Mendelssohn
Well-Known Member
Nun haben sich Merkel und Davutoğlu auf eine gemeinsame Grenzpolizei geeignet. Deutsche Polizisten werden ihre türkischen Kollegen an der europäischen Außengrenze unterstützen. Zur türkisch syrischen Grenze werden die deutschen Beamten sicher nicht geschickt werden. Unterdessen geht das Bombardement der Russen und ihrer Allierten in Nordsyrien weiter und mehr als 30 000 Flüchtlinge stehen vor türkischen Grenzen. Hinzu kommen die im türkischen Grenzgebiet vor dem türkischen Militär flüchtenden Kurden.
Faktisch liegt die Außengrenze der EU an der türkisch-syrischen Grenze. Merkel hat das erst im vergangenen Jahr begriffen. Fischer war da vor einem Jahrzehnt schon weiter.
Mit einer klugen Türkeipolitik der EU vor zehn Jahren, wäre uns vieles erspart geblieben: erstens eine überstarke AKP, die erst allmählich lernt, sich von ihren radikalen Brüdern im Geiste abzugrenzen, zweitens ein Rückfall in totalitäre Strukturen (siehe Gezipark, Entlassung bzw. Versetzung von regierungskritischen Richtern, Staatsanwälten und Polizisten), drittens die Einschränkung der öffentlichen Meinung, viertens der lasche Umgang mit Waffentransporten an den IS durch die Türkei - vermutlich dem Hass auf das Assad-Regime geschuldet- fünftens eine disaströse Kurdenpolitik und schließlich der riesige Einfluß der Amerikaner auf die türkische Politik. Ohne die Amerikaner wäre die Türkei jedenfalls nicht so leidenschaftlich in die Bewaffnung der syrischen Rebellen eingestiegen, wofür sie nun die Quittung erhält.
Faktisch liegt die Außengrenze der EU an der türkisch-syrischen Grenze. Merkel hat das erst im vergangenen Jahr begriffen. Fischer war da vor einem Jahrzehnt schon weiter.
Mit einer klugen Türkeipolitik der EU vor zehn Jahren, wäre uns vieles erspart geblieben: erstens eine überstarke AKP, die erst allmählich lernt, sich von ihren radikalen Brüdern im Geiste abzugrenzen, zweitens ein Rückfall in totalitäre Strukturen (siehe Gezipark, Entlassung bzw. Versetzung von regierungskritischen Richtern, Staatsanwälten und Polizisten), drittens die Einschränkung der öffentlichen Meinung, viertens der lasche Umgang mit Waffentransporten an den IS durch die Türkei - vermutlich dem Hass auf das Assad-Regime geschuldet- fünftens eine disaströse Kurdenpolitik und schließlich der riesige Einfluß der Amerikaner auf die türkische Politik. Ohne die Amerikaner wäre die Türkei jedenfalls nicht so leidenschaftlich in die Bewaffnung der syrischen Rebellen eingestiegen, wofür sie nun die Quittung erhält.