ISLAM: Keine Huris im Paradies

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Lies mal bitte die vorherigen Seiten. Dort wurde behauptet, das Christentum sei keine Religion sondern nur der Islam und die Christen würden ihre Texte nicht kritisch hinterfragen. Das konnte ich so nicht stehen lassen.

Bei meinen kritischen Aussagen habe ich nicht zwischen Bibel und Koran unterschieden.

Ich verstehe nicht, wieso das dreist sein soll.



Na ja, ich hätte vielleicht eher schreiben sollen. Das Christentum ist im Laufe der Zeit von einer Glaubensrichtung eher zur Politik geworden.



Auch wenn es den Christen nicht passen wird, bis zum ersten Konzil war es (meiner Meinung nach) noch ein Glaube. Danach ging es dann los, wer wohl recht hat und die beste Auslegung hat.
Die Menschen übernahmen das Zepter und regelten ihre Angelegenheiten. Gott, Jesus, Maria, die wurden Statisten und wurden dazu benutzt, eigene und mehr und mehr finanzielle Interessen und machtpolitische Interessen durchzusetzen.

Ach so, und was mir schon gestern den ganzen Tag nicht aus dem Kopf ging. Ich möchte nicht wissen was in den Offizien und Magazinen des Vatikan so absolut geheim vor sich hin schlummert. Womöglich würde es die Meinung der Atheisten beweisen oder unterstützen.
 
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Na ja, ich hätte vielleicht eher schreiben sollen. Das Christentum ist im Laufe der Zeit von einer Glaubensrichtung eher zur Politik geworden.

Und Politik soll ausgerechnet dem Islam fremd sein??? Schon mal was vom Begriff "Politischer Islam" gehört?


Schon zu Mohammeds Zeiten war der Glaube immer auch ein Politikum, was nicht nur an den Glaubenskriegen seinerzeit ersichtlich ist.
 
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Und Politik soll ausgerechnet dem Islam fremd sein??? Schon mal was vom Begriff "Politischer Islam" gehört?



Wart mal, ich habe noch etwas dazugeschrieben.

Ja klar, der Islam wird auch zu politischen Zwecken eingesetzt. Aber es erscheint mir nicht so vordergründig und der "Glaube"an sich ist nicht so verloren gegangen wie im Christentum.
 
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Und Politik soll ausgerechnet dem Islam fremd sein??? Schon mal was vom Begriff "Politischer Islam" gehört?


Schon zu Mohammeds Zeiten war der Glaube immer auch ein Politikum, was nicht nur an den Glaubenskriegen seinerzeit ersichtlich ist.




Mir kommt es so vor als hätten auch die Christen ihre Glaubenskriege gehabt. Sie wurden nur anders ausgetragen als im Islam. Ich denke da nicht an die Kreuzzüge, sondern an die Missionierung mit und ohne Waffen, an die Kriege in den eigenen Reihen, sogenanne Ketzer verbrennen. Na ja, Du wirst es ja selbst wissen was so alles gelaufen ist im Laufe der Jahrhunderte.

Wir sind ja ziemlich weit vom Thema weg, es wird wohl besser sein aufzuhören.
 
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Wart mal, ich habe noch etwas dazugeschrieben.

Ja klar, der Islam wird auch zu politischen Zwecken eingesetzt. Aber es erscheint mir nicht so vordergründig und der "Glaube"an sich ist nicht so verloren gegangen wie im Christentum.



Ich sehe es eher so, dass der Glaube an sich im Islam von vorneherein viel stärker mit der Politik verknüpft war als im anfänglichen Christentum.


Was aber kein Vorwurf sein soll. Glaube, der gelebt werden will, hat immer eine politische Dimension.

Die Frage ist nur, wie schnell sich eine Religion korrumpieren lässt von primitiven Machtinteressen und der Herrschsucht Einzelner. Und da sind sich wohl alle großen Religionen ziemlich ähnlich. Leider.


Im Christentum fängt es mit Paulus an. Für den Islam kann ich das nicht beurteilen. Wahrscheinlich mit der islamischen Expansion über Arabien hinaus.
 
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Tom, Tobias, ich glaube nicht das das Christentum um 1430 rum sehr offen für Kritik war! Die historisch-kritische Sichtweise dürfte zu dieser Zeit noch ein Fremdwort gewesen sein. Laßt dem Islam also noch ein wenig Zeit und auch dieser Glaube wird seine dunkle Zeit überstehen und zur Aufklärung finden........
 
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Tom, Tobias, ich glaube nicht das das Christentum um 1430 rum sehr offen für Kritik war! Die historisch-kritische Sichtweise dürfte zu dieser Zeit noch ein Fremdwort gewesen sein. Laßt dem Islam also noch ein wenig Zeit und auch dieser Glaube wird seine dunkle Zeit überstehen und zur Aufklärung finden........


Um 1430 sah die Welt insgesamt anders aus. Der Islam hatte seine große Blüte inklusive aufklärerischer Tendenzen fast hinter sich, in Europa begannen Renaissance und Humanismus, Vorstufen der europäischen Aufklärung.

Man kann also nicht einfach die Entwicklungslinien des Islam mit denen des Christentums parallel setzen.

So bezweifle ich, dass die islamischen Kulturen so etwas wie eine sexuelle Revolution europäischen Ausmaßes nötig haben, steht doch die Sexualität im Islam ganz anders da als im früheren Christentum.

Im Zuge der Aufbrüche der 68er-Generation gab es natürlich einen Austausch mit den islamischen Kulturen. Iran, Afghanistan, Türkei wurden bereist.

Außerdem haben wir die migrantischen Bewegungen nach Europa und Amerika, die einen Austausch beflügeln können.

Ich denke also, dass wir nicht noch 300 Jahre warten müssen, bis eine Aufklärung des Islam stattfindet.

Ich glaube aber nicht, dass eine Aufklärung des Islam nach dem gleichen Muster verlaufen wird wie die Aufklärung im Westen.
 
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Was ich bei diesen religiösen Diskussionen immer schade finde ist, wirklich wissen, wer recht hat erfahren wir erst dann, wenn wir alle tot sind.

Und im großen schwarzen Nichts ohne Huris, Engel, Himmel, Hölle, Reinkarnation kann man ganz schlecht mit dem Finger auf die anderen zeigen: Ich habe es doch gewußt.
Das haben bisher ALLE Religionen geschickt eingefädelt.
Es ging nicht, darum, eine Religion über die andere zu heben, und ich glaube, das weißt du auch.

Na ja, ich hätte vielleicht eher schreiben sollen. Das Christentum ist im Laufe der Zeit von einer Glaubensrichtung eher zur Politik geworden.

Auch wenn es den Christen nicht passen wird, bis zum ersten Konzil war es (meiner Meinung nach) noch ein Glaube. Danach ging es dann los, wer wohl recht hat und die beste Auslegung hat.
Die Menschen übernahmen das Zepter und regelten ihre Angelegenheiten. Gott, Jesus, Maria, die wurden Statisten und wurden dazu benutzt, eigene und mehr und mehr finanzielle Interessen und machtpolitische Interessen durchzusetzen.

Ach so, und was mir schon gestern den ganzen Tag nicht aus dem Kopf ging. Ich möchte nicht wissen was in den Offizien und Magazinen des Vatikan so absolut geheim vor sich hin schlummert. Womöglich würde es die Meinung der Atheisten beweisen oder unterstützen.
Du hast vollkommen recht!
Es gab im Christentum von Anfang an keine Einigkeit über die Glaubenssätze. Deshalb wurden die Konzile ja nötig.
Und, natürlich hast du recht, die Christen sind sich bis heute in vielen Aspekten nicht einig.
Und Korruption und Macht-Missbrauch gab und gibt es in den christlichen Kirchen, ich muss leider sagen, in Deutschland vor allem in der katholischen Kirche, noch und nöcher.
(Empfehlung: "Die Borgias", Film über den Papst der Borgia-Familie in Rom. Lief gerade neulich im Fernsehen. Erschreckend.)
Das bestreite ich nicht im geringsten.

[/B]
Mir kommt es so vor als hätten auch die Christen ihre Glaubenskriege gehabt. Sie wurden nur anders ausgetragen als im Islam. Ich denke da nicht an die Kreuzzüge, sondern an die Missionierung mit und ohne Waffen, an die Kriege in den eigenen Reihen, sogenanne Ketzer verbrennen. Na ja, Du wirst es ja selbst wissen was so alles gelaufen ist im Laufe der Jahrhunderte.

Wir sind ja ziemlich weit vom Thema weg, es wird wohl besser sein aufzuhören.
Auch damit hast du recht!
Das "christliche Mittelalter" war weitaus grausamer und rückständiger als der damalige Islam.
Noch einmal: Das bestreite ich nicht im Geringsten!

Mir ging es allein darum, euch den Stand der internationalen historisch-kritischen Forschung über die Entstehung der beiden Religionen mitteilen, so wie ich ihn in meinem Uni-Religions-Studium gelernt habe.
(Übrigens: Konservative Christen reagieren meistens ähnlich erschrocken, wenn ich diese Dinge mit ihnen diskutiere.
Habe schon mehrere Stunden davon hinter mir.)

Das habe ich hiermit getan.
Mit den Informationen, die ich in meineml Studium gelernt habe, werde ich nie hinter dem Berg halten.
Was ihr damit macht, ist eure Sache.

Ich werde noch einmal nach einer Literatur-Liste sehen. Wenn ich sie finde, werde ich sie posten. Wer Interesse hat, kann sie sich ja ansehen, oder es lassen. :wink:
 
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So, hier nun zwei Literaturlisten aus meiner damaligen Vorlesung zum Themenkomplex, allerdings von 2001/02, im Anhang.
 

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Wie wenig Bedeutung historische Forschung Auswirkungen auf den Glauben haben, kann man doch an folgendem sehen:
Bei keine Religionsaufspaltung, bei keiner Sektenbildung hatten solche Forschungen einen Einfluss.

Die Historie bleibt doch sowieso virtuell.
Nur Historiker bzw. noch mehr Journalisten, die darüber berichten, verkünden gern von einer Brisanz für den Glauben. Lö/ächerlich! 8)
 
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