Kindersex in der (katholischen) Kirche

Es hätte jede Frau sein können, in die Gott sich einpflanzt.
Gerade aufgrund der Unbefleckten Empfängnis ist Jesus nicht gestorben für Maria. Für alle anderen Menschen, aber nicht für sie.

Sie hätte zum Antrag Gabriels aber auch "Nein" sagen können :oops: – Ich lasse mir doch kein Kind andrehen, außer von meinem Verlobten. Insofern eine gute Wahl. Gott wußte ja, daß sie nicht nein sagen würde.
 
Er sucht sich aber nicht die Nächstbeste aus.
Das ist Psychologisieren. Die Dogmatik verfährt logisch. Logisch betrachtet, hätte jede Frau Gottes Sohn in die Welt setzen können, und dieser wäre nicht weniger vollkommen gewesen. Wie gesagt: Gott ist Gott. Die Auszeichnung Marias erfolgt erst durch die Empfängnis, nicht durch eine besondere Vorleistung. Sie selbst hat nichts dazu beigetragen, Gottesmutter zu werden. Es war alles Gottes Wille. Gott schickte seinen Sohn in die Welt, weil es an der Zeit war, nicht weil sich zufällig eine mehr als würdige Leihmutter gefunden hätte, und er sich dachte: die Chance lasse ich nicht vergehen! Nur sie kann meinen Sohn großziehen und am Ende begraben.
Die Dogmatik argumentiert sehr kalt. Bei den Dogmatikern werden die Bischöfe jedenfalls keinen Rückhalt finden.
 
Alu-Behütter:p:

So, so you think you can tell
Heaven from Hell
Blue skies from pain
Can you tell a green field
From a cold steel rail?
A smile from a veil?
Do you think you can tell?
(Wish you were here/PinkFloyd)
Kannst Du es?
Weil bis jetzt nichts Schönes ich hierin fand, so sehr du auch die unbefleckte Empfängnis bejubels, aber weiterhin mir nicht mehr als wie ein Hirngespinst vorkommt.

Tell us the heaven from hell.
Auftritt des Wanderpredigers in einem afrikanischen Tro-Tro: "Noooow! Listen, NOW I'm gonna tell you the story of Jonaaah and the whale!"
Du würdest ihn noch befeuern, @univers - aber diese Leute erzählen ganz inbrünstig aus sich selbst heraus. Und immer wieder von vorn.
Weil sie sich dafür bezahlen lassen und gleichzeitig hoffen, für ihre stimmgewaltigen Epen in den Himmel zu kommen.
Nur am Rande und ohne Bezug auf irgendeine vermeintlich "unbefleckte" Empfängnis ... ; )

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Das ist Psychologisieren. Die Dogmatik verfährt logisch.
Du bist verdammt nahe dran. Mit Duns Scotus wird die Logik aufgekündigt. Philosophie und Wissenschaft von Grund auf neubegründet, rebooted. Papst Benedikt sagte in Regensburg: Und die katholische Kirche hat das immer abgelehnt, bis auf diese eine Episode damals mit Duns Scotus und seinen Followern. Hat uns nicht überzeugt. Womit er bis zum Zweiten Vatikanum Recht hat.

Johannes Paul II. hingegen sagt in der Enzyklika fides et ratio: doch, auch mit der modernen Philosophie, etwa mit Phänomenologie und Existenzphilosophie, läßt sich durchaus arbeiten und zu wahren Ergebnissen kommen.
Die Auszeichnung Marias erfolgt erst durch die Empfängnis, nicht durch eine besondere Vorleistung. Sie selbst hat nichts dazu beigetragen, Gottesmutter zu werden. Es war alles Gottes Wille.
Doch. Sie hat ihre Einwilligung gegeben, ihr "fiat", mir geschehe, wie Du es sagst. – Ich muß mal recherchieren, was da im Griechischen steht. In der lateinischen Version ist sie es sogar, die das Fiat sprach, das Es werde vom Anfang der Schöpfung.
Logik. Wenn Maria unbefleckt ist von der Erbsünde, dann ist sie frei. (In der Mariologie ist ja heiß umstritten, ob sie überhaupt gestorben ist. Schließlich ist der Tod ja der Sünde Lohn. Dogmatisch festgelegt ist nur, daß sie in den Himmel aufgenommen worden ist.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Auftritt des Wanderpredigers in einem afrikanischen Tro-Tro: "Noooow! Listen, NOW I'm gonna tell you the story of Jonaaah and the whale!"
Muß Dich sehr beeindruckt haben :D

Wie gesagt, auf der Frankfurter Fußgängerzone habe ich Jesus selber gesehen. Der ist nicht zu toppen. Mit Messiasgeheimnis und allem drum und dran. Wäre ich nicht schon damals mit … aber vielen historisch-kritischen Wassern gewaschen, ich wäre sehr ins Grübeln gekommen.
 
Aber womit oder wodurch hätte sie sich qualifiziert?
Zugegeben, das ist eigentlich ein Problem ähnlich wie das der Zeitreisen in der science fiction. Kann man in die Vergangenheit reisen und sie so verändern, daß auch die Gegenwart eine andere ist? Aber von wo aus wäre man die Vergangenheit gereist? Es gibt einen Perscheid: "Ich bin in die Vergangenheit gereist und habe Adolf Hitler getötet!" – "Adolf wer?"

Gott wußte schon vor Mariä Empfängnis, was für eine tolle Frau sie einmal werden würde. Wie sie immer wieder an der Seite Jesu steht, obwohl er durchaus auch ruppig mit ihr umgeht. Weil Gott ja alles weiß, auch in die Zukunft sehen kann.



Man kann mal mit dem Gedanken spielen: Was, wenn es Zeit überhaupt nicht gibt? Wenn Zeit nur eine Illusion menschlicher Wahrnehmung ist? Für Gott ist das zumindest sehr ähnlich so. Da sind wir aber tief drin in Mystik und Philosophie.
 
Jetzt habe ich ein neues Wort gelernt.

Gibt's das wirklich, oder hast Du den Begriff nur ausprobiert?
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