AW: Irritiert und geschockt
Hallo Aylin,
es ist verdammt schwer, den richtigen Moment abzuwarten, um zu sagen "Nein, den da behandle ich nicht mehr!" Ich find's einleuchtend, dass du ihn erst ignoriert hast und gedacht hast, der gibt's auf (was 99% der Männer wahrscheinlich auch getan hätten).
Es waren ja schon einige brauchbare Vorschläge dabei:
-Über die "Offene Tür"-Regelung nochmal debattieren mit dem Chef
-Paravent
-Gegensprechanlage, die immer dann läuft (das die Kollegin alles hört), wenn so ein komischer Typ auftaucht
Von mir noch: wenn es so ist wie bei meinem Arzt, ist auch die Tür geschlossen, weil ein paar Patientendaten besprochen werden, bevor es losgeht. Ich denke, dass man ja auch erst die Daten abgleichen kann und dann beim eigtl. Blutabnehmen, wofür sich niemand ausziehen oder persönliches sagen muss, die Tür wieder aufgemacht wird. Ein Fenster in der Tür wäre auch eine Möglichkeit.
-Arbeitsstelle wechseln, wenn der Chef sich nicht drum schert.
Was mir auch noch eingefallen ist: Wie geht dieser Arzt wohl mit Patientinnen um, die aussehen, als ob sie Opfer einer Gewalttat wurden oder in einer gewalttätigen Beziehung leben? (Blaue Flecken vom Festhalten an den Armen, oder Würgemale etc.) Hält er sich da auch so raus? Ich find's unglaublich.
Ich hatte mal am Ausbildungsplatz ZWEI Typen, die taten so, als wollten sie was kaufen. Dann haben sie gefragt, was ich abends vorhabe und sind auch körperlich aufdringlich geworden. Sie waren angetrunken. Als ich gedroht habe, die Polizei zu rufen, sind sie (unter Drohungen, wie würden wiederkommen) gegangen. Hab meinen Chef angerufen, der kam auch gleich. Bis dahin durfte ich die Ladentür erstmal schließen. Wenn ein normaler Kunde/Kundin gekommen wäre, hätte man ja sagen können "Huch, das Schloss spinnt im Moment" oder sowas... Wäre mir egal gewesen, ich hatte Schiss, die kommen wieder.
Und ich bin auch bestimmt nicht auf den Mund gefallen.... danach hatte ich ne zeitlang Pfefferspray in der Ladentheke.