Ist die Republik Türkei mittelbar bedroht?

NeoAslan

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20 Februar 2014
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Erst heute hat der der "kurdische Führer" Barsani der kurdischen Autonomie-Region auf dem irakischen Staatsgebiet erklärt, dass es nun ..."die beste Gelegenheit sei, eine Unabhängigkeitserklärung gegenüber dem Irak"... zu proklamieren.

..."Erbil (BasNews) - Der Präsident der Kurdischen Region Massoud Barzani erklärte, die Kurdische Region werde nur an die irakische Zentralregierung gebunden bleiben, wenn künftig eine Konföderation im Irak herrscht. Die Unabhängigkeit sei ein grundlegendes Recht des kurdischen Volkes, so Barzani..."

quelle: basnews.de 15.04.´14

In diesem Zusammenhang geht er zu verschiedenen Gelegenheiten auch auf die Situation der >Kurden< im Iran, Syrien und der Republik Türkei ein. Er betrachtet sich anscheinend als eine Art Vorreiter und Führer in der Nationalisierung der Kurden. Eigenartig, aber die Kurden in Armenien werden fast gänzlich nicht thematisiert.

Diese teilen ihr ersehntes Staatsgebiet schon in Territorien ein, die als "Ostkurdistan" im Irak,

"Nordkurdistan" im Iran, "Südkurdistan" in Syrien, und "Westkurdistan" in der Türkei gegliedert werden.

Das dabei internationale anerkannte Staaten und souveräne Staatsgrenzen zwangsläufig attackiert werden, scheint kein Problem für ihn und seine mittlerweile internationalen kurdischen Vereinigungen und aktiven Organisationen zu spielen.

Wenn nunmehr die katastrophalen Folgen für die von Kriegen und Bürgerkriegen gebeutelten Staaten und Bevölkerungen wie im Irak und Syrien sich dahingehend entwickeln, dass sich daraus kurdische Autonomien mit dem Ziel der Gründung und Errichtung von einem neuen kurdischen Staat auf den heutigen Staatsgebieten Irak und Syrien bilden, was bedeutet das für die Türkei?

Ist nicht zu befürchten, dass sich ein solches Gebilde aggressiv und militärisch gegen die Republik Türkei und ihrer Bevölkerung gebaren wird. Und ist nicht zu befürchten, dass die ohnehin seit Jahrzehnten militant vorgehenden kurdischen Terrorgruppierungen, die nunmehr ausgeprägt und maßgeblich mit den aktiven Organisationen im Irak und Syrien kollaborieren, in der Türkei eine extreme Bedrohung darstellen und das Land mittelfristig in eine Revolution zu stürzen versuchen werden, indem sie die millionen kurdischen Mitbürger in einen potentiellen Bürgerkrieg involviert?


10. Juni 2016, turkish talk
Anmerkung: Bild gelöscht, weil zu groß.
 
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Wieso sollte das kurdische Volk kein Recht auf einen eigenen Staat haben?
 

Novus

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......... die nunmehr ausgeprägt und maßgeblich mit den aktiven Organisationen im Irak und Syrien kollaborieren, in der Türkei eine extreme Bedrohung darstellen und das Land mittelfristig in eine Revolution zu stürzen versuchen werden, indem sie die millionen kurdischen Mitbürger in einen potentiellen Bürgerkrieg involviert?

Die Türkei ist der größte Kollaborateur (<--scheiß schwieriges wort). Sie ist der größte Investor im Nordirak,türkische Firmen bauen Nordkurdistan... sie unterstützen Barzani wo es nur geht. Erdogan ist der erste und einzige Minsiterpräsident der das Wort Kurdistan in den Mund genommen hat, der erste der direkt mit Abdullah Öcalan verhandelt. Der erste der Ahmet Kaya toll findet. Der erste der Barzani zum Parteitag einläd um ihm als Bruder im Geiste vorzustellen.Der erste den die Kurden verehren. Derjenige der durch aktive Rolle im Syrienkonflikt Assad schwächt und dadruch die Kurden stärkt. Im Irak die Schiiten schwächt und Barzani stärkt.

Wo siehst du die Rolle Erdogans in der kurdischen Nationalisierung?
 

Almancali

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Wieso sollte das kurdische Volk kein Recht auf einen eigenen Staat haben?

Wenn mich meine Geschichtsbildung nicht trügt, waren die Führer des kurdischen Volkes damit einverstanden, dass das Volk der Kurden in die jeweiligen Hoheitsgebiete der Länder überführt werden.

Sprich: Kurden in der Türkei werden zu Türken, Kurden im Irak zu Irakern, Kurden im Iran zu Iranern usw..

Daher gibt es alleine aus vertragsrechtlicher Sicht (siehe Referenz), keine rechtliche Grundlage für einen kurdischen Staat. Wenn man das nicht wollte, dann hätte man auch solche Verträge nicht unterschreiben sollen.

Referenz: Vertrag von Sèvres Vertrag von Lausanne

Wo siehst du die Rolle Erdogans in der kurdischen Nationalisierung?

Die Fragestellung existiert nicht. Es mag eine politische, jedoch keine rechtliche Relevanz haben.
 

Novus

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31 Januar 2012
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Seit wann werden neue Staaten durch 100 Jahre alten Verträgen gegründet?
Seid wann spielt die rechtliche relevanz eine Rolle?
Wer sind die Kurden die es damals nicht wollten, doch nicht die gleichen die es jetzt wollen.
 
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Skeptiker

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26 Januar 2008
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Wenn mich meine Geschichtsbildung nicht trügt, waren die Führer des kurdischen Volkes damit einverstanden, dass das Volk der Kurden in die jeweiligen Hoheitsgebiete der Länder überführt werden. Sprich: Kurden in der Türkei werden zu Türken, Kurden im Irak zu Irakern, Kurden im Iran zu Iranern usw.. Daher gibt es alleine aus vertragsrechtlicher Sicht (siehe Referenz), keine rechtliche Grundlage für einen kurdischen Staat. Wenn man das nicht wollte, dann hätte man auch solche Verträge nicht unterschreiben sollen. Referenz: Vertrag von Sèvres

Kann es sein, daß dir bei deiner Referenz ein kleiner Schnitzer unterlaufen ist, gibt dieser Vertrag doch die Grundlage für einen kurdischen Staat. Also genau das Gegenteil, was du eigentlich mit deiner Referenz untermauern wolltest?
 

Almancali

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1 April 2014
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Frage: Wie darf man sich die Staatsgründung als Laie vorstellen ? Ein Trupp Kurden marschiert in Irak/Syrien ein und schreit "Wir sind wieder daaaaaaa!" ? Und die Machthaber vor Ort gestikulieren freundlich und bitten zum Tee. Im freundlichen Beisammensein bittet man die Kurden sich wie zu Hause zu fühlen und sich zu nehmen was immer man möchte ?

Kann es sein, daß dir bei deiner Referenz ein kleiner Schnitzer unterlaufen ist
Ja ist mir. Ich hatte das aber bereits korrigiert.
 

Novus

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31 Januar 2012
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Frage: Wie darf man sich die Staatsgründung als Laie vorstellen ? Ein Trupp Kurden marschiert in Irak/Syrien ein und schreit "Wir sind wieder daaaaaaa!" ? Und die Machthaber vor Ort gestikulieren freundlich und bitten zum Tee. Im freundlichen Beisammensein bittet man die Kurden sich wie zu Hause zu fühlen und sich zu nehmen was immer man möchte ?
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die brauchen nicht wieder da zu sein, die sind dort bereits, seid hunderten von jahren. Die Machthaber sind die Barzanis die Rojavas. Im Nordirak steht man bereits wirtschaftlich und militärisch auf eigenen Füßen, dank der Türkei. Also die Kurden bitten eher zum Tee und nicht umgekehrt. Ablauf wird nicht viel anders sein wie im Kosovo.
 
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