,7%
  • Kirchensteuer für Muslime

    Votes: 2 6,5%
  • Türkisch überall als Fremdsprache

    Votes: 4 12,9%
  • Türkisch als 2. Amtssprache

    Votes: 2 6,5%
  • weitere Erleichterungen bei der Einbürgerung

    Votes: 3 9,7%
  • Quota in Gremien

    Votes: 1 3,2%
  • Abschaffung der christlichen Feiertage

    Votes: 1 3,2%
  • Einrichtung musulimischer Feiertage

    Votes: 5 16,1%

  • Total voters
    31
AW: integration

Dann ist ja gut, dass du keiner bist. Im Übrigen muss ich mich schon wundern, wie man mich soooo missverstehen kann: Ideologisch verordnete Zuneigung, die an Devotismus grenzt ?????
Mir ist jede Ideologie fremd und suspekt. Für devot hält mich nun wirklich niemand, im Gegenteil eher für aufsässig.
Aber wenn ich deine und ähnliche Statements lese, wird immer klarer, was in der Vergangenheit gelaufen ist. Du kommst mir auch wie ein Prediger vor, wofür wird ja wohl auch deutlich. Aber dazu sind wir ja hier: Um freundlich Meinungen auszutauschen und und nicht Dinge vorzuwerfen. Wir brauchen schließlich keine Schuldigen, sondern konstruktive Vorschläge. Da habe ich einen gemacht, für den ich nicht einsehe, mich irgendwie schämen zu sollen, zumindest nicht in einem Deutsch-Türkischen Forum wie diesem.

Nein, niemand muss sich schämen. Und ja, vielleicht habe ich auch etwas predigermässiges an mir:lol:.

Einen Vorwurf habe ich Dir nicht gemacht, nur einen Eindruck geschildert. Noch einmal: Mir ist klar, Du meinst es gut.

"Ausgrenzung" aufgrund der Nationalität usw. ist im Grunde ebenso unangemessen wie ihr Gegenteil, die "Eingrenzung".
Deine Aufsässigkeit im Interesse der Integration wirkt auf mich in tatsächlicher Hinsicht seitenlastig. Dein Verständnis für die Interessen der Menschen und ihre Probleme scheint tendenziell "protürkisch" und "antideutsch" ausgerichtet zu sein. Dieses Eindrucks kann ich mich zumindest nicht erwehren.

Ich sehe es dagegen so: Deutsch oder türkisch, das sind für mich erst einmal nur kollektive Bezeichnungen, die ich nicht für identitätsstiftend halte, während andere aus falschen Gründen und mit fatalen Folgen einen wesentlichen Teil ihrer Persönlichkeit daraus ableiten. In dieser permanenten gedanklichen Festlegung von sich und anderen sehe ich den Grund für die Integrationsprobleme. Es zementiert sie.

Die Menschen können sich nur individuell aufeinander zubewegen. Die persönliche Begegnung hinterlässt ihre Spuren. Es bringt Veränderung und Wandel bei den Menschen, die ja keine statischen Lebewesen sind. Die Unterscheidung in Deutsch und Türkisch würde mithin irgendwann nur noch eine periphere Rolle spielen.
Genau diese Relativierung will aber das "Kollektivdenken" auf beiden Seiten verhindern. Die dahinterstehenden Ideale sind im Prinzip durch und durch absolutistisch. Das müssen sie auch sein, weil ihre Existenz andernfalls in Gefahr ist. Solche zwingenden Zusammenhänge sollte man nicht einfach aussen vor lassen.

Der Versuch, eine Art gerechten Interessenausgleich zwischen den Kollektiven (den Kollektivgedanken, den kollektiven Identitäten) zu schaffen, ist per se zum Scheitern verurteilt.
Bestehende Integrationsprobleme werden so im Zweifel ignoriert und unterdrückt, anstatt sie zu lösen; im besten Fall kommt es zu einem halbwegs friedlichen Nebeneinaderherleben im schlimmsten Fall zu ernsthaften gesellschaftlichen Verwerfungen. Auf dem Weg befinden wir uns derzeit.
Da hilft auch keine Beschwörungsformel, wie MultiKulti usw.

Voraussetzung für das gedeihliche Zusammenleben in einem Land ist stets ein breiter gesellschaftlicher Grundkonsens. Gibt es ihn nicht, macht das Wort MulitKulti keinen Sinn und man sollte es am besten ganz schnell vergessen- denn dann könnte man ihn ebensogut für eine Gesellschaft verwenden, in der man sich gerade wegen MultiKulti gegenseitig anfeindet und bekämpft.

 
AW: integration

im besten Fall kommt es zu einem halbwegs friedlichen Nebeneinaderherleben im schlimmsten Fall zu ernsthaften gesellschaftlichen Verwerfungen.

Voraussetzung für das gedeihliche Zusammenleben in einem Land ist stets ein breiter gesellschaftlicher Grundkonsens. Gibt es ihn nicht, macht das Wort MulitKulti keinen Sinn und man sollte es am besten ganz schnell vergessen- denn dann könnte man ihn ebensogut für eine Gesellschaft verwenden, in der man sich gerade wegen MultiKulti gegenseitig anfeindet und bekämpft.

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Genau darum geht es doch. "Integration" gilt seit einigen Jahren als gescheitert, Multi Kulti erst Recht. Da sind wir uns doch völlig einig.Dennoch geistert dieses Unwort "Integration" immer wieder und überall , nicht nur hier, herum. Das finde ich schrecklich. Aber wie du schon sagtest, wir brauchen weniger Worte, sondern lieber mehr Taten und persönliche Freundschaften.
Wenn das gesellschaftlicher Grundkonsens wird, dann kann es nur gut sein. Wie du mach ich mir große Sorgen um die Zukunft unser aller Kinder und Enkel.
 
AW: integration

Wo gab es mal eine türkische Region in Deutschland?

Es wird sie geben und in Berlin Wedding ist sie ja faktisch schon Realität.
Es ist die Zukunft , die zählt....:idea:

Solche Äusserungen halte ich, mit Verlaub, für sehr unbedacht und gefährlich. Sie bergen grossen Sprengstoff. Damit wirst du sehr viele Deutsche, die deutsch gesinnt sind- grundsätzlich ist es die gleiche Weise, in der die Türken türkisch gesinnt sind- gegen Dich aufbringen.

Mit einem gesellschaftlichen Grundkonsens hat diese Entwicklung jedenfalls nichts zu tun. Hier handelt es sich um Verdrängung des einen durch das andere.

So, wie Du diesen gesellschaftlichen Vorgangs bewertest/zum Ausdruck bringst, provozierst Du Konflikte anstatt sie zu lösen.

Ich sehe in der "Türkisierung" deutscher Regionen keine friedliche Zukunft.


Nachtrag: Ich habe gerade Deinen letzten Beitrag gelesen und möchte hinzufügen, dass ich mir persönlich überhaupt keine Sorgen mache. Ich sehe diese bzw. die damit zusammenhängenden Probleme allerdings tagtäglich bei anderen.
 
AW: integration

So, wie Du diesen gesellschaftlichen Vorgangs bewertest/zum Ausdruck bringst, provozierst Du Konflikte anstatt sie zu lösen.

Ich sehe in der "Türkisierung" deutscher Regionen keine friedliche Zukunft.

Keiner von uns kann einen Konflikt dieser Größe lösen-
ICH provoziere doch die Konflikte - die da sind- nicht.
Sehen tun wir sie beide. (bad German, I know)
 
AW: integration

ich finde alle Möglichkeiten aus der Umfrage unpassend. Ich frage mich immer was man mir bieten müsste, damit ich in einem fremden Land integrationswillig wäre. Das wäre nicht viel, weil ich weiß, dass ich nur, wenn ich mich auf die neue Kultur und die neuen Gewohnheiten einlasse ein erfolgreiches Leben leben kann.
Ich würde nicht erwarten, dass meine Muttersprache anerkannt wird oder die Nachrichten regelmäßig auf meiner Sprache ausgestrahlt werden. Vor allem würde ich es auch nicht erwarten dass in den Schulen plötzlich alle meine Sprache als Fremdsprache erlernen. Meine Muttersprache ist meine Muttersprache und die kann mir auch keiner mehr nehmen. Das hat nichts damit zutun, dass ich nicht trotzdem gewillt sein kann eine neue Sprache zu erlenen und die Regeln in dem neuen Land zu akzeptieren. Wenn das Partout nicht geht, dann bleibe ich nicht in diesem Land. Zum Beispiel würde ich nie nach Saudiarabien ziehen, weil Frauen da nicht alleine Autofahren dürfen :lol: Da wäre Integration für mich unmöglich.

Sinthoppe hat es glaub ich schon geschrieben: gute Bildung für alle ist der Schlüssel.

In einer gewissen sozialen Unterschicht sprechen sie heutzutage alle kein gutes Deutsch mehr und halten sich nicht an die Regeln. Auch die Deutschen. Leider sind nur Ausländer und vor allem Türken überproportional in dieser Schicht vertreten.

Für alle anderen ist Integration glaub ich auch bei weitem nicht so ein großes Problem, wie oft angenommen.
 
AW: Ei - Huhn - Ei - Huhn usw

dann danke für die "vorsichtige Ausdrucksweise" :|
Drehen wirs mal um:

Wäre es nicht ein Akt der freundschaftlichen Willkommenkultur, wenn mehr Deutsch Türkisch lernen würden?
Für mich persönlich gilt: Wen ich mag, für dessen Sprache und Kultur interessiere ich mich auch. Ist das daneben?


Aber Tatsache ist leider , man mag die Türken micht besonders in Deutschland ,
tut mir leid ,
ich hab damals vor 35 Jahren meine türkische Freundin Siddika kennengelernt , sie war modern und konnte gut deutsch , durch sie hab ich dann Zugang zu
den türkischen Familien bekommen , angefangen langsam türkisch zu lernen.
Das erleichtert natürlich den Kontakt und das Verstehen der Menschen total.

İch kanns auch teilweise verstehen , dass man die Türken nicht mag , die Ganze Problematik , wenn ich bedenke , manche sind schon so lange da und
kommen mit der Sprache nicht zurecht.
Die Problematik in den Schulen., ein unbehaglichesThema.

So long Wally
 
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