ISLAM: Keine Huris im Paradies

AW: ISLAM: Keine Huris im Paradies


"[...]Zu perfekt, kohärent und einleuchtend ist dieser wunderbare Islam, der Koran und das Beispiel unseres Propheten (s.a.s.) um durch menschliche Geisteskraft erschaffen zu sein.[...]"

:lol:


Ich meine, wer so schwärmerisch lobhudelnd über einen Text (den Koran) redet, bei dem riecht es förmlich nach Betriebsblindheit. Mit kritischer Auseinandersetzung hat das null zu tun.

Meines Erachtens fängt da auch ganz eindeutig der Götzendienst an: Perfekt ist nur Allah, niemals die geschaffene Form (die der Koran spätestens in dem Moment seiner Niederschrift ist).

"Er ist der eine Gott, der ewige Gott. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt. Und keiner ist Ihm gleich". Auch nicht der Koran ist Allah gleich!
 
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Mir persönlich geht es übrigens nicht darum, den Koran als unispirierte Textsammlung abzustempeln (so habe ich den Artikel aus der Zeit auch nicht verstanden).

Ich halte viele Stellen des Koran für Offenbarungen aus einer göttlichen Sphäre, die in bestimmten Geisteszuständen (psychologisch: Flow) zustandekommen können.

Was ich nur allzu borniert finde, ist diese Verabsolutierung einer jeden Offenbarung. Die einzelne Form (wie z.B. ein Bild, ein Gegenstand, ein Text, der Koran), ist niemals absolut und ewig. Das hält keiner logischen Betrachtung stand. Und widerspricht der Botschaft der Offenbarungen des Koran selbst.
 
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Man kommt als auferstandene Seele/(vergeistigter?) Körper ins Paradies. Die Engel sind "Lichtwesen", die in der Rangordnung der Schöpfung unter dem Menschen stehen, aber vor ihm erschaffen wurden. Was auch immer das heißen mag.

Theologie für Einsteiger. :biggrin:
Ein bisschen religionskulturelle Bildung hat noch keinem Atheisten geschadet :wink:


Warum stehen sie unter dem Menschen? Wo sie vor ihm erschaffen wurden und irgendwie die Verkünder von Gottes Willen waren? Dann müßten sie doch Gottes Vertraute sein?
 
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Hochgejubelt halte ich für übertrieben. Dass sie nur im Westen Gehör gefunden hat, halte ich für bedauerlich.



Na super! Was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Wann fängt der Islam endlich an, sich wirklich kritisch mit seinen Quellen zu befassen?

Immer die gleichen Dogmen und Legenden, die gebetsmühlenartig runtergeleiert werden.

Wo kein Zweifel ist, da ist auch kein wahrer Glaube (sondern nur Blindgläubigkeit):roll:




Wann hat sich denn das Christentum mal kritisch mit seinen Quellen auseinandergesetzt?
Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.

Die Texte der Bibel wurden von so vielen Menschen geschrieben, zusammengefügt und dabei verändert in der langen Zeit.
Das ist doch wohl auch nicht besser und sicherer im Wahrheitsgehalt. Zweifel ist da eine Notwendigkeit.
 
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Warum stehen sie unter dem Menschen? Wo sie vor ihm erschaffen wurden und irgendwie die Verkünder von Gottes Willen waren? Dann müßten sie doch Gottes Vertraute sein?



Für mich sind das alles eher allegorische Bilder, die man nicht so wörtlich nehmen sollte.

Nur so viel: Als Gott den Menschen aus Lehm erschuf, sollten die Engel sich vor ihm niederwerfen. Luzifer, der das mit dem Hinweis auf seine Lichtgestalt verweigerte, wurde deswegen verstoßen und zum gefallenen Engel.


Was die Engel unter dem Menschen stehen lässt, ist wohl die Tatsache, dass der Mensch Geist und Materie umfasst, die Engel aber nur Geist-/Lichtwesen sind. Das Geschenk der Inkarnation ist nur dem Menschen gegeben. Er umfasst alle Dimensionen der Schöpfung, die irdische und die geistige.
Engel dagegen sind nur Boten und haben keinen eigenen Willen (?).
 
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Wann hat sich denn das Christentum mal kritisch mit seinen Quellen auseinandergesetzt?
Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.

Die Texte der Bibel wurden von so vielen Menschen geschrieben, zusammengefügt und dabei verändert in der langen Zeit.
Das ist doch wohl auch nicht besser und sicherer im Wahrheitsgehalt. Zweifel ist da eine Notwendigkeit.


Auf jeden Fall!

Aber immerhin gibt wohl seit dem 19. Jahrhundert Bemühungen, die christlichen Quellen kritisch zu untersuchen.

Dass das bei fundamentalistischen Freikirchlern nicht angekommen ist, ist klar.

Im Islam scheint mir da aber noch ein größeres Tabu verbreitet zu sein.


Das kann natürlich auch medial verstärktes Vorurteil bei mir sein.
 
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Auf jeden Fall!

Aber immerhin gibt wohl seit dem 19. Jahrhundert Bemühungen, die christlichen Quellen kritisch zu untersuchen.

Dass das bei fundamentalistischen Freikirchlern nicht angekommen ist, ist klar.

Im Islam scheint mir da aber noch ein größeres Tabu verbreitet zu sein.


Das kann natürlich auch medial verstärktes Vorurteil bei mir sein.



Sie sehen sicher keine Notwendigkeit weil eben der Koran nicht mehrfach verändert wurde. Er ist so wie er ursprünglich war. Ob der Inhalt nun wahr ist oder nicht, er blieb weitgehend unverändert so wie er Mohammed von Gott eingegeben wurde.
Wenn man das glaubt, dann darf man eigentlich als Mensch nicht das Wort des Gottes verändern den man anbetet. Das tun Moslems.

Deshalb würde ich den Islam eher als Religion sehen und das Christentum als Politik. Aber vielleicht weiß ich auch nur nicht genug.
 
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Wann hat sich denn das Christentum mal kritisch mit seinen Quellen auseinandergesetzt?
Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig.

Die Texte der Bibel wurden von so vielen Menschen geschrieben, zusammengefügt und dabei verändert in der langen Zeit.
Das ist doch wohl auch nicht besser und sicherer im Wahrheitsgehalt. Zweifel ist da eine Notwendigkeit.

Ähm, da ist dir aber seit dem Ende des 18. Jahrhunderts etwas Wichtiges entgangen:

"Historisch-kritische Methode

Die Historisch-kritische Methode ist ein im 18. und 19. Jahrhundert entwickelter Methodenapparat zur Untersuchung von historischen Texten. Bekannt ist sie vor allem aus der biblischen Exegese.

Sie hat zum Ziel, einen (biblischen) Text in seinem damaligen historischen Kontext zu verstehen und schließlich auszulegen, wobei die Rekonstruktion der vermuteten Vor- und Entstehungsgeschichte des Textes und seine situative Einbindung in das historische Geschehen eine besondere Rolle spielt.

Wichtige methodische Teildisziplinen der historisch-kritischen Methode sind die Textkritik, die Textanalyse, Redaktionskritik, Literarkritik, Formkritik und die Traditionskritik. Die historisch-kritische Methode ist bis heute in der evangelischen und katholischen Kirche die Standardmethode der Bibelauslegung.

Wissenschaftliches Arbeiten ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich nicht über seine Ergebnisse definiert, sondern darüber, dass alle in Frage kommenden Fakten mit intersubjektiv nachvollziehbaren Methoden geprüft werden und gegebenenfalls falsifiziert werden können. Sofern Wissenschaftlichkeit beansprucht wird, ist es daher notwendig, über die angewandten Methoden Rechenschaft abzulegen.

Seit der Aufklärung hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass der Sinn eines Textes herausgearbeitet werden müsse, den der Verfasser in seinem historischen Umfeld zum Ausdruck bringen wollte, bevor eine weitergehende Interpretation erfolgen könne. Diese Herangehensweise ist der Kern der historisch-kritischen Methode.

Die Bezeichnung Historisch-kritisch verweist auf eine Kombination zweier Grundannahmen dieser hermeneutischen Methoden:


Historisch ist diese Methode, weil sie davon ausgeht, dass die zu untersuchende Textgestalt eine Geschichte hat. So kann z.B. eine Sage über Jahrhunderte mündlich überliefert worden sein und dabei zahlreiche Veränderungen erlebt haben. Diese Sage wird vielleicht von zwei verschiedenen Schriftstellern notiert.

Die Drucklegung erlebt mehrere Auflagen, bei denen korrigierend oder aus anderen Gründen in den Text eingegriffen wurde. Der Text, der aktuell in einer Sagensammlung erscheint, ist nicht in dieser Form ursprünglich, sondern er hat eine Geschichte.


Kritisch ist die Methode, weil sie davon ausgeht, dass es allgemein einsichtige Kriterien für die wissenschaftliche Untersuchung der historischen Textgestalt gibt. Das bedeutet keineswegs, dass jeder Wissenschaftler mit seinen Untersuchungen zum gleichen Ergebnis kommen muss.

Jeder einzelne Untersuchungsschritt muss aber dennoch für andere nachvollziehbar sein; ob er tatsächlich nachvollzogen wird, ist eine Frage der Qualität des Argumentes. Unterschiedliche Bewertungen von Details zeitigen wie in anderen wissenschaftlichen Disziplinen unterschiedliche Resultate."

http://de.wikipedia.org/wiki/Historisch-kritische_Methode

Bitte keine vorauseilende Gleichmacherei!
 
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Sie sehen sicher keine Notwendigkeit weil eben der Koran nicht mehrfach verändert wurde. Er ist so wie er ursprünglich war. Ob der Inhalt nun wahr ist oder nicht, er blieb weitgehend unverändert so wie er Mohammed von Gott eingegeben wurde.
Wenn man das glaubt, dann darf man eigentlich als Mensch nicht das Wort des Gottes verändern den man anbetet. Das tun Moslems.

Deshalb würde ich den Islam eher als Religion sehen und das Christentum als Politik. Aber vielleicht weiß ich auch nur nicht genug.

Finde ich eine ziemlich anmaßende Aussage.
Außerdem ignorierst du die Tatsache, dass Mohammed seine Lehren und Geschichten doch einfach aus den jüdischen und christlichen Quellen übernommen hat! Ohne Bibel gäbe es gar keinen Koran! Soviel zum Thema "unverändert".

Und ob alle Suren wirklich eins zu eins von Mohammed sind, müsste eine historisch-kritische Forschung erst mal herausfinden, die es ja bisher im Islam kaum gibt.
 
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Ähm, da ist dir aber seit dem Ende des 18. Jahrhunderts etwas Wichtiges entgangen:

"Historisch-kritische Methode

Die Historisch-kritische Methode ist ein im 18. und 19. Jahrhundert entwickelter Methodenapparat zur Untersuchung von historischen Texten. Bekannt ist sie vor allem aus der biblischen Exegese.

Sie hat zum Ziel, einen (biblischen) Text in seinem damaligen historischen Kontext zu verstehen und schließlich auszulegen, wobei die Rekonstruktion der vermuteten Vor- und Entstehungsgeschichte des Textes und seine situative Einbindung in das historische Geschehen eine besondere Rolle spielt.

Wichtige methodische Teildisziplinen der historisch-kritischen Methode sind die Textkritik, die Textanalyse, Redaktionskritik, Literarkritik, Formkritik und die Traditionskritik. Die historisch-kritische Methode ist bis heute in der evangelischen und katholischen Kirche die Standardmethode der Bibelauslegung.

Wissenschaftliches Arbeiten ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich nicht über seine Ergebnisse definiert, sondern darüber, dass alle in Frage kommenden Fakten mit intersubjektiv nachvollziehbaren Methoden geprüft werden und gegebenenfalls falsifiziert werden können. Sofern Wissenschaftlichkeit beansprucht wird, ist es daher notwendig, über die angewandten Methoden Rechenschaft abzulegen.

Seit der Aufklärung hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass der Sinn eines Textes herausgearbeitet werden müsse, den der Verfasser in seinem historischen Umfeld zum Ausdruck bringen wollte, bevor eine weitergehende Interpretation erfolgen könne. Diese Herangehensweise ist der Kern der historisch-kritischen Methode.

Die Bezeichnung Historisch-kritisch verweist auf eine Kombination zweier Grundannahmen dieser hermeneutischen Methoden:


Historisch ist diese Methode, weil sie davon ausgeht, dass die zu untersuchende Textgestalt eine Geschichte hat. So kann z.B. eine Sage über Jahrhunderte mündlich überliefert worden sein und dabei zahlreiche Veränderungen erlebt haben. Diese Sage wird vielleicht von zwei verschiedenen Schriftstellern notiert.

Die Drucklegung erlebt mehrere Auflagen, bei denen korrigierend oder aus anderen Gründen in den Text eingegriffen wurde. Der Text, der aktuell in einer Sagensammlung erscheint, ist nicht in dieser Form ursprünglich, sondern er hat eine Geschichte.


Kritisch ist die Methode, weil sie davon ausgeht, dass es allgemein einsichtige Kriterien für die wissenschaftliche Untersuchung der historischen Textgestalt gibt. Das bedeutet keineswegs, dass jeder Wissenschaftler mit seinen Untersuchungen zum gleichen Ergebnis kommen muss.

Jeder einzelne Untersuchungsschritt muss aber dennoch für andere nachvollziehbar sein; ob er tatsächlich nachvollzogen wird, ist eine Frage der Qualität des Argumentes. Unterschiedliche Bewertungen von Details zeitigen wie in anderen wissenschaftlichen Disziplinen unterschiedliche Resultate."

http://de.wikipedia.org/wiki/Historisch-kritische_Methode

Bitte keine vorauseilende Gleichmacherei!



Nö, das ist mir nicht entgangen.

Mir ging es nicht um die Art und Weise wie in der heutigen Zeit mit den Bibeltexten umgegangen wird. Schon in den Jahren nach der Kreuzigung wurden die Texte geändert und von vielen Schreibern ergänzt und verändert.

Ich nehme auch keine Gleichmacherei vor.

Der Koran hat sich fast so erhalten wie er mal geschrieben wurde. Bibel nicht. Sehe da keine Gemeinsamkeiten.

Ich meinte mein Geschreibsel auch nicht als Vorwurf.
 
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